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Sonntag, 31. August 2008

Kann man Glück messen?


Am Donnerstag las ich auf der BBC Website, dass man durch eine Erhebung festgestellt hat, wo die Menschen im Vereinigten Königreich wohl am glücklichsten sind. Ganz oben auf der Skala kam Powys in Wales heraus.
Ich war vor ein paar Jahren einmal dort und was mir damals auffiel, waren die weiten, leeren Strassen, es gibt keine Drängelei nur ganz viel Landschaft. Hier im Süden Englands leben wir ja in einem Gebiet mit besonders hoher Bevölkerungsdichte - da erscheinen Plätze wie Powys in Wales positiv menschenleer, was man dabei leicht vergisst, ist, dass mit geringerer Bevölkerungsdichte auch eine dünnere Infrastruktur einher geht. Was uns hier selbstverständlich erscheint, Supermärkte, die 24 Stunden offen sind, sind dort eher sparsam oder gar nicht vorhanden. Die Auswahl an Arbeitsplätzen ist in diesen Gebieten naturgemäss auch geringer. Aufgewogen werden diese Nachteile "a slower pace of life", und das ist in unserer hektischen Zeit ein nicht zu unterschätzender Glücks-Faktor.
Den untersten Platz in dieser Liste von 273 Plätzen im Vereinigten Königreich belegte übrigens Edinburgh in Schottland.
Bei mir stellt sich nun die Frage, wie misst man denn eigentlich Glück? Ist es einfach ein Zustand, bei dem man sich nicht unglücklich fühlt? Sicherlich tragen materielle Faktoren, wie ein Dach über dem Kopf, Essen auf dem Tisch und ein sicherer Arbeitsplatz massgebend zum Glücklichsein bei - aber sind es nicht vor allem die zwischen- und mitmenschlichen Bindungen, die unsere Herzen höher schlagen lassen?
Carl Sandberg (ein amerikanischer Lyriker) hat dazu gesagt: "Glück misst man nicht nach der Länge, sondern nach der Tiefe".

Ich schliesse mich dieser Erkenntnis aus vollem Herzen an.

Samstag, 30. August 2008

Wir leben nicht allein - die lieben Nachbarn

Heute möchte ich mal über unsere Nachbarn schreiben, ich will allerdings nicht den Eindruck erwecken, dass es Probleme in unserer Nachbarschaft gibt, das Gegenteil ist der Fall - wir verstehen uns alle gut, treffen uns regelmässig, und sehen die kleinen Marotten der anderen mit einem Zwinkern im Auge.

Da wäre zum Beispiel Joe. Joe wohnt, zusammen mit seiner Frau Mary gegenüber ein einem schönen freistehenden Haus. Er ist um die 60, und war früher einmal Lehrer. Aus dem Schuldienst ist er allerdings schon vor Jahren ausgeschieden. Heutzutage verbringt er seine Zeit, und davon hat er reichlich, damit in der Nachbarschaft mit Mülltransporten auszuhelfen.
Das hat den Vorteil, dass er gewissermassen exklusiv zu sehen bekommt, was andere Leute wegschmeissen wollen. Vieles davon kann er selbstverständlich noch gebrauchen und sammelt es daher in seiner Garage (die hat er schon seit Jahren nicht mehr beteten, da sie so mit Dingen vollgestopft ist, dass er kaum das Tor öffnen kann).
Es war alles viel einfacher, als er noch seine Feuertonne vor dem Haus stehen hatte, da hat er den Müll der Nachbarn einfach in seinen Lieferwagen eingeladen und, wenn Mary das Haus verliess, ein munteres Feuer auf seiner Einfahrt angezündet. Bei gutem Wind, und wenn keiner der Nachbarn gestört hat, konnte er das Feuer so über einige Stunden gut in Gang halten.
Das ging einige Jahre so, und weil Joe so ein netter Kerl ist, haben wir uns nie beschwert, obwohl es uns schon manchmal ziemlich auf den Zeiger ging.
Andere Mitbewohner waren wohl nicht so kulant und so kam bald eine offizielle Mitteilung von der Stadt, dass er das mit der Feuertonne auf der Einfahrt bitte einstellen solle.
Das hat er auch gemacht und alle haben aufgeatmet, aber nun hat er ein neues Hobby entdeckt: Er wässert die Strasse - bis zu 5x am Tag kann das so gehen. Nun könnte man denken, dass das ja Wasserverschwendung ist und einen Haufen Geld kostet. Dem ist aber nicht so, den er hat keine Wasseruhr. Damit ist er nicht allein, denn in England haben ca. 50% aller Haushalte keine Wasseruhr. Das bedeutet nicht, dass diese Haushalte kein Wassergeld bezahlen müssen, sie werden nur pauschal veranlagt. Wir hingegen, auf der anderen Strassenseite haben eine Wasseruhr und werden nach Verbrauch berechnet. Bei Joe wird also munter gewässert, er spritzt sein Haus von aussen und die Friedhofsmauer ab, er spritzt die Bäume, die an sein Grundstück grenzen, ab und manchmal hält er seinen Schlauch auf trocke Blätter und spült sie den Rinnstein runter, so wie wir das als kleine Kinder früher auch gemacht haben. Dabei hat er mächtig Spass, das kann man seinem Gesichtsausdruck entnehmen.....
Während ich dies noch schreibe höre ich auf der Strasse schon das vertraute Prasseln auf den Asphalt. Wir trösten uns damit, dass wir vom Wässern der Strasse wenigstens keine Atemwegserkrankung bekommen werden :o))

