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Sonntag, 28. November 2010

Deutsche Autofahrer - Ja, wie seid Ihr denn drauf?

Ich habe mich ein paar Tage schon nicht gemeldet, das lag daran, dass wir auf einem Kurztrip in Deutschland waren. Jetzt muss ich Euch 'mal fragen, was ist denn los in Deutschland??? Ich fahre da gemütlich mit einem offensichtlich englischen Auto und dauernd werde ich genötigt, man hupt hinter mir, nicht nur einmal.... Auf der Autobahnausfahrt werde ich geschnitten, auch nicht nur einmal - dabei halte ich mich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Beim Einparken wird wieder gehupt, hat das schon einmal jemand versucht (so mit dem Steuer auf der anderen Seite etc). Was denken sich die Deutschen eigentlich dabei???? Ist das die so oft beschworene Ausländerfeindlichkeit, die hier sich zeigt? Bei einem englischen Auto muss es doch jedem klar sein, dass es sich beim Fahrer/in vielleicht nicht um einen Einheimischen handelt. Ist es da richtig diesen sofort zu nötigen, da er sich vielleicht etwas langsamer im Strassenverkehr verhält, als man es gerne hätte??? Das kann doch nicht Euer Ernst sein!!!!! Ich bin über dieses Verhalten total entsetzt. So etwas würde hier nicht passieren. Im Gegenteil, bei offensichtlich benachteiligten Autofahrern (weil das Steuer ja nunmal auf der anderen Seite ist, und man an Kreuzungen naturgemäss nicht den totalen Überblick hat), ist hier jeder gerne bereit zu helfen bzw auch einmal zu warten - hupen würde niemandem in den Sinn kommen. Für polnische Autofahrer gibt es in vielen Städten sogar Strassenschilder in polnischer Sprache. Für alle Ausländer sind Formulare hier in mindestens 6 Sprachen erhältlich, kann man sich nicht verständigen, gibt es in allen Städten Übersetzer, die gerne (und für den Ausländer kostenfrei) helfen.
Weiter fällt mir auf, dass die Deutschen sich auch gerne gegenseitig auf ihre Nicht-Konformität mit Regeln aufmerksam machen. Im Supermarkt an der Kasse geht etwas schief mit der EC Karte einer Kundin, schon hat in der Schlange jeder eine Meinung zum Thema, und die wird auch lautstark Kund getan - ein wirklich abscheulicher Charakterzug, so fiel mir auf. Kein Wunder, dass der Deutsche an sich im Ausland für besserwisserisch und arrogant gehalten wird. Ich meine, klar sind Regeln für das Zusammenlegen der Menschen notwendig, aber irgendwo, zum Beispiel daheim, muss es doch auch persönliche Freiheit geben. Mein Vater berichtete mir, dass es sich in seiner Nachbarschaft ein Polizist zur Aufgabe gemacht hat, in seiner Freizeit, Fahrzeuge, die eventuell entgegen der Fahrtrichtung oder mit zwei Rädern auf dem Bordstein geparkt werden, mit Knöllchen über 15 Euro zu versehen. Ich frage mich, merkt der die Einschläge noch, auf einer Wohnstrasse, nach Feierabend ?- da würde sich hier kein Mensch drum kümmern!
Wäsche aufhängen oder DIY am Wochenende, Rasen mähen in der Mittagspause, Autowaschen am Sonntag, da schert sich hier niemand drum, denn zuhause muss jeder die Freiheit haben, seinen Tätigkeiten nachzugehen. Dabei hört auch hier der Spass auf, wenn sich der Nachbar gestört fühlt, nur fühlt man sich hier halt nicht durch jede noch so kleine Kleinigkeit gestört!!!
Ihr merkt, dieser Deutschlandbesuch hat mich schockiert und wirft ernsthaft die Frage auf, wollen wir uns wirklich im Rentenalter wieder nach Deutschland begeben??? Die Freiheit des Einzelnen wird dort ganz klar durch einen übergeordneten Kollektivzwang unterdrückt, das ist für mich ein ziemlich unakzeptabler Zustand. Was meint Ihr dazu????

