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Dienstag, 30. September 2008

Corned Beef Hash

Immer wieder gerne genommen wird bei uns Corned Beef Hash. Die Cousins in USA essen so etwas ja gerne zum Frühstück, das wäre uns zu mächtig, als Abendessen ist es aber gut. Für Corned Beef Hash gibt es die verschiedensten Rezepte, manchmal kommen auch noch Karotten und Sauce dazu....

Für zwei Personen:
ca. 6 Kartoffeln, in Würfel geschnitten
1 mittelgrosse Zwiebel, gewürfelt
1 Dose Corned Beef (ich habe die salzreduzierte Version genommen), in Würfel geschnitten
1 Dose Baked Beans
Olivenöl
2 Eier
Tabasco, optional
Zwiebeln in etwas Oel glasig dünsten, Kartoffelwürfel zufügen und auf relativ hoher Flamme leicht anbräunen. Das Corned Beef zufügen und unter rühren anbraten. Unterdessen in einer separaten Pfanne die Spiegeleier braten. Eine Dose Baked Beans zum Hash fügen und alles gut durchwärmen, auf zwei Teller verteilen und ggfs mit Tabasco besprenkeln, dann das Spiegelei aufsetzen. Guten Appetit!

Montag, 29. September 2008

Wagamama Kochbuch

Wenn ich so mein Kochbuchregal anschaue, stelle ich fest, dass ich Kochbücher zwar mit Leidenschaft lese, mich aber beim Kochen nicht so oft auf sie verlasse. Das soll sich nun ändern, ich habe beschlossen, mehr Rezepte aus den vorhandenen Kochbüchern auszuprobieren. Also nahm ich mir das Wagamama Kochbuch vor. Wagamama ist eine japanisch angehauchte Nudelbar-Kette, die sich hierzulande allergrösster Beliebtheit erfreut.
Nachdem ich den Kühlschrank kurz gescannt hatte, konnte ich folgendes Rezept zusammenstellen:

Smoked Salmon Salad (Salat mit Räucherlachs) - für 2 Personen
300ml grüner Tee
150g chinesische Eiernudeln
2 Scheiben (ca. 75g) Räucherlachs, in Streifen geschnitten
1/2 rote Paprika in feine Streifen geschnitten (ich hatte nur eine gelbe)
1 kleine rote Zwiebel, in feine Streifen geschnitten (habe ich weggelassen - wg Hubby)
6 Frühlingszwiebeln, in feine Scheiben geschnitten
1 rote Chillischote, entkernt und in feine Scheiben geschnitten
1 gute Hand voll Bohnenkeimlinge (die gab es im Supermarkt gerade nicht, ich habe Zuckerschoten genommen)
50g getrocknete Aprikosen, in feine Streifen geschnitten
2 EL leichte Soyasauce
2 EL Pflanzenöl
2 TL ChillisauceKoriander zur Garnitur (igitt - habe ich weggelassen - entweder man mag ihn, oder eben nicht!)


Die Nudeln im Tee zum Kochen bringen, Hitze abschalten und ca. 5 Min zugedeckt ziehen lassen - dann abgiessen und erkalten lassen. Alle o.g. Zutaten gut vermischen - voila - fertig ist ein exzellenter schneller Salat!

Sonntag, 28. September 2008

Waddesdon Manor - Happy Birthday Doris

Zum 85. Geburtstag hatte ich meine Schwiegermutter mit Schwägerin (beide im Foto zu sehen) zu einem Champagne Tea in Waddesdon Manor eingeladen. Waddesdon Manor ist das Ende des 19. Jh erbaute Landhaus Ferdinand de Rothschild. Es wurde von Gabriel-Hippolyte Destailleur, einem französischen Architekten, angelehnt an den Stil des Loire Chateaus Chambord, erbaut und liegt landschaftlich sehr schön gelegen im Aylesbury Vale. Seit 1957 wird es vom National Trust zusammen mit der Rothschild-Familie verwaltet.
Das Wetter war einfach wunderbar, die Gärten in diesem Spätsommer in voller Blüte mit lavendelfarbigem Salbei und roten Begonien, die Luft frisch und klar, wir haben diesen Ausflug sehr genossen.
Ein 85. Geburtstag ist ein guter Anlass um der eleganten britischen Sitte des Afternoon Teas zu frönen. Diesen haben wir stilgerecht in der original Küche des Anwesens eingenommen.