Freitag, 29. August 2008

St Ives - Bank Holiday Market

Am Bankholiday Monday besuchten wir St Ives. Nicht das St Ives in Cornwall, sondern "somewhat closer to home" St Ives in Cambridgeshire.
St Ives ist eine alte Marktstadt, die schon im 11. Jahrhundert regen Handel betrieben hat. Der Handel wurde dadurch begünstigt, dass Schiffe direkt von der Nordsee aus durch den Fluss Great Ouse dort am Quay anlegen konnten. Die Waren wurden teils sofort vom den Schiffen und teils an Marktständen verkauft.





















Diese Markttraditon hat sich bis heute erhalten und der Montagsmarkt an den beiden Bankholdiday Mondays (im Mai und im August) zieht über 400 Aussteller an.


Die Stadt ist sehr idyllisch am Fluss gelegen, es gibt viele schöne Ausblicke und die mittelalterliche Brücke mit Einsiedlerkapelle verdient besondere Beachtung. Die Bootstouristen finden eine Riesenauswahl an Pubs und Restaurants, sowie schöne Geschäfte zum Stöbern.








Hier noch das bekannte Rätsel von St Ives


As I was going to St Ives
I met a man with seven wives.
Each wife had seven sacks,
Each sack had seven cats,
Each cat had seven kits;
Kits, cats, sacks and wives -
How many were going to St Ives?








(Auflösung: nur der Erzähler ging nach St Ives)

Donnerstag, 28. August 2008

Lachs in cremiger Zitronensauce - Mörrumsgryta

Dies ist ein schwedisches Rezept, das ich auf "Annes Food" blog gefunden habe, allerdings leicht abgewandelt. Das Bild ist leider nicht so gut, aber ich hatte nur eins gemacht - Sorry.

Zutaten für 2 Personen:
300g Lachsfilet in Würfel geschnitten
1 kleine Zwiebel in dünne Scheiben geschnitten
2 Möhren, gerieben
Schale und 1 EL Saft einer Zitrone
Dill
Prise Curry Pulver
200ml Brühe
100ml Sahne (ich habe Double Cream benutzt)
1 EL Maizena + 2 EL Wasser zum Anbinden
Olivenöl + TL Butter
Salz und Pfeffer nach Geschmack

Olivenöl mit Butter schmelzen, Zwiebel, Möhren und Zitronenschale ca. 5 Min glasig dünsten, Brühe, Zitronensaft und Sahne zugeben. Mit Curry, Dill, Salz und Peffer abschmecken, anbinden und ca. 5 Min sanft köcheln lassen. Den Lachs zufügen und bei geschlossenem Deckel weitere 5 Min in der Sauce pochieren. Fertig ! Wir haben dazu Reis und Erbsen gegessen.