Donnerstag, 18. November 2010

Faggots

Hier kommt eine andere Version des Nose-to-Tail-Eating - Faggots. Faggots sind eng mit den in Süddeutschland verbreiteten Leberknödeln verwandt. Sie bestehen aus Innereien, vorwiegend Leber und werden oft für den besseren Zusammenhalt in Schweinenetz gewickelt gegart. Selber Machen ist aufwändig, daher kauft man sie beim Metzger des Vertrauens, Clays in Buckingham in unserem Fall. Angerichtet werden sie traditionell mit Zwiebelsauce, Kartoffelpüree und Erbsen (wie sollte es auch anders sein). Bei mir definitiv in der Kategorie 'Soul Food'.

Dienstag, 16. November 2010

Buchweizen Quiche mit Tenderstem Broccoli

Dieses Rezept sollte eigentlich der Beitrag zum Blogevent Frankreich werden, dann fiel mir auf, dass es sich ja um Mittelmeer und Frankreich handelt und Quiche eher aus dem deutsch-französischen Grenzgebiet stammt und dann war es sowieso zu spät..... aber diese Quiche hat so toll geschmeckt, dass ich das Rezept gerne vorstelle.
Das Wort Quiche ist übrigens die französische Version des Wortes 'Küche' und damit kann man den Ursprung dieser Art von salzigen Kuchen nach Deutschland verfolgen, wer hätte das gedacht!
In den Teig kommen:
150g weisses Brotmehl
50g Buchweizenmehl
100g weiche Butter
1 TL Salz
Mineralwasser
Alle Zutaten zu einem Mürbeteig verkneten und im Kühlschrank 30 Min ruhen lassen.

Die Füllung bestand diesmal aus Tenderstem Broccoli, ich weiss nicht, wie der auf Deutsch heisst, Broccoli am Stiel vielleicht? Es handelt sich um kleine Röschen mit einem Spargelartigen Stiel, der mitgegessen wird.
Den Teig ausrollen, mit der Gabel mehrfach einstechen und bei 200 Grad 10 Minuten vorbacken.
Unterdessen den Broccoli putzen, überschüssige Blättchen und evtl holzige Stielenden abschneiden. Auf einem Glasteller arrangieren, 2 EL Wasser zugeben und mit Klarsichtfolie abdecken. In der Micro 3-4 Minuten garen.
Das sieht dann so aus, wenn es fertig ist. Vorsichtig die Klarsichtfolie abnehmen.

Den Broccoli mit Schinkenwürfeln auf dem Mürbeteigboden auslegen. Mit etwas geriebenem Käse bestreuen. Dann die Mischung aus 4 verschlagenen Eiern, 150g Creme Fraiche, 1 TL Senf, Muskat, Pfeffer und ggfs etwas Salz darübergiessen.
30 Minuten bei 200 Grad backen.
Guten Appetit! Durch das Buchweizenmehl bekommt die Tarte mehr Biss und einen nussigen Geschmack - wirklich lecker!

Sonntag, 14. November 2010

Cooking Club - die Zweite - Indischer Abend

Nach langer Zeit der Terminschwierigkeiten trafen wir uns am Freitag zu unserem zweiten Cooking Club Abend. Diesmal bei Rani wurde indisch gekocht. Hier sieht man sie bei der Zubereitung der Chapati. Chapati ist das schon in der Bibel häufig erwähnte 'ungesäuerte' Brot, welches im mittleren Osten und auch in Asien verbreitet ist. Der Chapati Teig wird aus Chapati Mehl, (das gibt es in drei Stärken - es handelt sich dabei um Mehl, aus dem ganzen Weizenkorn) und Wasser unter Zugabe von etwas Olivenöl zubereitet. Der Teig muss im Kühlschrank etwas ruhen, damit sich das Gluten ausdehnen kann und dann geht es los. Je eine kleine Menge Teig abnehmen, in der Hand zu einen Ball formen und auf Mehl zu einem Teigfladen ausrollen, gerade so gross, dass er in eine gusseiserne Pfanne passt. Die Pfanne unterdessen (vorzugsweise auf dem Gasherd - Elektro geht aber wohl auch) erhitzen. Wenn die Temperatur (sehr heiss) erreicht ist. Den Teig in die Pfanne geben und unter Wenden in 1 - 2 Minuten versiegeln.
Dann kommt der spassige Teil. Das Chapati mittels einer Zange auf die offene Gasflamme geben und unter Wenden fertigbacken. Das Chapati bläht sich hierbei ballonförmig auf, dann ist es fertig. Im Foto oben sieht man, dass mein Chapati leider im Herdaufsatz stecken blieb. Chapati auf einer Seite mit Butter einreiben und warmstellen. Nach und nach die anderen Chapati ausbacken, beim Stapeln darauf achten, dass immer Butterseite auf Butterseite gestapelt wird, damit man sich später beim Essen die Finger nicht so fettig macht.