Es gab 4erlei Sandwiches, Salat und Kartoffelchips, Scones mit Clotted Cream und Erdbeermarmelade. Als Nachtisch verschiedene Kuchen, das Ganze begleitet von Champagner und gutem englischen Tee. Ein Gedicht !!

Samstag, 27. September 2008

Spaghetti al Salmone mit Bottarga

Das gab es bei uns am Dienstag Abend. Spaghetti mit Lachssahnesauce und Tomatenschnitzeln. Bestreut habe ich das ganze mit Bottarga, den hatte ich mir beim letzten Italienurlaub geleistet. Bottarga ist pulverisierter, getrockneter Fischrogen.
Man streut ihn über Fisch und Muschelgerichte. Geschmacklich gibt er dem Gericht eine pikante, fischig-salzige Note. Nicht schlecht - finde ich, Hubby konnte allerdings nicht überzeugt werden ;o)

Freitag, 26. September 2008

Quesadillas

Ein toller Snack für zwischendurch, oder zum Abend mit Freunden sind Quesadillas. Sie können mit den verschiedensten Zutaten gefüllt werden - da bleiben der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Ich nehme die folgenden Zutaten:
2 Tortilla Fladen
3 Frühlingszwiebeln, in feine Streifen geschnitten
eine Handvoll Chorizo, in feine Scheiben geschnitten
1 Chillischote, fein geschnitten- entweder frisch oder auch eingelegt aus dem Glas
ein paar Oliven, auch in feine Scheiben geschnitten
eine Handvoll geriebenen Käse
Den ersten Tortillafladen langsam in einer Teflon-beschichteten Pfanne erwärmen, alle Zutaten darauf verteilen und den zweiten Fladen auflegen und andrücken. Der Käse schmilzt und die beiden Fladen kleben zusammen, umdrehen und noch ein paar Minuten von der anderen Seite erhitzen. Aus der Pfanne nehmen, leicht abkühlen lassen und in Dreiecke schneiden. Lecker!

Donnerstag, 25. September 2008

Pesto

Heute habe ich nach langer Zeit mal wieder Pesto gemacht. Ich finde Pesto eine wahrhaft geniale Erfindung der Italiener!
Sicherlich haben die meisten Leute ihr eigenes Pestorezept und ich muss zugeben, dass meine jedes Mal ein wenig anders ausfällt, es kommt halt darauf an, was man gerade zur Hand hat. Ich wiege die Zutaten auch nie ab, schütte einfach alles peel mal Daumen in den Blender.
Diesmal habe ich noch den frischen Spinat aus meinem Vorgarten dazu getan, das Resultat schmeckt hervorragend.
Folgendes ist drin:
Sonnenblumenkerne
Olivenöl
3 dicke Knoblauchzehen
3 Hände voll Spinat
1 Topf Basilikum
Salz, Peffer
Chillisauce
Parmesan Käse
Das ergab zwei Schüsselchen voll, eine davon wurde für später eingefroren.

Mittwoch, 24. September 2008

Altweibersommer


Nach einer Woche spätsommerlichen Wetters hat uns nun doch der Herbst eingefangen.


Die Blätter fallen vielerorts schon in grosser Zahl und die Kastanien scheinen auch fast fertig zu sein. Ich habe verschiedene Blumenzwiebeln gekauft, aber diese noch nicht in die Erde gebracht. Im Garten blühen immer noch viele Rosen.
Dies ist die Zeit der Spinnen, sie weben ihre Netze überall und warten geduldig auf ihre Beute. Der morgentliche Tau verfängt sich in den Netzen und verleiht ihnen ein schwebendes, elfenhaftes Aussehen. Bitte entschuldigt die schlechte Qualität des Fotos, mit den Aufnahmen im Dunkeln stosse ich wohl an die Grenzen meiner Kamera.
Bei uns beginnt nun auch die Zeit der Geburtstage und Feste, angefangen mit meiner Schwiegermutter, die diesen Freitag 85 wird, dann kommt meine Mama, die wird allerdings erst 74 und dann kommen drei Söhne (27, 24, 22) und Hubby (56) und noch meine Lieblingscousine (49)..... uff. So bin ich derzeit im Geschenke-Kauf-Stress.
In diesem Jahr gibt es zusätzlich noch die Goldhochzeit meiner Eltern, 50 Jahre durch dick und dünn, na wenn das kein Grund zum Feiern ist!
Ich freue mich auf die Zeit der Feste, das Lachen, die Freude, die guten Gespräche und natürlich das gute Essen, was bei diesen Gelegenheiten selbstverständlich auf den Tisch kommt.


