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Samstag, 22. November 2014

Saturday in my kitchen - immer wieder samstags

Vielleicht habt Ihr Euch ja schon gefragt, wo ich geblieben bin, und ob es mir die Sprache verschlagen hat? Ich kann Euch versichern, dem ist nicht so. Ich habe sogar einiges gekocht, denn 'immer wieder samstags' laufe ich zu Höchstform auf. Der letzte Samstag war da keine Ausnahme. Abends hatten wir Gäste eingeladen. Nach dem Frühstück ging es zuerst zum Metzger, der empfahl mir ein Stück 'Brisket' für langsames Braten bei niedriger Temperatur. Dann weiter zum Markt, dort kaufte ich fantastische Kartoffeln fürs Kartoffelpüree und Brokkoli und Fenchel für die Gemüsebeilage sowie ein Kilo Schalotten für die Bratensauce. Weiter ging's ins Blumengeschäft für die Dekoration. Wäre ich mehr 'switched on', hätte ich jeden Schritt fotografiert. Bis auf ein paar Instagram Posts habe leider nichts für die Nachwelt festgehalten. Daran muss ich arbeiten, denn sonst wird das mit diesem Blog nix mehr! Schwierig, denn auch mein Einkaufs-Wägelchen musste bewegt werden und Hubby hatte ich auch untergehakt.... und Spass hatten wir reichlich....
Was gab es nun zum Abendessen? Vorspeise war eine geräucherte Knofisuppe mit Petersilienpesto - kann ich dringend empfehlen! Die geräucherten Knofizehen hatte ich bei der letzten Frankreichdurchfahrt im Oktober erstanden - sie sind offenbar eine Spezialität aus dem kühleren Norden Frankreichs -  und seither hatten sie ihr ausserordentliches Aroma in meiner Küche verströmt. Als Hauptgericht gab es einen Rinderbraten der mit Trockenpflaumen und Schalotten und etwas Rotwein sehr laaaaaage geschmort wurde, so lecker. Der Nachtisch: Blätterteigtörtchen mit Frangipane und Pflaumen - einfach, aber gut! Das Rezept für die Knofisuppe stelle ich Euch gerne vor, den Braten lieber erst, wenn ich auch schöne Fotos habe......
Also drei ganze Knofizwiebeln schälen und in feine Scheibchen schneiden. Drei große Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Knofi in reichlich Olivenöl anbraten (aufpassen, dass er nicht verbrennt), Kartoffelstücke zugeben und kurz mit anschwitzen. Mit Wasser aufgiessen und 2 EL der selbstgemachten Gemüsepaste aus dem Thermomix zugeben. Die Paste hat meine Lieblingsschwester für mich in ihrem Thermomix angefertigt, Rezepte kann man im Net finden. Eine Stunde köcheln lassen. Durch die lange Kochzeit hält sich der nachhaltige Effekt des Knofis etwas in Grenzen ;o). Mit dem Blender passieren und einen Becher Schlagsahne zugeben, abschmecken mit Salz, Pfeffer und etwas Brandy. Die Pesto aus frischer, glatter Petersilie, Pininenkernen, dem Saft einer halben Zitrone, etwas Meersalz und Rapsöl anfertigen. Die Suppe vor dem Servieren mit der Pesto beträufeln. Schade, dass es keine Fotos gibt - es sah nämlich sehr nett aus! Ich finde es so schwierig die Gäste bei einem Drink zu unterhalten, die Vorspeise anzurichten und dabei auch noch Fotos zu machen. Wem geht das genauso??
Dies  war der Samstag letzte Woche. Nun ratet was ich heute mache? Klaro, der Dinner Party zweiter Streich. Hubby und sein jüngster Sohn haben beide in der nächsten Woche Geburtstag. Da Sohn mit Freundin dann im Urlaub auf Barbados sein wird, feiern wir heute Abend ein bisschen vor. Schwiegermutter kommt noch hinzu und es gibt Schweinebraten mit Birnen in Cider-Sauce, Roast Potatoes, verschiedene Gemüse und Apple/Plum Crumble, freut Euch jetzt bloß nicht schon  auf die volle Fotostrecke..... ich tu was ich kann, versprochen!