Mittwoch, 27. August 2008

Weisse Pferde


Hier kann man das Westbury White Horse in Wiltshire sehen. Dieses weisse Pferd ist mit mindestens 300 Jahren eines der ältesten weissen Pferde in Wiltshire. Es befindet sich auf einem Berg unterhalb einer eisenzeitlichen Befestigungsanlage.
Über die Fazination der Briten für weisse Pferde hatte ich ja schon an anderer Stelle berichtet, hier erreicht sie ein schier gigantisches Ausmass.
Es gibt in Wiltshire noch weitere 10 weisse Pferde, die von früheren Generationen in die kalkhaltigen Bergseiten gekratzt wurden. Auch in anderen Grafschaften findet man in den Kalk gekratzte Pferde und auch andere Figuren.
Diese weissen Pferde wurden über Jahrhunderte von der einheimischen Bevölkerung liebevoll restauriert, zuletzt wurden sie, wegen der Unterhaltskosten, mit Beton verkleidet und weiss angestrichen.
Da sie allesamt in landschaftlich gefälliger Umgebung liegen, stellen sie immer wieder ein interessantes touristisches Ziel dar.

Dienstag, 26. August 2008

Gartenimpressionen

Hier ein paar Blüten, die die andauernden Regenfälle in unserem Garten überlebt haben.





Das Gärtnern gestaltet sich in diesem Jahr wirklich sehr schwierig. Die Kübelbepflanzungen musste ich leider schon weitgehend entsorgen, da sie durch zuviel Regen einfach nur noch braun waren und es keine Blüten mehr gab.



Montag, 25. August 2008

Blumenkohl Risotto - nach Jamie Oliver



Dieses Rezept ist lose an das von Jamie Oliver in seinem Buch "Jamie's Italy" veröffentlichte Risotto ai Cavolfoiori angelehnt.
Ich bin ja immer auf der Suche nach neuen Rezepten für bekannte Zutaten. Neulich kaufte ich einen wunderschönen Blumenkohl, ohne so recht zu wissen, was ich damit kochen wollte. Da kam mir Jamie's Italy ganz gelegen.
Zutaten für 2 Personen:
1 kleiner Blumenkohl, in kleine Röschen geschnitten
1 Lauch, in feine Streifen geschnitten
1 Knoblauchzehe, gepresst
100ml Weisswein
Olivenöl
160g Risottoreis
Hühnerbrühe - nach Bedarf
Pfeffer
Parmesan zum Bestreuen
8 Scheiben Salami
Die Salami auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im Backofen bei 220 Grad ca. 10-15 Min braten. Das Fett läuft aus der Salami raus und die Scheiben werden knusprig und können dann in kleine Stücke gebrochen werden. Damit wird das Risotto später bestreut. (Jamie bestreut sein Risotto mit Semmelbröseln, die mit Sardellen und Chillies geröstet wurden).
Blumenkohl in separatem Topf mit etwas Wasser aufsetzen und gar kochen, abgiessen und mit einer Gabel leicht zerdrücken.
In einer schweren Kasserole den Lauch und Knoblauch zusammen mit dem Reis anschwitzen. Mit Weisswein angiessen und dann nach und nach die Brühe zufügen, rühren nicht vergessen. Diese solange wiederholen bis der Risottoreis gar ist und das Ganze die gewünschte cremige Konsistenz hat, das dauert je nach verwendetem Reis, ca. 15 Minuten. Nun den Blumenkohl unterrühren, mit Salamistücken, Pfeffer und geriebenem Parmesan bestreuen und servieren.
Mal eine ganz andere Risotto Variante - und eine neue Idee für Blumenkohl. Uns hat es gut geschmeckt!