Dienstag, 23. September 2008

Comfort Food - Brokkoliauflauf


Ein immer wieder gerne gegessenes Gericht in unserem Haus ist Brokkoliauflauf (oder wie wir es nennen Broccoli Gratin).
Dazu braucht man für zwei Personen:
1 grosse Brokkoli Rose
ca. 4 Kartoffeln
4 kleine Bratwürste (oder zwei grosse)
Für die Sauce:
300ml Milch
Kartoffelmehl zum Anbinden (Saucenbinder gibt es leider hierzulande nicht)
1 TL Senf
Anchovispaste (optional)
3 Scheibletten
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Saft einer halben Zitrone

Zum Gratinieren:
100g geriebenen Cheddar - oder anderen Käse - was gerade zur Hand ist

Backofen auf 200 Grad vorheizen, Bratwürste aus der Haut drücken und in Stücke schneiden/brechen, diese in eine feuerfeste Form geben und im Backofen ca. 20 Min braten, herausnehmen und ggfs das ausgetretene Fett mit Küchentuch aufsaugen - entsorgen.
Brokkoli putzen, Kartoffeln schälen und beides in mundgerechte Stücke schneiden. Beide Zutaten in reichlich Wasser ca. 6 Min abkochen, in ein Sieb giessen.
Sauce aus den genannten Zutaten zubereiten, der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt, wenn es schnell gehen muss, kommt auch schon mal eine weisse Tütensauce zum Einsatz.
Brokkoli, Kartoffeln und Bratwurststücke mischen, mit Sauce übergiessen und mit Cheddar bestreuen. Ca. 30 Min im Oven bei 180 - 200 Grad backen.

Montag, 22. September 2008

Endlich wieder - BBC One Strictly Come Dancing


Samstag Abend war es endlich wieder soweit, die lang erwartete sechste Staffel der BBC Show "Strictly Come Dancing" fing an. Über die nächsten 14 Wochen (das bringt uns genau in die Weihnachtstage) werden wir an jedem Samstag Abend nun mit Ballroom + Latin Dancing verwöhnt. Zur besten Sendezeit, im Vorabendprogramm wird die gesamte Nation, generationenübergreifend vor den Fernseher gebracht.
Es gibt 18 Paare, bei denen jeweils ein Teil "prominent" ist. Vom Chefkoch über politischen Komentator, Soap Star und Frühstücks TV Moderator ist alles dabei. Ein paar sympathische Moderatoren, beachtenswert ist, dass Bruce Forsyth bereits 80 Jahre alt ist, "glitzy costumes" , gute Musik, eine kontroverse Jury und fertig ist der Stoff aus dem gute Unterhaltung gemacht ist. Wir freuen uns auf die Show.


Sonntag, 21. September 2008

Schon wieder Brot



Das Wetter hält sich momentan, wir haben sonnige Tage, um die 20 Grad und kalte Nächte, um die 7 Grad. Da dachten wir, wir sollten heute Abend unbedingt noch einmal grillen.
Es gibt Lammsteaks, Maiskolben und Salat.
Das Brot haben wir beim Einkauf heute Morgen leider vergessen, daher habe ich flugs eines gebacken.
Das Rezept ist an das Basic Bread Recipe aus dem ersten Naked Chef Buch von Jamie Oliver angelehnt.
Zutaten:
350g Vollkornmehl (die groben Teile rausgesiebt-sonst will Hubby es nämlich nicht)
150g Semolina
ca 310 ml. lauwarmes Wasser
1,5 Pk Trockenhefe
15g Salz
15g Honig
1 EL Italienische Kräuter (meine Abwandlung)
Alle Zutaten zu einem Teig vermischen und mindestens 30 Min zugedeckt gehen lassen. Gut durchkneten und einen (oder mehrere) Brotlaib formen, auf ein Blech legen und zugedeckt nochmals mindestens 30 Minuten, besser mehr, gehen lassen. Im vorgeheizten Ofen bei ca. 200 Grad 25-30 Minuten backen, wenn es hohl klingt ist es gut.
Wir haben es in Scheiben geschnitten und auf dem Grill kurz angetoasted und mit selbstgemachter Knofi-Butter bestrichen - himmlisch!!!


