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Donnerstag, 30. Juni 2011

Change of plan

Nachtrag:
Die beiden genannten Campingplätze hatten noch etwas frei :o))) aber nun komme ich gerade vom Tierarzt. Unser Tierchen wurde Montagnacht in ein Katzenkämpfchen verwickelt. Sie wurde in die rechte Vorderpfote gebissen, zuerst dachten wir, sie ist ok, aber die Wunde hat sich nun entzündet und ein Tierarztbesuch war erforderlich., es gab zwei Spritzen und sie muss zweimal täglich Medizin verabreicht bekommen, also haben wir uns entschlossen zuhause zu bleiben :o(((

Die Happy Campers haben es nicht einfach

Ein Camping Tripp ist angesagt, soviel steht fest. Hubby und ich haben Freitag und Montag Urlaub genommen und das Wetter soll sich auch halten. Erstes Ziel, so dachte ich mir, koennte Mersea Island sein. In Essex gelegen, ist es gar nicht so weit zu fahren. Flach ist es dort, und was ich sehr spannend finde, die Zugangsstrasse wird bei Hochwasser geflutet.... Hubby reagierte eher zoegerlich, mmmmmhhhh, so nah bei London, ob man da wohl die richtigen Leute auf dem Campingplatz träfe, so lauteten seine Einwände.... Ich war allerdings unverdrossen und bat ihn, den entsprechenden Campingplatz kurz zu kontaktieren, ich erwartete keine weiterne Probleme, schliesslich haben die Ferien noch nicht begonnen. Nein - sagte man ihm, der Platz sei bis weit in den Sommer hinein ausgebucht - das war dann erstmal nix. Weitere Recherche meinerseit ergab, oh Schreck, die so romantisch anmutende Insel liegt unmittelbar gegenüber einem Atomkraftwerk - das war ein Schocker! Jetzt wollte ich auf KEINEN FALL mehr dorthin. Also wieder eine Anfrage an unseren vertrauten Campingplatz Manor Farm in Cromer geschickt und gleich - weil man ja nie wissen kann, auch eine an den bereits besuchten Campingplatz in Rowlands Wait in Bere Regis in Dorset. Nun warten wir gespannt, wer uns eine Zusage geben wird. Wenn alle Stricke reissen, werden wir im Garten leben (campen geht wegen Rasenmangel) leider nicht, aber dort sitzen und kochen, das geht schon - und radeln.... allemal.

Dienstag, 28. Juni 2011

Stony Open Garden Weekend

Der Sonnenschein kam am vergangenen Wochenende pünktlich zur Eroeffnung der Stony Open Gardens 2011. Ich hatte ja ursprünglich selbst vorgehabt daran teilzunehmen, aber dann kriegte ich doch kalte Füße..... und machte einen Rückzieher. Mein Garten ist nun zwar fertig, aber er bietet leider zu wenig Platz für den Besucheransturm.
In diesem Garten spielte ein kleines Orchester auf, das war sehr stimmungsvoll, fand ich.
Es gab gemütliche Sitzecken und man konnte sich so machen Anregung holen. Die Organisatoren hatten einiges auf die Beine gestellt.
20 Gärten waren offen. Tee und Kuchen wurden verkauft. Der Pflanzenverkaufsstand war leider schon fast ausverkauft, als wir dort ankamen. Dafür konnten wir fast überall wunderschoene Rosen bewundern.....
Wer würde hier nicht auch 'mal gerne seinen Tee schlürfen....... Dieser Minigarten ist bei uns uns Eck - das war schon nett darin zu stoebern und auch mit den Gärtnern dort ins Gespräch zu kommen.
In diesem Künstlergarten wohnten zwei kleine Yorkshire Terrier hinter dem Zaun.
.... davor schliefen diese beiden herrlichen Stubentiger.