Sonntag, 9. November 2014

Mexican Chicken with Mole - Mexikanisches Hühnchen mit Mole


Das Foto gibt wieder nicht viel her, daher zum Trost im Anhang noch ein paar Herbstimpressionen. Von diesem Gericht hatte ich vor einiger Zeit auf verschiedenen Blogs und auch im 'Good Food' Magazine der BBC gelesen. Es gibt verschiedene Versionen und ich habe mir nach Durchsicht der einzelnen Rezepte meine eigene zusammengekocht.Vier gute Portionen ergibt dieses Rezept und schmecken tut es vorzüglich:
6 ausgelöste Hähnchenoberschenkel, ohne Haut in mundgerechte Stücke geschnitten
500ml Passata, bei mir selbstgemacht
2 Dosen eingemachte Bohnen, bei mir Cannellini
1 große rote Zwiebel, in feine Stückchen geschnitten
4 Knofizehen, durchgepresst
1 rote Paprika, in kleine Stücke geschnitten
1 TL smoked Paprikapulver
1 TL Paprikapulver
1 Msp gemahlenes Zimt
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL gemahlener Koriander
2 EL Chipotle Sauce (bei mir von Heinz)
1 Stückchen dunkle Schokolade
2 EL Erdnussbutter, gerne auch Crunchy
Salz, Pfeffer
Olivenöl
geriebenen Cheddarkäse und Saure Sahne zum Bestreuen
Zuerst die Zwiebel mit dem Knofi anschwitzen, die Hähnchenstücke und Paprikastücke zufügen. Gewürze nach und nach zugeben und mit anschwitzen. Abgespülte Bohnen zufügen und mit Passata aufgiessen. Mit Salz und mit Pfeffer würzen und ca. 45 Minuten leise simmern lassen. Mit Schoki und Erdnussbutter andicken. Kann in Tortilla Wraps serviert werden, wir haben Reis dazu gegessen.



Mittwoch, 5. November 2014

TV Dinners - was bringt der Herbst Neues

Wie schon im vorherigen Post erwähnt, mache ich es mir in der dunklen Jahreszeit auch gerne vor dem TV gemütlich. Essen gibt es dann auf dem Schoß ich habe schließlich keine kleinen Kinder mehr, denen ich ein gutes Vorbild sein muss auf einem nett angerichteten Tablett. Es hat sowieso  Vorteile, wenn man
a) nicht mehr bei Muttern lebt - ich zitiere: 'Beim Essen liest man nicht!' 'Sitz gerade!' - bei dieser Bemerkung boxte mein Vater mir auch gerne kräftig in den Rücken!', 'Ellbogen vom Tisch!', 'Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt', 'Schmatz nicht!' usw usw.
b) keine Kinder mehr im Haus hat - ich zitiere mich: 'Mit vollem Mund spricht man nicht!', 'Wie heisst das Zauberwort?', 'Nimm auch das Messer hinzu....', 'Probier bitte auch das Gemüse', 'Beide Hände auf den Tisch'
Man darf endlich das tun, was man will. Computer (oder Tablet oder Kindle oder Smart Phone oder Magazine oder Tageszeitung) am Frühstückstisch, nur mit einer Gabel essen und eine Hand dabei auf dem Schoß legen, die Suppe vom Löffel schlürfen und eben auch vor dem TV essen. Wie sagt Hubby immer: 'This is a free country, you can do what you like!' - Danke Hubby!
Bei diesem TV Dinner gab es zwei 'Spreads' - Aufstriche sagt man wohl. Zum einen den bereits hier vorgestellten Hühnchen-Walnuss-Aufstrich aus der Türkei (boa, der ist so lecker, ich könnte mich da reinlegen!) und zum anderen einen Kürbis-Hummus inspiriert durch diesen Beitrag von Ilse. In Deutschland hatte ich einen Hokkaido Kürbis gekauft, die sind hier nicht 'main stream' - ich verwende normalerweise Butternut Squash. Den Hokkaido habe ich geschält (ich weiss, das muss man nicht!) und in Spalten geschnitten mit Knofiöl und Salz im Backofen geröstet und dann mit Tahini-Paste und dem Saft einer Mandarine und reichlich Pfeffer vermischt. Sehr lecker war das.  Dazu gab es etwas Salat und einige Mandelkerne von den Bäumen auf Mallorca. Ein Stück Käse durfte auch nicht fehlen, dazu knuspriges Baguette, was will man mehr? Ein Glas Rotwein natürlich, aber sorgt Euch nicht, auch das gab es.
Was schaue ich nun zu dieser Jahreszeit:
Die 5. Staffel von Downton Abbey - ich frage mich, wie weit kann Julian Fellowes diese Story noch spinnen? Sie ist so gut gemacht, da bleibt selbst Hubby manchmal sitzen und schaut mit mir, allerdings wirklich nur manchmal!