Samstag, 20. September 2008

Freitag - Risotto Night


So, nach einem kleinen geschäftlichen Ausflug in den Schwarzwald bin ich wieder am Ball. "Don't talk to me about low cost airlines" - grrrrrr - es werden immer mehr Leute in Flugzeuge gepfercht, die Sitze lassen sich neuerdings nicht mehr nach hinten verstellen, es gibt auch keine Aufbewahrungsfächer für Bücher, Zeitschriften etc mehr. Das Personal ist überlastet und daher alles andere als höflich, bei jeder Gelegenheit versuchen sie ausserdem noch etwas zusätzlich zu verkaufen ..... "Where is the glamour?"
Gestern Abend wurde jedenfalls gekocht, was der Kühlschrank hergab.

Für das Risotto für zwei Personen nahm ich die folgenden Zutaten:

140g Arborio Reis
500ml Hühner(oder Fisch)brühe
Saft einer halben Zitrone
1 fette Knoblauchzehe, gerieben
1 Stange Porree in feine Scheiben geschnitten
1 Zucchini, geraspelt
1 Tasse TK Erbsen
1 Becher Krabben
1/2 geräucherte Makrele (optional)
1 EL Creme Fraiche
Parmesan, wer's mag - ich weiss ist nicht strictly Italian - aber ich mag's !


Zuerst den Porree in Olivenöl mit dem Reis anschwitzen, den Knofi dazugeben, aufpassen, dass er nicht verbrennt. Zitronensaft aufgiessen (diesmal habe ich keinen Wein genommen - den habe ich lieber dazu getrunken!!!), dann einen Teil der Brühe hinzufügen und sanft köcheln lassen, rühren. Nach ca. 8 Min die geraspelte Zucchini zufügen und ggfs mehr Brühe - rühren- und so weiter!
Kurz vor dem Ende der Garzeit (je nach Reis ca. 15 Min), die Erbsen, Krabben und den EL Creme Fraiche zufügen, gut durchwärmen. Zum Schluss noch die in Stücke geschnittene Räuchermakrele vorsichtig unterheben. Zum Servieren - wenn gewünscht - mit Parmesan bestreuen. Wir fanden's total lecker!





Freitag, 19. September 2008

Haustüren

Nichts grenzt den Briten so von seiner Umwelt ab und zeigt sogleich seine Individualität wie die Haustüre.
"Bis hierher und nicht weiter" scheinen sie zu sagen und gleichzeitig, "schau was ich für einen guten Geschmack habe".
Die meisten Haustüren im Königreich vermitteln dem Betrachter den Eindruck, dass sie eigentlich alle gleich sind, zumindest haben sie alle ungefähr die gleiche Grösse. Sie unterscheiden sich nicht wirklich wesentlich und die Farbgebung folgt immer nach den gleichen Kriterien.
Traditionell sind sie schwarz (siehe oben, 10 Dowing Street, das Haus des Premier Ministers), rot, blau (unten meine Haustüre) und grün.
In den letzten Jahren schlichen sich auch ein paar Pastellfarben ein, diese aber auch ganz klar gegliedert, helleres grün, gelb, hellrot und lavendel sieht man bei den neueren und auch bei kernsanierten Häusern aus der viktorianischen Zeit.

