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Donnerstag, 3. November 2011

Eine Nation, die mit nur drei Geldscheinen funktioniert - Geht das?

Die Eurozone ist in der Krise, hier sitzen einige auf dem Zaun, und sagen 'das haben wir doch gleich gesagt, dass das nicht funktionieren kann, daher bleiben wir auch schön draussen'. Was gerne vergessen wird, ist dass unsere Wirtschaft ohne den Rest von Europa nicht funktionieren würde. Unsere Banken haben auch viel Geld verliehen, und sollte Irland den Bach runtergehen, hängen wir hier am Fliegenfänger..... soviel steht 'mal fest. Bevor das Geld ganz abgeschafft wird, möchte ich Euch noch erzählen, wie das hier auf der Insel mit den Banknoten und auch Münzen funktioniert. Ich weiss nicht, ob das in Deutschland so bekannt ist, aber im Vereinigten Königreich gibt es nur drei (ok streng genommen sind es 4) Geldscheine. Es gibt eine 5 £ Note, eine 10 £ Note und eine 20 £ Note. Manchmal sieht man auch eine 50 £ Note (also ich habe sie in 13 Jahren hier einmal gesehen, das war als Mutti mir eine zum Geburtstag geschickt hatte!), sie ist wirklich sehr, sehr selten und wird in den meisten Geschäften oder Restaurants gar nicht angenommen.
Ihr fragt Euch sicher: 'wie geht das denn, nur drei Geldscheine???' Da wird in Geschäften viel gezählt, soviel steht mal fest. In den Bankfilialen gibt es Waagen, dort werden Scheine zuerst gezählt, dann gebündelt und zum Schluss gewogen - häh? Ja, Ihr habt schon richtig gehört, Geld wird in den Banken gewogen! Auch Kleingeld wird nicht, wie etwa in Deutschland üblich in Rollen verpackt, sondern in kleine Plastiktütchen gesteckt, und abgewogen. Wer schon einmal in England war, weiss wie schwer die 1 £ Stücke in der Tasche sind, früher gab es auch 1 £ Noten, die wurden in den 70er Jahren eingestellt. Die Banken in Nordirland, den Kanalinseln und Schottland drucken ihr eigenes Geld, welches aber im gesamten Königreich angenommen wird.

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