Sonntag, 24. August 2008

Bei uns im Brauhaus - Homebrewing

Zuhause Bier brauen, oder "Homebrewing", ist sehr populär in England - es mag an den hohen Preisen für alkoholische Getränke liegen - oder an der "Do It Yourself Mentalität"? Es gibt spezielle Geschäfte, in denen man alles für das Heimgebräu erstehen kann.
Hubby hatte das in seiner Jugend bereits versucht und wollte nun an die ansehnlichen Erfolge von damals anknüpfen.

Zuerst einmal war eine grössere Investition erforderlich, ein 25-Liter-Kanister, Syphon, Hefe, Bieransatz, Steril-Tabletten, Flaschenreiniger, Brauzucker, CO2 Patrone etc wurden gekauft.










Dann wurde die Mischung den Anweisungen auf der Packung entsprechend angesetzt und wenn alles glattgeht, können wir in 4-5 Wochen ein kühles Pils aus der eigenen Braustube geniessen.

Ich werde jedenfalls an dieser Stelle weiter berichten!

Samstag, 23. August 2008

Upton House - Country Home der Shell Dynastie

















Upton House ist das vielleicht weniger bekannte Country Home der Shell (Oil) Dynastie. Es ist seit 1948 in der Hand des National Trust, http://www.nationaltrust.org.uk/

















Im Haus gibt es eine der feinsten Kunst- und Porzellansammlungen des National Trust. In den Ausstellungsräumen kann man auch Werbeplakate für Shell aus den 20er und 30er Jahren bewundern.
Vom Haus aus erstreckt sich eine grosse Rasenfläche, die nichts von dem wunderbaren, in Terrassen angelegten Garten, der sich darunter befindet, preisgibt.















Die Terrassen sind farblich und thematisch geordnet und selbst nach den Regenfällen dieses Sommers gibt es immer noch reichlich Blüten zu bewundern.

Was mich überrascht hat, war der grosse Gemüsegarten auf der unteren Terrasse, direkt am Ufer des Teiches, welcher in früheren Zeiten auch zur Versorgung mit Frischfisch gedacht war. Es gab von allem reichlich, und teilweise werden die Produkte des Gartens im anliegenden Shop verkauft.









Freitag, 22. August 2008

Ride a Cock Horse to Banbury Cross






"Ride a cock horse to Banbury Cross, to see a fine lady upon a white horse, with rings on her fingers and bells on her toes, She shall have music where-ever she goes"

Der Ursprung dieses Reimes, der im ganzen englischen Sprachraum weit verbreitet ist, liegt wie immer im Dunkel der Vergangenheit. Er scheint aber auf eine keltische Göttin, welche auf einem weissen Pferd ritt, zurückzugehen. Diese Göttin taucht in Irland, Schottland und auch im Gebiet der Angelsachsen unter verschiedenen Namen auf.
Die keltischen Könige wurden durch diese Göttin der Fruchtbarkeit und Vielfalt, auf ihrem Thron bestätigt. Sie scheint an Wegkreuzungen verehrt worden zu sein.
Die Legende geht, dass man sie sehen kann, wenn man kurz vor Sonnenaufgang auf einer Kreuzung in allen vier Richtungen ein Feuer entfacht, dann auf einem Besen dreimal diese Kreuzung umrundet und wartet bis im Morgengrauen eine dunkle Frau auf einem weissen Pferd (Mare) erscheinen wird - daher auch das Wort "Nightmare", was soviel wie Albtraum bedeutet.

Das genannte "Cock Horse" aus dem Kinderreim kommt von der alten Postkutschenstation "Cock Hotel" die sich in unserer kleinen Stadt befindet. So war es nur natürlich, sich endlich einmal Banbury, das Ziel der im Reim angesprochenen Reise, anzuschauen. Banbury ist eine kleine Marktstadt in Oxfordshire.
Es gibt viele nette Geschäfte, den Grand Union Kanal mit einer Kanalbootwerft wo man stundenlang den Kanalbooten beim passieren der Schleusen zuschauen kann. Im Haushaltswarengeschäft "Abraxas" - http://www.abraxascookshop.com/ findet man garantiert immer etwas zu kaufen. Diese beiden Pieformen mussten dann auch unbedingt mit uns kommen.....
