Donnerstag, 18. September 2008

Friedhofskultur

Was ich vielleicht schon erwähnt hatte, wir leben neben einem Friedhof.
Das ist sehr schön weil man da keinen "trouble with the neighbours" bekommt - wie der alte "standing joke" hier geht.
Neben dem Friedhof ist es allerdings nicht immer so ruhig und friedvoll wie man annehmen könnte. Einmal die Woche, meist an einem schönen, sonnigen Morgen, donnert eine Brigade von Rasenmähern für mindestens eine Stunde über den Friedhof.
Im Königreich sind die meistenFriedhöfe mit Rasen ausgelegt, und der will eben gemäht werden. Für das Mähen ist der Local Council verantwortlich und die Gebühren dafür werden meines Wissens von der Council Tax getragen, die jeder Hauseigentümer hier zahlen muss.
Gras auf den Friedhöfen ist deswegen angesagt, weil man sich dann nicht so dolle um die einzelnen Gräber kümmern muss, weil es ordentlicher aussieht und weil sich der Friedhof dann auch für das eine oder andere Picknick besser eignet.
Nun muss man wissen, dass hier auf der Insel keineswegs jeder Verstorbene automatisch auf einem Friedhof landet. Die Bestattungskultur ist hier recht freizügig. So ist es zum Beispiel möglich im eigenen Garten begraben zu werden, bei einem etwaigen Hausverkauf muss das Grab dann zwar deklariert werden, aber im Prinzip steht dem nichts entgegen.
Auch ist es hier total normal, dass die Asche der Verstorbenen den Angehörigen ausgehändigt wird und diese dann damit tun und lassen können was sie für angemessen und im Sinne des Verstorbenen halten. Die Überreste werden durchaus auf den heimischen Kaminsimsen oder dekorativ an einem anderen Platz im britischen Heim aufbewahrt.
Eine weitere populäre Variante ist das Verstreuen der Asche auf sogenannten "Beauty Spots", so ist z. B. der Gipfel des Mount Snowdon in Wales offenbar bereits mit einem für die Flora und Fauna bedenklichen Mass an Asche angefüllt.
Was das Leben neben dem Friedhof angeht, so hat es noch andere Nebenerscheinungen. Die verschiedenartige Knochen, die ich bei der Gartenarbeit finde, ordne ich nicht anatomisch zu, sondern lasse sie sofort diskret in der Mülltonne verschwinden, ich will schliesslich nicht unseren lokalen Constable auf den Plan rufen, und über das teilweise gigantische Wachstum von tiefwurzelnden Pfanzen in meinem Garten mache ich mir auch keinen weiteren Kopf - es liegt am "Cemetery Juice" da bin ich mir ganz sicher.
Berühmte Friedhöfe in London sind der Highgate Cemetery in London, dort ist u. A. auch das Grab von Karl Marx zu finden und Brompton Cemetery, der unter der Verwaltung der Royal Parks steht, dort finden regelmässig Events statt.

Mittwoch, 17. September 2008

Die Peace Rose

Solange ich denken kann, hatte ich eine Fazination mit der Peace Rose. Schon in meiner Kindheit gab es in der Nachbarschaft einen Garten, in dem diese blühte. Ich wusste lange Zeit nicht den Namen dieser wunderbar gelb-rosa farbigen Rose und seit ich weiss, dass sie Peace heisst, finde ich sie noch wunderbarer.
Die Peace Rose ist eine Hybrid Teerose und wurde in Frankreich von Francis Meilland in den Jahren 1935-1939 gezüchtet. Sie gilt als eine der erfolgsreichsten Rosen aller Zeiten. Als Meilland den Einmarsch der Nazis nach Frankreich kommen sah, sendete er, um die neue Rose zu schützen, Ableger dieser Rose zu Freunden nach Italien, in die Türkei, nach Deutschland und in die vereinigten Staaten.
Anfang 1945 schrieb Meilland dann an Feldmarschall A Brooke um ihm für seinen Einsatz, der wesentlich zur Beendigung des Krieges beigetragen hatte, zu danken und fragte an, ob Brooke der neuen Rosenzüchtung seinen Namen geben würde. Brooke fühlte sich geehrt, schlug als Namen "Peace" vor, da dies ein dauerhafterer Name wäre. Peace ist der Handeslname der Rose, der Kultivar-Name ist Mme A Meilland, und in meinem Vorgarten blüht sie sehr zur Freude aller Passanten.

Dienstag, 16. September 2008

Chastleton House - Oxfordshire

Chastleton House in den Cotswolds ist ein noch weitgehend original erhaltenes Haus aus der jakobinischen Zeit. Dieses Haus befindet sich seit 400 Jahren in einem Dornröschenschlaf. Man kann Einrichtungsgegenstände und Wandbehänge aus vergangenen Zeiten bewundern. Bemerkenswert ist auch, dass die Regeln des modernen Croquet Spiels hier erstmals entwickelt und aufgeschrieben wurden.
Aus der elizabethanischen Zeit hat sich ein Garten aus Pflanzenskulpturen herübergerettet.
Das Anwesen gehört heute zum National Trust http://www.nationaltrust.org.uk/ und kann nur mit vorbestellten Eintrittskarten besichtigt werden.

Montag, 15. September 2008

Brombeergelee - Brambly Jelly


Die restlichen 1,2kg wurden zu Brombeergelee verarbeitet. Brombeergelee aus wilden Brombeeren kann man geschmacklich nicht mit dem aus kultivierten Brombeeren vergleichen, er schmeckt einfach ungleich intensiver.
Zuerst wurden die gewaschenen Brombeeren mit etwas Wasser für 15 Min gekocht, damit sich der Saft bildet. Danach die Brombeeren durch ein Leinentuch abseihen, nicht zu sehr drücken, sonst wird der Gelee trüb.

Das ergibt ca. 1 Liter (falls nötig mit Wasser auffüllen). Diesen mit 1kg Gelierzucker nach Packungsanweisung aufkochen und in Gläser füllen.