Gegessen wurde zünftig auf dem Fussboden. Es gab ein Chicken Curry, Kichererbsen und Spinatbeilage, Raita - das ist die Joghurt-Gurken-Minz Sauce und gemischten Salat. Dazu indischen Reis, der mit Zimt und Nelken gekocht wurde. Die Rezepte werde ich noch nachreichen.
Obwohl zuerst recht ungewohnt, haben wir doch auf dem Boden sitzend sehr gut gegessen. Es gab keinen Wein, nur Wasser, das hat der Stimmung aber nicht geschadet, denn die war famos.

Der Nachtisch bestand aus Eton Mess, eine Creme aus geschlagenen Double Cream, Vanille Extrakt, vermischt mit zerbröselten Baisers und mit Himbeeren geschichtet. Das war Leckerchen.
Und dann der Abschluss, die Shisha oder auch Wasserpfeife wurde eingerichtet.
In ihr wird eine Melasse-Tabak Mischung durch Wasserdampf geraucht. Inhaliert wird dabei nicht. Der entstehende Rauch dient zur besseren Verdauung, so versicherte uns unsere Gastgeberin. Da bei mir eine Erkältung aufzog, verzichtete ich dieses Mal auf diese einzigartige Erfahrung.

Sonntag, 7. November 2010

Schöner Sonntag mit gewürztem Apfelkuchen

Apfelkuchenrezepte gibt es viele, und ich werde es nicht müde immer wieder neue auszuprobieren. Dies ist ein kleiner Sonntagskuchen, der in einer 20cm Springform gebacken wird. Er eignet sich sehr gut zum Aufbrauchen nicht gegessener Delicious Äpfel...... Zutaten:
140g weiche Butter
140g feiner Zucker
200g Mehl (self raising - oder mit 1 TL Backpulver vermischt)
2 Eier, verschlagen
1/2 TL Lebkuchengewürz
450g Äpfel, gerieben
1 - 2 EL helle Marmelade (Aprikose oder Apfelmus - damit sich die Apfelmasse besser verbindet)
2 Vanillezucker
2 EL WalnusskerneDie Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und reiben. Mit Marmelade und Vanillezucker vermischen.
Butter mit Zucker schaumig rühren, Eier nach und nach unterschlagen. Mehl und Lebkuchengewürz unterheben. Die Hälfte des Teiges in eine gefettete Form geben, Achtung, der Teig ist ziemlich klebrig. Dann die Apfelmasse darauf geben, sie erscheint zunächst viel, schrumpft aber beim Backen. Zum Schluss den restlichen Teig in Häufchen aufsetzen und mit den Walnussstückchen bestreuen.
Bei 180 Grad im vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen, Garprobe machen, jeder Ofen ist anders!!!!

Etwas abkühlen lassen, dann die Form lösen. Mit Puderzucker bestreut servieren. Dazu passt gut ein Klacks Creme Fraiche.
Dieser Kuchen eignet sich auch vorzüglich zum Einfrieren, wenn 'mal Besuch kommt. :o)))

Samstag, 6. November 2010

Bonfire Night und Abgrillen mit Champignon-Ruccola Salat

Gestern war es wieder soweit, die alljährliche Bonfire Night wurde gefeiert. Hubby machte es ganz romantisch, es wurde gegrillt mit Bonfire in der Chimnea. Leider nieselte es ein wenig, das hat der Stimmung - die mit Rotwein angehoben wurde - keinen Abbruch getan.
Zum gegrillten Schweinesteak gab es einen warmen Salat aus braunen Champignons mit Ruccola und Tomate.

Dazu die Champignons in Olivenöl in einer heissen Pfanne anbraten. Mit Knofi und Kräutern würzen und mit etwas Sherry ablöschen. Dann ein kleines Paket Ruccola Salat zufügen und leicht (aber wirklich nur leicht) anwelken lassen. Zum Schluss einen EL Pesto aus dem Glas unterrühren, fertig. Mit Tomate belegen und zum Gegrillten geniessen.