Hier noch das Banbury Cross, was an der beschriebenen Wegkreuzung zu finden ist. Das Kreuz ersetzt ein älteres Kreuz und wurde 1859 anlässlich der Hochzeit von Queen Victorias ältester Tochter mit Friedrich Wilhelm von Preussen errichtet.

Donnerstag, 21. August 2008

Team GB - Im Medaillienhoch - 17 x gab es bisher Gold















Die Olympischen Spiele in Peking sind in vollem Gange und wir verfolgen im TV einige Events. Es ist aber auch zum Freuen, das Team GB hat mit derzeit 17 Goldmedallien so viele geholt, wie noch nie zuvor bei Olympischen Spielen. Congratulations !!!!














Darauf trinken wir gerne einen Chinesischen Tee und heute Abend kocht mein Mann, aus gegebenem Anlass, Chicken Chow Mein.
Hier noch das Rezept für Ken's Chow Mein
2 Nester chinesische Eiernudeln
1 EL Chinesischen Wein
1 EL leichte Sojasauce
1 EL Zucker
darin 2 in Stücke geschnittene Hähnchenbrüste ca. 1 Std marinieren.
1 EL geriebener Ingwer
1 Lauch in Scheiben geschnitten
1 rote Paprika in Stücke geschnitten
1 Tasse Erbsen
1 Tasse Bambussprossen
2 Möhren, in feine Streifen geschnitten
1 EL Kartoffelmehl + 1 EL Wasser
140ml Hühnerbrühe
3 EL Oel
Die Nudeln mit kochendem Wasser übergiessen und 8 Min einweichen lassen. Mit kaltem Wasser abspülen und in ein Sieb giessen.
Das Oel im Wok erhitzen und das Gemüse (nicht die Erbsen) mit dem Ingwer für drei Minuten pfannenrühren. Das Gemüse aus dem Wok nehmen und das Fleisch auf hoher Temperatur 4 Minuten pfannenrühren. Das Gemüse, die Hühnerbrühe und die Erbsen zum Fleisch in den Wok geben. Weitere 2 Minuten pfannenrühren, dann mit Kartoffelmehl + Wasser andicken und ggfs mit Salz und Peffer abschmecken. Ein leichtes Gericht, enjoy your meal!

Mittwoch, 20. August 2008

Mystische Plätze - Stonehenge


Als ich vor vielen Jahren das erste Mal in Stonehenge war, an einem grauen Dezembermorgen, war ich schon sehr beeindruckt.
Zu diesem Zeitpunkt war die Anlage noch nicht abgesperrt und man konnte ungehindert zwischen den grossen Steinen herumlaufen. Es gab auch keine Schar von Touristen, Souvenir-Shops, Imbiss-Outlet oder gar einen grossen Parkplatz.
An jenem Dezembermorgen waren wir in der Tat ganz alleine dort - unvergesslich.
Stonehenge ist immer noch ein magischer Ort (vielleicht weniger zur Urlaubszeit im Sommer). Die Frage wann und zu welchem Zweck und von welcher Kultur diese Steine aufgestellt wurden, hat seit vielen Jahren Anlass zu Spekulationen und verschiedenen Theorien gegeben und beschäftigt immer wieder die Gemüter.
Ich muss sagen, ich brauche nicht unbedingt immer für alles eine Erklärung, mir reicht es zu Staunen und die Schwingungen dieses mystischen Platzes zu spüren.



Dienstag, 19. August 2008

Fenchel Kekse - mmmmh



Ein kleines Rezept, das ich am Wochenende versucht habe, sie waren schneller aufgegessen, als man gucken konnte.
Fenchel Kekse:

1/2 TL Fenchelsamen, im Mörser fein zerstossen
200g Mehl (00)
2 Eier
25g Butter
100g Zucker
1,5 TL Backpulver

Zutaten zu einem Mürbeteig verkneten und eine Std. im Kühlschrank ruhen lassen. Auf einer bemehlten Unterlage ca. 4 mm dick ausrollen und runde Formen ausstechen, ggfs mit Zucker bestreuen, auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech bei 180 Grad (Umluft 170 Grad) ca. 10-15 Minuten backen lassen. Mmmmmhhh, die waren lecker!