Sonntag, 14. September 2008

Brambly Hedge - wilde Brombeeren pflücken


Heute bin ich spät dran mit dem Blog, das liegt daran, dass wir bereits Brombeeren gesammelt haben. Seit einigen Jahren haben wir es uns zur Gewohnheit gemacht in jedem Herbst die hier zahlreich vorkommenden wilden Brombeeren (Brambly im Gegensatz zu Blackberry,das sind die kultivierten Brombeeren, genannt) zu suchen. 1,8kg betrug die Ausbeute in diesem Jahr.

"Foraging in the wild", die herbstliche Beschäftigung in der Natur etwas Essbares zu sammeln, fasst auch in England langsam Fuss, obwohl immer noch viele Leute dem Sammeln von z.B. Pilzen sehr skeptisch gegenüber stehen.
Zurück in der heimischen Küche wurde nun unser, vor allem bei Dinner Parties beliebter, Brombeerlikör angesetzt.

Für den Likör:

500g Brombeeren
250g feinen Zucker (ich habe unraffinierten Golden Caster Sugar genommen)
1 Flasche Cream Sherry
1/8 l Weinbrand

Die gewaschenen Brombeeren mit dem Zucker in eine Schüssel geben und leicht stampfen, stehenlassen bis der Zucker aufgelöst ist, dann mit der Flasche Sherry aufgiessen. Zugedeckt eine Woche im Kühlschrank stehen lassen, dabei öfters umrühren. Nach einer Woche den Weinbrand zugeben und weitere vier Wochen im Kühlschrank durchziehen lassen. Danach durch ein Leintuch abfiltern und in eine Flasche abfüllen - Cheers!!!!




Samstag, 13. September 2008

Puff Pastry - oder was man aus einem Paket Blätterteig machen kann



Ich bin immer wieder erstaunt, was man mit fertigem Blätterteig so alles anstellen kann. Es war noch ein Block im Kühlschrank und gestern habe ich daraus verschiedene Sachen gemacht. Einmal Sausage Rolls, das ist auch ein typisch Produkt von der Insel. Ist ganz einfach zu machen, man rollt eine gute Bratwurst in ausgerollten Blätterteig. Die Rolle in mundgerechte Stücke scheiden und mit Milch oder Eigelb bestrichen ca. 25 Min bei 180-200 Grad backen. Sausage rolls dürfen hier auf keinem Buffet fehlen. Ich habe auch noch welche mit Feta-Creme-Fraiche-Frühlingszwiebel-Oliven Gemisch gefüllt, leider habe ich versäumt diese zu fotografieren.
Aus dem restlichen Teig wurden Apfelteilchen gemacht.
Dazu ein Stück quadratisch ausrollen und in vier Stücke teilen. Diese mit je einem TL Aprikosenmarmelade bestreichen und einen halben in Würfel geschnittenen Apfel darauf verteilen. Das Ganze mit Rosinen bestreuen und mit einem halben TL Marmelade krönen. Nun die Ränder des Teiges mit Milch bestreichen und die vier Ecken zusammenbringen. Das Teilchen mit Milch bestreichen und mit Zucker-Zimt-Gemisch bestreuen. Ca. 20 Min bei 180-200 Grad backen.

Hubby hatte die vier Teilchen heute zum Frühstück und ich habe mir sagen lassen, dass sie lecker waren!!!

Freitag, 12. September 2008

Bagels - Trendiges Traditionsgebäck

Der Siegeszug des Bagels ist unaufhaltsam. Man bekommt sie frisch gebacken in jeder Bäckerei und in jedem Supermarkt. Traditionell belegt mit Cream Cheese und Räucherlachs sind sie ein Gedicht. Ich hatte gestern welche zum Mittag gemacht, mit Räucherlachs und Frischkäse und mit Pastrami und Frischkäse belegt - die waren sehr lecker.
Was vielleicht nicht jeder weiss, die Geburtsstunde des nun so "fashionable" Bagel liegt irgendwo im Osten Europas, genaue konnte es nicht bewiesen werden, aber einige Hinweise deuten auf Krakow als Ursprungsort, andere suchen die Ursprünge des Bagels wie auch des Croissants im Wien des 17. Jahrhunderts.
Eng ist der Bagel mit der jüdischen Tradition verbunden, gläubige Familien fertigten dieses Gebäck am Samstag Abend zum Ende des Sabbaths an.
Zu uns kommt der Bagel nun über den Teich aus den USA, dort hat sich die Bagel Traditon durch Erfindung der TK Bagels in vielen Haushalten verbreitet.
Das Loch in der Mitte hat er übrigens, damit er auf einem Stock gesteckt werden kann und somit liess sich eine grössere Anzahl Bagels problemlos transportieren.