Weiterhin geben sich Rom und Italien in verschiedenen Programmen die Ehre. Ich bin ja auch begeisterter 'Armchair Traveller' und genieße es daher im Winter die Urlaubsmöglichkeiten fürs kommende Jahr im Kopf schon einmal durchzuspielen, und ein bisschen Geschichte kommt bei mir auch immer an. Derweil begeisters sich Hubby für alle möglichen Sportarten. So ist für jeden etwas dabei.

Montag, 3. November 2014

Hallo November

Nun ist der November da und es gibt wirklich kein Zurück in die Leichtigkeit des Sommers mehr. Der Gedanke an 5 - 6 Monate ohne Blätter an den Bäumen stimmt mich nicht wirklich heiter, leider!
Ich tröste mich mit Gedanken an wärmende Feuer, Parties mit Freunden mit Genuss von alkoholischen Getränken als Beilage zum schmackhaften Essen. Gute Bücher, romantische Filme, warme Socken, Spaziergänge in knackig kalter Luft um die wenigen sonnigen Stunden auszunutzen. Was hilft Euch über die dunkle Zeit hinweg?

Freitag, 31. Oktober 2014

Gefüllte Puten-Hackbällchen und Süßkartoffelschnitzel mit Patatas Bravas Gewürzmischung



Jetzt fängt sie wieder an, die blöde Zeit, in der man bei Kunstlicht kocht (ich koche abends) und irgendwie keine gescheiten Fotos hinkriegt....   Die einzige Lösung: So viel wie möglich am Wochenende kochen und unter der Woche posten - dazu gehört eine straffe Organisation, soweit bin ich leider noch nicht, da gibt es also noch 'opportunity' wie man so schön sagt.
Neulich brachte uns meine Cousine diese Gewürzmischung 'Patatas Bravas' als Gastgeschenk mit. Eigentlich zum Anrühren von Dips gedacht, habe ich damit die Süßkartoffelschnitzel gewürzt. Dazu die Süßkartoffeln schälen und in pommesartige Schnitzel schneiden. Ich habe pro Person eine dicke Süßkartoffel genommen. Diese mit etwas Olivenöl, dem Saft einer Limette und einem EL der Gewürzmischung vermischen (geht am besten mit den Händen). Kurz stehen lassen und den Backofen auf 200 Grad vorheizen, die Süßkartoffelschnitzel auf einem Blech in einer Lage verteilen und für 15 Minuten backen, herausnehmen und umdrehen und weitere 15 Minuten backen. Sie werden nicht so kross wie Pommes, also nicht diese Erwartung haben. Sie schmecken wunderbar zu Fleischgerichten und diese Gewürzmischung verleiht ihnen ein bisschen 'Bums'. Dazu noch eine Dip (nicht im Bild) aus Joghurt mit saurer Sahne und Salz und Pfeffer reichen.
Kommen wir zu den gefüllten Puten-Hackbällchen. Für zwei Personen ca 250g Putenhackfleisch mit einem Ei, Semmelbröseln, einer fein gehackten Schalotte, einem TL Senf, einer geriebenen Knofizehe und Salz und Pfeffer gut vermischen. In sechs Portionen teilen. Nun in jede Portion einen Würfel Cheddarkäse mittig einarbeiten. In eine gefettete, feuerfeste Form legen und mit den Süßkartoffelschnitzeln 9insgesamt 30 Minuten) in den Ofen schieben. Mit Gemüse nach Wahl dazu  servieren.