Montag, 18. August 2008

Grillen am Samstag



Jetzt schaut Euch diese Babies an, das sind Pink Fir Apple Potatoes, die ich Samstag Morgen auf dem Farmers Market in Buckingham gekauft habe. Dazu wird Fleisch vom besten Metzger der Umgebung gegrillt - es gibt Lammfilet und Schweinefilet.


Für die Marinaden habe ich die Barbecue Bible von Ainsley Harriott herangezogen. Ainsley Harriott ist hierzulande vor allem für die Show "Ready Steady Cook", die er schon seit Jahren moderiert, bekannt.











Hier kommen die Rezepte:





Chinesische Marinade für das Schweinefilet:


2,5 cm Stück frischen Ingwer, gerieben
4 EL dunkle Soja Sauce
1 EL trockenen Sherry
2 Knoblauchzehen, gerieben
2 EL Honig
1 TL Fünf-Spice-Gewürz



Alles gut durchmischen, das Filet in 2 cm breite Stücke schneiden und für einige Stunden marinieren lassen.







Mari-Masala Marinade für das Lammfilet:


1 EL Garam Masala oder Curry Pulver
1/2 TL Salz
1 TL Harissa Paste
2 Knoblauchzehen, gerieben
1 TL Zitronensaft
100g griechischen Joghurt

Alles gut durchmischen, das Filet in Stücke schneiden und für einige Stunden marinieren lassen.





Sonntag, 17. August 2008

Kaffee + schweizer Schokolade




Endlich eine Woche Urlaub. Da wir nicht in südliche Gefilde abdüsen (dort waren wir bereits im Mai), hoffen wir auf gutes Wetter.

Nachdem wir (und ganz besonders Hubby) die letzten Wochenenden damit zugebracht haben, unser Treppenhaus und den Flur zu renovieren und der Job nun fast fertig ist (die Woche wird noch der Teppichboden verlegt), haben wir uns dringend eine Pause verdient.

Samstag, 16. August 2008

Mystische Plätze - Avalon


Jetzt muss ich mal was schreiben, was man sich vielleicht in Deutschland nicht so wirklich vorstellen kann. Hier auf der Insel ist der Paganism (der Glaube an die alten Religionen) noch sehr verbreitet. Zuerst einmal sind hier alle Religionen darauf angewiesen, dass Leute in ihre Kirchen, bzw Versammlungsorte kommen, sonst gibt es nicht, wie in Deutschland automatisch, Geld. Das macht die Sache viel einfacher und in meinen Augen auch gerechter. Die Kirchen leben nicht einfach davon, dass das Geld vom Staat einfach eingesammelt wird, nein, sie müssen schon kräftig die Werbetrommel rühren, bzw. was bieten für den Beitrag. Alle Religionen, auch der Paganism, sind im vereinigten Königreich gleichgestellt.

Ein Hauptzentrum der alten Religionen ist Avalon - die Apfelinsel.
Avalon ist dieser mystische Ort irgendwo, vom Wasser umschlossen, auf den der tote König Artus von Morgaine - le Faye - mit einer Barke gerudert wurde und dann in der dortigen Abtei ins Grab gelegt wurde. Keiner weiss, wo dieser Ort ist, so meint man weithin - der Engländer sieht das natürlich ganz anders, denn es ist klar, dass sich dieser Ort in Glastonbury- Somerset befindet.
Glastonbury ist weit über die UK-Grenzen bekannt für das alljährliche, meist im Schlamm, stattfindende Pop-Konzert, aber dass es ist auch der magische Ort Avalon - die Apfelinsel - ist, ist nicht jedermann bekannt.
In den Ruinen der Glastonbury Abbey kann man neben einem Dornbusch, den Jesus dort gepflanzt hat, als er mit seinem Onkel Joseph von Armitrea in seiner Kindheit dort war, auch ganz klar, und ohne jeglichen Zweifel, das Grab des Königs Artus besichtigen.
Es sieht nicht wirklich glamourös aus, aber es ist doch unschwer als das Grab von Artus und seiner holden Queen, Guinevere zu erkennen. Die Abteil liegt heute in Ruinen und ist sehr meditativer Ort.
Es mag verwundern, dass Avalon heute offenbar keine Insel ist - die Erklärung dafür einfach, die Mönche der Glastonbury Abbey haben das Gebiet um den Berg - gennant Tor - trockengelegt, um es landwirtschaflich nutzen zu können. Wenn man den Berg ersteigt, und den Blick weit ins umherliegende Land schweifen lässt, fällt es einem nicht mehr schwer, die Insellage von Glastonbury zu erkennen.