Donnerstag, 11. September 2008

Chicken Pie - nach The Hairy Bakers

Eines meiner Lieblingsprogramme im TV ist derzeit die BBC Serie "The Hairy Bakers", diese dritte (oder vierte?) Staffel der Serie "The Hairy Bikers" (alias Si (Simon) King und David Myers)- wurde nun umbenannt in Bakers, da es ums Backen geht. Diese beiden Biker aus dem Norden Englands stellen in einem lockerem Programm traditionelle Backrezepte aus dem Königreich vor. Wer mehr wissen will, schaut auf: http://www.hairybikers.com/
Ich war so inspiriert, dass ich am Sonntag sofort eine Chicken Pie nach ihrem Rezept probiert habe. Dazu muss man wissen, dass Pies ein fester Bestandteil der britischen Küche sind, alles was sich nicht anders transportieren liess (Tupper Ware war noch nicht erfunden), wurde von Generationen zuvor einfach in Teig eingebacken, der Teig diente in erster Linie als Transportbehälter und erst in zweiter als Geschmacksträger - Genial!
Hier kommt das Rezept für 4 Personen:

450g Mehl
2 TL Backpulver
0,5 TL Salz
120g Butter (ich hatte noch Schmalz und habe gemischt)
1 Ei
ca. 120ml Wasser
Aus den angegebenen Zutaten mit der Hand, oder in der Küchenmaschine, einen Mürbeteig zubereiten. Teig eine Std ruhen lassen. Zwei Drittel des Teiges ausrollen und eine 20 cm Springform damit auskleiden. Mit Gabel mehrfach einstechen und ca 12 Minuten im 180 Grad heissen Ofen blindbacken.


In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten:
Olivenöl
2 Hähnchenbrüste, in Würfel geschnitten
ca. 500g Hähnchenfleisch (Schenkel ohne Haut, ausgelöst und in Würfel geschnitten)
100ml Weisswein
100ml Hühnerbrühe
200g Mischpilze (ich fand keine, habe daher Champignons genommen)
Salz und Pfeffer nach Geschmack
1 TL Estragon
1 TL Thymian (ich habe gemischte italienische Kräuter genommen)
50g Creme Fraiche
Maizena zum Anbinden (optional)
Semolina zum Bestreuen des Piebodens
Ei zum Bestreichen


Das Fleisch im Olivenöl anbraten, Pilze und Gewürze zufügen, mit Wein und Brühe angiessen und ca. 25 Min leise schmoren lassen. Creme Fraiche zufügen und wenn die Sauce noch zu dünn ist, anbinden.
Die Füllung in die vorgebackene Pie füllen. Das restliche Drittel Teig zu einer Runde ausrollen. Den Rand der vorgebackenen Pie mit Eigelb bestreichen, den Teigdeckel aufsetzen und mit den Fingern fest mit dem vorgebackenen Teigrand verbinden. Deckel mehrfach mit Messer einschneiden, damit der Kochdampf entweichen kann, dann mit Eigelb bestreichen und in den 180 Grad heissen Ofen schieben, dort 35 Minuten backen.



Mittwoch, 10. September 2008

Portobello Road - Street Market


Einer meiner Lieblingsplätze in London ist der Strassenmarkt Portobello Road in Notting Hill. Ich fand es dort schon lange for dem Film mit Julia Roberts und Hugh Grant romantisch.
Gestern sah ich ein TV-Programm in dem es um die Grundstücks- und Hauspreise in London und in Notting Hill im Besonderen ging.
Das Viertel Notting Hill wurde in der victorianischen Zeit als Mietshäuser für die wohlhabendere Mittelklasse konzipiert. Als diese dann noch wohlhabender wurde und sich in die umliegenden Vororte verzog, fiel Notting Hill in einen Zustand tiefster Depression.
Die Häuser verfielen ab den 50er Jahren und wurden nun zimmerweise an aus Irland und der Karibik zugezogene Einwanderer vermietet. Die Zustände waren slumartig, die sanitären Zustände menschenunwürdig.
Der Strassenmarkt, früher mehr Obst und Artikel des täglichen Bedarfs, war schon damals fester Bestandteil dieses Gebietes.
Als Portobello Road in den 90er Jahren dann wieder "fashionable" wurde, gingen die Hauspreise "through the roof", Steigerungen von mehreren Hundert Prozent waren keine Seltenheit.
Heutzutage ist der obere Teil von Portobello Road ganz den Antikgeschäften und Antiquitätenmarkt zugeordnet und erst auf dem unteren Stück gibt es Neuwaren und Nahrungsmittel.
Die Anzahl der Stände geht jedes Jahr zurück da es offenbar ein Problem zwischen den Marktanbietern und der neu zugezogenen "wohlhabenden" Bevölkerungsschicht gibt.
Diese zog zwar wegen der Atmosphäre und dem Markt ins Gebiet, beschwert sich nun aber über den Lärm den so ein Markt verursacht.
So ist der Markt, der den Charme dieses Gebietes ausmacht, akut vom Aussterben bedroht.