Montag, 27. Oktober 2014

Tartiflette mit Cheddar

Tartiflette gehört zu meinen Lieblingsgerichten für die kalte Jahreszeit. Wenn wenn der Wind ums Haus heult und der Regen auf die Dächer hämmert, dann schmeckt dieses Gericht am besten.
Zuerst einige Schalotten mit dem kleingeschittenen Bacon in einer Pfanne sanft anschwitzen, etwas geriebenen Knofi zufügen. Zur Seite stellen. Einige getrocknete Steinpilze in etwas warmen Wasser rehydrieren. Nun in der gleichen Pfanne die in Scheiben geschnittenen Champignons anbraten, die eingeweichten Steinpilze mit Einweichwasser zugeben mit Salz und Pfeffer würzen.
Eine feuerfeste Form ausbuttern. Einige kalte Pellkartoffeln in feine Scheiben schneiden und im Wechsel mit Pilzen, Bacon-Zwiebelmischung in die Form schichten, auf jede Schicht eine handvoll geriebenen Cheddar streuen. Zum Schluss einen Becher Sahne darüber gießen und mit noch mehr Cheddar bestreuen. Bei 200 Grad um die 30 Minuten (oder auch etwas mehr) backen. Schmeckt gut mit einem kleinen grünen Salat.
Hier noch ein Bild von Mutti's  80. Geburtstag. Im Bild zusammen mit geschenkten Hennen, Schwiegersohn (Hubby) und Ur-Enkelin Lara (auch im Bild Steckenpferd Nena).

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Risotto mit Gurke und Flusskrebsen und Gespenst Hochmoselbrücke

Nach einer eher schnitzel- und pizzalastigen Woche (Hubby hatte nach letzter Zählung viermal Schnitzel) und ich habe die Pizza beim 'richtigen' Italiener genossen. Dazu kamen noch mehrfach Spaghetti Eis .... man kann es sicher vorstellen, und als krönender Abschluss dann Mutti's Party zum 80sten im Forsthaus, wo auch sonst. Jedenfalls fühlen wir uns einigermaßen kugelrund.
Risotto fühlt sich dagegen schön leicht und frisch an. Zuerst eine kleingeschnittene Lauchstange in Olivenöl und etwas Butter anschwitzen, Knofi und Reis zugeben (bei mir war es Camargue Reis - ja es gibt immer noch welchen im Vorratsschrank). Wenn die Zutaten schön angeschwitzt sind, mit Wein ablöschen und nach und nach Fond zugeben. Rühren, rühren, rühren, der Camargue Reis braucht ein bisschen länger. Nach 10 Minuten eine halbe, kleingeschnittene Salatgurke zugeben. Wenn alles gar und schlotzig ist mit etwas Butter abrühren die Fluskrebse zugeben und mit Pfeffer würzen. Bestreut habe ich es mit japanischen Nori Flakes, die riechen und schmecken sowas von nach Meer.....




Hier noch ein paar Bilder aus dem verschlafenen idyllischen Weinort Ürzig. Leider haben die Bürger dort vor vielen Jahren verschlafen sich gegen dieses Projekt richtig zu wehren - ja und jetzt findet die  Hochmoselbrücke halt statt, was für eine Schande!!!! Wenn man wenigstens Norman Foster bemüht hätte, dann könnte man vielleicht auf ein Kunstwerk, so wie hier schauen. So eine einmalige Gelegenheit wurde leider verpasst.
Derweil wachsen die Trauben zu süßen Früchtchen heran, die Winzer haben alle Hände voll zu tun diese rechtzeitig in die Fässer zu bekommen, die Steillagen - fast vertikal - ermöglichen kaum eine rationalisierte Arbeitsweise, das ist Knochenarbeit. Unglaublich, dass der Wein trotzdem noch zu machbaren Preisen abgegeben werden kann. Das geht auch nur in der Direktvermarktung und im Kleinbetrieb.