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Samstag, 29. Oktober 2011

Gebackener Kartoffelsalat

Dieses Gericht fällt in die Kategorie 'Resteverwertung'. Wenn es mir gelungen ist, ein Gericht in meine 'englische Familie' einzuführen, dann ist es bestimmt der Kartoffelsalat. Meine Schwiegermutter leckt sich die Finger danach. Nicht, dass man hierzulande keinen Kartoffelsalat kennt, er steht in jedem Supermarkt im Regal, aber selbst machen, da kenn ich eigentlich niemanden, der das tut.
In diesem Fall war bereits der Kartoffelsalat eine Resteverwertung, entstand er doch, durch die Verarbeitung übrig gebliebener Kartöffelchen und zuviel gekochter Erbsen (kann es für einen Engländer eigentlich jemals zuviele Erbsen geben?????).
Zum Racletteabend habe ich kurz noch ein paar Möhrchen dazu gekocht und dann mit Mayonnaise und Creme Fraiche, Salz und Pfeffer vermischt. Dieser Salat wurde nun beim Raclette auch nicht ganz aufgegessen, und ausserdem blieben nochmals drei Kartoffeln und ein Stückchen Mais übrig..... ihr merkt schon, das Spiel kann man endlos weiter betreiben.... Jedenfalls, ich hatte wirklich keine Lust mehr auf Kartoffelsalat - aber wegwerfen widerstrebt mir. Daran ist eigentlich meine Oma Schuld, sie hat Brot sogar verschimmelt noch gegessen, denn im Krieg hatte sie sehr gehungert, daher hatte sie diese Ehrfurcht vor Lebensmitteln und mir hat sie das von klein an eingetrichtert. Aber - bei verschimmeltem Brot ist bei mir dann doch Schluss - verschimmelter Käse geht hingegen schon - welcome to the Stiltons, Roqueforts and Gorgonzolas of this world :o))))
Also, ich schweife ab, kommen wir zurück zu meinem Kartoffelsalat. Ich habe also die drei Kartoffeln und den Mais hineingegeben, dann kamen noch kleingeschnittene Lauchzwiebeln sowie aufgerollte Salamischeiben (Schinken wäre hier auch denkbar) hinzu. Die Mischung wurde mit etwas Senf, Knofi und ordentlich Pfeffer abgeschmeckt (wer mag tut noch etwas Sahne dazu). Mit Käse bestreut bei 180 Grad ca. 25 - 30 Minuten im Ofen gebacken schmeckte dieser Kartoffelsalat nochmal so gut, und ganz anders, eher so wie Kartoffelgratin. Kalorien wurden an diesem Abend übrigens nicht gezählt.

Kommentare:

Nova hat gesagt…

Oh, davon habe ich noch die gehört. Klingt aber wirklich wie ein Gratin und ist auch von den Zutaten garnicht so anders. Bei mir bleibt ja schnell mal was über, was tut man als Einzelesser auch mit einem Kohlkopf oder Rezepten bei denen man vielerlei Gemüse, aber immer nur ein Stückchen davon braucht... Also, danke für ein neues Rezept, das zu lecker für "Resteverwertung" klingt. Liebe Grüße, Nova

Remy hat gesagt…

Das ist ja mal eine der besten Ideen überhaupt! Das hört sich so gut an (das perfekte Montags- oder Dienstagsessen), dass ich mich wundere, bislang noch nicht darüber gestolpert zu sein... Vielen Dank für die Inspiration!

Island Girl hat gesagt…

Hallo Charlotte, die Resteverwertung ist eine andauernde Sache bei mir, wir sind nur zu zweit, viele Rezepte sind auf 4 Personen ausgelegt....
liebe Gruesse
Gudrun

Island Girl hat gesagt…

Hallo Remy, ich weiss auch nicht, warum ich nicht schon frueher auf diese Idee gekommen bin.... und es schmeckt wirklich gut.
LG
Gudrun