Dienstag, 9. September 2008

Noch mal Nachbarn......


Heute will ich Edvard vorstellen. Edvard lebt schräg gegenüber. Als wir vor 10 Jahren hier einzogen, sah er schon genauso aus wie heute, gleiche Mütze, gleiche Jacke, gleicher grauer Bart ..... er ist timeless - oder vielleicht doch ein Zombie?
Edvard hat einen Naturgarten - d.h. das Gras in seinem Vorgarten ist ca. 60cm hoch und es blühen die verschiedensten Unkräuter - nein Wildblumen nennt man das hier. Alle Nachbarn bekommen reichlich von seinem Löwenzahnsamen, da kennt er nix, da ist er grosszügig.
Edvard hat zwei Overalls, einen blauen für die Wagenpflege und einen weissen für die Garten- und Anstreicharbeiten. Beide Overalls kommen je einmal im Jahr zum Vorschein.
Neulich hatte er seinen weissen an und war dabei im Garten zu schnippeln - da ging sofort ein Raunen durch die Nachbarschaft "hast Du schon gesehen, Edvard ist im Garten? Sprich ihn lieber nicht an, denn sonst hört er womöglich auf und startet eine Unterhaltung"......
Edvard liebt deutschen Wein und den Gingkobaum in meinem Vorgarten. Mit dem unterhält er sich dann auch oft ziemlich lange. Was sich die beiden zu erzählen haben? Da gibt es schon einige Spekulationen, aber Genaues weiss halt keiner :o)))

Montag, 8. September 2008

Hab Sonne im Herzen - Urlaub auf Sardinien


Ich schwelge in Erinnerungen an den diesjährigen Urlaub. Der fand zwar schon im Mai statt, aber durch das andauernde schlechte Wetter hier, muss man sich die Sonne irgendwie zurück ins Herz holen.





Es gibt dort wunderbare Märkte und die Zutaten sind so was von Klasse. Diese Qualität bekommt man sonst kaum auf den Teller. Ich habe einmal irgendwo gelesen, dass auf Sardinien eigentlich alle Produkte "organic" produziert würden, da man sich traditionell Düngemittel und chemische Keulen dort nicht leisten konnte. Ob das so stimmt, weiss ich nicht, aber glauben möchte man es schon!
Ich habe dann auch am Wochenende Papassini, das ist ein sardisches Gebäck, gemacht.


Papassini - Sardisches Festtagsgebäck

300g Mehl
150g Schmalz
150g Zucker
100g Korinthen
300g gemahlene Mandeln + gemahlene Walnüsse
2 Eier
Zest einer Zitrone
50g gemischtes Zitronat/Orangeat- kleingehackt
1 TL Backpulver
0,5 TL Anissamen, gemahlen


Das Schmalz im Topf auf kleiner Flamme schmelzen, alle Zutaten zu einem Teig verrühren und eine Stunde ruhen lassen. Ca. 0,5 cm dick ausrollen (vorsichtig, der Teig reisst durch den hohen Nussanteil gerne) und rautenförmig ausstechen, ich habe dazu einen Ravioliausstecher genommen.
Auf Sardinien wird dieses Gebäck in ungefähr doppelt so grosse Rauten geschnitten, das war mir allerdings zu gross, daher die Adaption.
Die Kekse im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad ca. 12 Minuten backen.
Auf Sardinien werden sie dann noch mit weisser Zuckerglasur und buntem Zucker verziert - auch das erschien mir zu mächtig, das kann jeder machen, wie er will.

Die Kekse schmecken himmlisch zum Tee !!!