Freitag, 24. Juni 2011

Spaziergang durch meinen Juni - Garten

Hier wurde ein alter Vorratstopf aus Deutschland mit Geranie und anderem bepflanzt.
Ich liebe Hortensien, leider sind sie in unserem Garten etwas empfindlich. Ich pflanze sie in Erika-Kompost und dünge mit Spezialdünger. Nebenan sieht man ein Sorgenkind, im letzten Winter wurde ihr übel mitgespielt. Ich hoffe, sie kommt durch!
In diesem Jahr habe ich wieder einmal Lupinen gepflanzt. Ich finde diese Blumen sehr romantisch. Für die Bienen sind sie auch willkommene Nahrung. In der Vergangenheit hatten Ameisen schwarze Blattläuse an den Lupinen gezüchtet. Daher hatte ich sie in den letzten Jahren vermieden. Bisher ging aber alles gut.
Alle Stauden wetteifern miteinander, daher sind sie ziemlich hoch gewachsen. Die Stürme in den letzten Wochen waren haben die Bepflanzung etwas gerupft.
Ja, und diese Weichtierchen schlafen auch nicht. Das feuchte Wetter gibt ihnen die perfekte Rutschbahn. Die Hostas sind perforiert.
Diese Wasserstelle habe ich in diesem Jahr neu eingerichtet. Leider wurde das Wasser bereits grün. Vielleicht muss ich nochmal neu anfangen? Ich warte darauf, dass die Wasserlilie endlich etwas macht.
Die Rosen kommen auch langsam in Fahrt. Bei dieser stark duftenden Rose habe ich das Namensetikett leider verlegt. Aber auch als Rose 'Namenlos' gefällt sie mir ausserordentlich gut.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Muscheln in Weissweinsud

Mit diesem Gericht kann man uns eigentlich immer glücklich machen. Dies sind schottische Loch-Muscheln. Sie werden dort an Seilen ohne irgendwelche künstlichen Masthilfen gezüchtet. Dementsprechend schmecken sie wirklich toll. Bisher gab es die Muscheln immer nur in den Monaten mit 'r', aber seit Neuestem gibt es sie ganzjährig. Da kann man dann ausgiebig schwelgen. Diesmal aber ganz klassisch, Zwiebeln mit reichlich Knofi anschwitzen, Lorbeer und ggfs andere Kräuter dazu, dann mit Weisswein abloeschen und etwas Fischbrühe dazu und zugedeckt 10 Min koecheln lassen. Die Muscheln zugeben und ein paar Minütchen zugedeckt garen lassen. Fertig ist ein Abendessen, das fast wie der Sommer in der Bretagne schmeckt.