Tief im Berg soll dann auch der heilige Gral vergraben sein.
Glaubt man der Legende, so werden einem gar wundersame Dinge geschehen, wenn man den Berg auf den serpentinenartigen Wegen, dem heiligen Labyrinth bei Sonnenaufgang zur Mitsommerwende ersteigt.
Persönlich war ich sehr beeindruckt von Glastonbury und der dort angesiedelten gemischeten Schar von Wahrsagern, Wunderheilern und Non-Konformisten jeglicher Art.

Äpfel gibt es in der Umgebung immer noch reichlich. Wir besuchten eine Cider -Farm und probierten die verschiedenen Cider-Sorten und kauften einen 5L-Kanister mit Scrumpy Cider - yummy!!!!
Leider hatte ich zu diesem Zeitpunkt die Kamera nicht mehr dabei - Cheers!

Freitag, 15. August 2008

Es war einmal - in Mexico


Neulich war es soweit, wir wollten nur "Comfort Food". Etwas, was schnell geht, und die Seele wärmt.....
Im Vorratsschrank befanden sich noch Taco Shells, und ein Gläschen Fajita Mix. Hackfleisch aus der TK genommen, mit Paprika, Chillies, Zwiebel und dem Fajita Mix angebraten, Tacos zum Vorwärmen in den Ofen. Die Tacos mit dem Hackfleischmix füllen und eine Salsa aus geschnittenen Tomaten und ein bisschen Salat darufgeben, Käse und Sour Cream drüberstreuen - fertig !
Dazu gab es gekochte Maiskolben mit Salzbutter - herrlich und natürlich ein kühles Bier - Prost!





Donnerstag, 14. August 2008

Mein Garten blüht



Ich habe ja versprochen, dass ich in diesem Blog auch über meine Passion für Gärten und meinen Garten im Besonderen erzählen will.
Nächste Woche haben wir ein paar Tage frei und haben geplant ein oder zwei Gärten in der Umgebung zu besuchen, also dranbleiben, ich werde berichten.
Leider ist mein eigener Garten bisher ziemlich zu kurz gekommen - es lag am Wetter - und vielleicht an den Schnecken.....
Dieser Sommer scheint wie der vergangene auch, ziemlich ins Wasser gefallen zu sein. Die Blüten öffnen sich und dann regnet es drauf und sie verfärben sich braun.

Unser Garten ist, was man wohl einen Stadtgarten nennen würde. Er ist nicht gross, aber ich habe versucht eine Vielzahl von Pflanzen unterzubringen.


Es gibt mehrere Stitzgelegenheiten, zwei Wasserstellen, eine Vielzahl von Rosen, einen Weinstock, Bambus, Lavendel, Dahlien, Geranien und vieles mehr.


Mittwoch, 13. August 2008

Kleine Brötchen backen

















Ich habe immer ein bisschen Bammel davor Brot oder gar Brötchen zu backen, stelle mir immer vor, dass es wohl ein Riesenaufwand ist und man hinterher die Küche renovieren muss..... Am vergangenen Wochenende dachte ich, ich muss meine diesbezüglichen Ängste mal überwinden und einen Versuch starten. Nach eingehender Prüfung der zur Verfügung stehenden Kochbücher, entschied ich mich für das Brotrezept aus Gennaro Contaldos "Passione". Ich hatte Gennaro vor ein paar Jahren zusammen mit Jamie Oliver live in Brimingham auf der Good Food Show gesehen - und das hat mir den Eindruck des Vertrauens vermittelt.