Dienstag, 21. Juni 2011

All Things Italian - Antonietta

In diesem Blog war schon vielfach von meiner irrationalen Liebe zu allen italienischen Dingen die Rede. Ich habe mich lange gefragt, woher diese herzliche Zuneigung kommt. Und irgendwann ist es mir dann endlich eingefallen. Es liegt an Antonietta, sie war meine erste Kindheitsfreundin - und das kam so:
Ich war bis zu meinem 5. Geburtstag ein Einzelkind und ein Stadtkind war ich sowieso. Bei uns gab es eine kleine Wohnung im Hinterhaus mit Ausblick auf einen tristen Hinterhof, keinen Balkon oder Garten. Leider konnte ich weder meine Mutter noch meine Oma immer davon überzeugen, dass sie mit mir die oeffentlichen Spielplätze in Krefeld besuchen sollten, daher habe ich mich in meiner Kindheit doch viel gelangweilt. TV war damals auch noch nicht allgegenwärtig, das Kinderprogramm 45 - 60 Minuten pro Tag fing, wenn ich mich recht erinnere um 17.00 Uhr an.
Meine Eltern kamen aus dem Osten Deutschlands, daher war die Wohngegend, in der sie ihre erste Wohnung bezogen, auch nicht wirklich exklusiv. In den 60. Jahren zogen dort dann auch die ersten 'Gastarbeiter' aus Italien ein. Sie wurden für das Wirtschaftswunder dringend benoetigt, aber in der Nachbarschaft wollte sie keiner wirklich haben. Ihren ging der Ruf voraus, dass sie schmuddelig seien und dass sie stinken. Auch dachte man, dass sie sowieso bald in ihre Heimat zurückkehren würden, daher versuchte man gar nicht erst sie zu integrieren, sondern richtete an meiner Schule z.B. rein italienisch-sprachige Klassen mit Lehrern aus Italien ein.
An einem schoenen Tag quengelte ich so lange bis mit meine Mutti mit meinem neuen Puppenwagen allein auf der Straße spielen liess. Unter vielen Ermahnungen brachte sie mich hinunter, zeigte mir die Klingel, die ich betätigen sollten, falls etwas schief ginge. Sie konnte mich ja nicht vom Fenster aus beaufsichtigen, da unsere Wohnung, wie schon gesagt im Hinterhaus lag.
Nun was soll ich sagen, es dauerte keine 10 Minuten, da hatte eine Gruppe von älteren Jungs mit mit meinem tollen neuen Puppenwagen entdeckt. Zuerst machten sie Witzchen, dann zogen sie meiner Puppe die Bettdecke weg, unter großem Gelächter wurde dann der ganze Puppenwagen umgekippt, ich war mittlerweile in Tränen aufgeloest, und die Jungs haben die Puppe getreten. Verzweifelt versuchte ich meine Mutter zu rufen, aber es stellte ich heraus, dass ich zwar unseren Klingelknopf erkannte, aber wegen meiner geringen Koerpergroeße nicht erreichen konnte.
Da kam mir die kleine Italienerin Antonietta zur Hilfe. Sie war wohl ein Jahr älter als ich und brachte noch Unterstützung mit, das veranlasste die Jungs dazu von mir und meinem Puppenwagen abzulassen. Antonietta half mir meine Habseeligkeiten wieder einzusammeln und meine Puppe wieder zu betten. Sie bewunderte meinen neuen Puppenwagen sehr und ich liess sie ihn gerne schieben.
Von diesem Tag an waren wir unzertrennlich. Wir verbrachten Stunden mit meinem Puppenwagen, sie brachte mir mit ihren Freundinnen Gummitwist springen bei. Unsere liebste Betätigung war allerdings das Glanzbilder Tauschen. Sie zeigte mir ihre Sammlung und ich nahm Kontakt mit dem lokalen Schreibwaren- und Zigarrenhandel auf, um mir dort eine leere Zigarrenkiste zu erbetteln. Denn mit der Zigarrenkisten stand oder fiel das gesammte Unternehmen. Dann wurden Oma und Mutti bei jedem Einkauf beknetet, mir doch Glanzbilder zu kaufen. Antonietta liebte die glitzerigen, am liebsten hatte sie die Engelsmotive oder Marienbilder, ich war mehr auf die Rosen und Blumenbilder aus. Irgendwo auf dem Speicher in meinem Elternhaus ist sicher auch noch meine Zigarrenkiste zu finden.
Antonietta hatte eine große Familie, sie war das vorletzte Kind. Sie nahm mich oft in ihre Wohnung mit, dort war immer etwas los. Die pubertierende Schwester wurde von ihrer Mutter mit dem Kochloeffel um den Tisch gejagt, weil sie mit einem deutschen Jungen geredet hatte, die Familie sass um einen großen Tisch und man teilte sich Spagehtti aus einer großen Plastikschüssel, es roch fremd und doch so aromatisch, heute weiss ich, das lag am Knoblauch und am Oregano. Dreckig war es dort keineswegs, ich erinnere mich an Antoinettas Mutter immer in der Kittelschürze und mit Putzeimer und Lappen in der Hand.
Ich muss sagen, ich bin für diese Kindheitserinnerungen sehr dankbar. Später zog Antonietta in eine andere Straße, ich habe sie dort noch einmal besucht, aber dann leider aus den Augen verloren. Mittlerweile hatte ich mich auch mit Inge von gegenüber angefreundet, sie ging in meine Klasse.