Hier das Rezept:

800g italienisches Mehl (00) oder weisses Brotmehl
200g Semolina
20g Salz
25g frische Hefe
700g lauwarmes Wasser
Semolina zum Bestreuen

In einer grossen Schüssel Mehl mit Semolina und Salz mischen. Hefe im lauwarmen Wasser auflösen (ich habe übrigens Trockenhefe genommen) und mit den Zutaten in der Schüssel mischen, bis man einen weichen, elastischen Teig hat. Ich musste noch mehr Mehl zugeben, bis sich der Teig bearbeiten lassen wollte. Eine halbe Std gehen lassen, bis der Teig sein Volumen verdoppelt hat. Nach der Gehzeit den Teig entweder in zwei Brote oder eben in Brötchen formen.
Den Ofen auf 240 Grad vorheizen und die Brote bzw. Brötchen auf ein vorbereitetes Blech legen, ggfs mit Semolina bestreuen und nochmals ca. 30 Min gehen lassen. Danach im Ofen ca. 25 backen (wenn sie hohl klingen, sind sie gut). Ich habe noch eine Schüssel mit Wasser auf den Boden des Ofens gestellt.

Vorher hatte ich noch eine Kugel Teig abgenommen und schnell zum Mittag ein Blech Pizza gemacht.

Die Pizza wurde wie folgt belegt:

1 grüne Paprika, in dünne Scheiben geschnitten
1 rote Chillischote, in dünne Scheiben geschnitten
Passierte Tomaten mit einer geriebenen Knofi-Zehe vermischt
1 Dose Tunfisch
Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
eine Handvoll Oliven, halbiert
Geriebenen Käse
Oregano



Dienstag, 12. August 2008

Cromer - Charmante Küstenstadt in Norfolk



Einer meiner liebsten Küstenorte ist Cromer in Norfolk. Dieses kleine Charmante Städtchen liegt hoch auf einer Klippe und bietet wunderbare Ausblicke auf den darunterliegenden Strand. Cromer ist weithin bekannt für die Krabbenfischerei (Cromer Crab). Diese werden gelandet und dann gar köstlich als "Dressed Crab" prepariert. Tagesfrisch direkt dort gegessen, es gibt nichts besseres.


Bei einem Besuch von Cromer sollte man unbedingt einen Besuch des Fish 'n Chips Shops "Mary Janes" einplanen, die Einrichtung dort ist original im Stil der 60ger Jahre, die Qualität der angebotenen Fischsorten ist im ganzen Königreich bekannt - und bitte nicht die Mushy Peas vergessen!

Montag, 11. August 2008

Samstag Abend - und wir haben Besuch















Samstag Abend hatten wir Besuch und es gab folgendes Menu:
Melone mit Parmaschinken (siehe Foto oben)
Hähnchen Fricassée mit cremiger Birnensauce und grünem Pfeffer















Blueberry Cheesecake










Für den Boden:
75 g Butter
120 g Zwieback - in der Küchenmaschine zu Bröseln geblitzt
2 EL Zimt+Zuckermischung
Die Butter zerlassen und die Zwieback und Zimt+Zuckermischung unterrühren. In eine 22cm Springform drücken und bei 180 Grad ca. 10 Minuten vorbacken.
Füllung:
2 Pk Philadelphia oder anderen Frischkäse
350g griechischen Joghurt
1 Pk Vanillezucker
4 Eier
100g frische Blaubeeren
Den Frischkäse mit dem Joghurt glatt rühren, die Eier und Vanillezucker untermengen. Auf den vorgebackenen Boden geben und die Blaubeeren locker darüberstreuen. Den Backofen auf 150 Grad schalten und den Kuchen ca. 1 Std 10 Min (Garprobe machen) backen.
Abkühlen lassen, enjoy !
Tip: Noch besser schmeckt der Blueberry Cheesecake, wenn er über Nacht im Kühlschrank steht.