Sonntag, 19. Juni 2011

Glutenfreier Schokoladen-Bananenkuchen

Seit vielen Jahren schleppe ich eine Kuchenform von meiner Oma mit mir herum. Ich hatte sie noch nie benutzt. Sie buk immer ihren Napfkuchen darin - leider habe ich das Rezept nicht. Diesetage kam die Form auch endlich einmal in meinem Haushalt zum Einsatz. Wie immer fing alles damit an, dass sich in meinem Früchtekorb drei überfällige Bananen tummelten. Ich schmeisse nicht gerne Lebensmittel weg, daran ist auch die oben besagte Oma schuld. Sie hatte durch den Krieg alles - wirklich alles - verloren und lehrte mich daher einen sorgsamen, fast ehrfurchtsvollen Umgang mit Lebensmitteln. Diese Form ist unbeschichtet, daher muss man sie vor Gebrauch gut einfetten. Das folgende Rezept kann für diese Form durchaus verdoppelt werden. Da wir nur zu zweit sind, bin ich mit weniger Zutaten vorgegangen.
3 reife Bananen, zerquetscht
100g feiner Zucker
100g Magerquark

50g gesalzene Butter, geschmolzen

75g gemahlene Mandeln

100g Reismehl

1 TL Backpulver

75g dunkle, geschmolzene Schokolade

Aus allen Zutaten einen Rührteig bereiten und bei 175 Grad ca. 40 Minuten backen. Achtung - jeder Ofen ist anders, also Stäbchenprobe machen. Den Kuchen kurz in der Form abkühlen lassen, dann ggfs den Rand loesen und auf ein Kuchengitter stürzen. Wenn er kalt ist mit 75g geschmolzener Schokolade überziehen.



Samstag, 18. Juni 2011

Aprikosenkompott fein gewürzt

Zum Mezze Abend sollte es eigentlich Feigenkompott geben. Wie immer - Murphy's Law besagt das schon - gab es keine frischen Feigen, wenn ich sie 'mal kaufen wollte... grrrrr. Aber man ist ja flexibel und so wurde kurzerhand auf frische, wohlriechende Aprikosen umgeswitcht.

1 Koerbchen - ich habe noch ein echtes Problem mit dem o-Umlaut, da schmeißt mich Blogger jedes Mal raus ---
Folgendes kam rein:
1 Päckchen frische Aprikosen, halbiert und entsteint
1 Schuss Apfelsaft
1 EL Honig
1 EL Rosenwasser
1/2 TL gemahlenes Zimt
Lavendelzweige aus dem Garten zur Deko

Aprikosen mit Apfelsaft, Honig, Rosenwasser und Zimt ca. 10 Minuten leicht kochen lassen. Abkühlen lassen und mit Lavendelzweigen verzieren. Im Kühlschrank über Nacht zugedeckt ziehen lassen. Mit griechischem Joghurt oder Vanilleeis anrichten. Ich hatte auch noch etwas Walnusskrokant zum Darüberstreuen gemacht. Dazu gab es frischen Minztee.

Freitag, 17. Juni 2011

Teatime in Hartwell House


Meine Freundin Anna lud mich zum Geburtstag als 'Special Treat' zum Afternoon Tea ins Hartwell House - es gab feine Fingersandwiches, Scones mit Erbeermarmelade, Tee nach Wahl und natürlich kleine Petit Fours. Im Bild oben kann man den Drawing Room sehen, in dem der Tee stattfand.

Hartwell House liegt etwas ausserhalb von Aylesbury auf dem Weg nach Oxford. Es ist ein Landhaus, heutzutage vom National Trust verwaltet, welches im 19. Jahrhundert Berühmtheit erlangte, weil dort der franzoesische Koenig Louis XVIII für einige Jahre im Exil war.
Im herrlich englischen Park machten wir vor dem Tee einen Spaziergang. Das Wetter spielte mit und es war ein sehr gelungener Nachmittag.



Donnerstag, 16. Juni 2011

Steak Tartare

Man glaubt es kaum, aber auf der Insel wird allerorten blutiges Steak gegessen, aber wenn ich von Tartar spreche, dreht sich vielen der Magen um. Gestern Abend hatte ich einen richtigen Heisshunger auf das Zeugs. Also kaufte ich mir ein Stück Bio-Steakfleisch und hackte es im Blitzhacker klein. Angemischt wurde es mit einer kleingehackten Schalotte, einem EL gehackter Kapern, einem Schuss Tabasco, reichlich Peffer und etwas Salz und einem TL Senf. Darauf ein Eigelb und angerichtet mit einer Avocado. Das war schon Leckerchen.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Meine neue Kamera + Laptop

Seit sehr langer Zeit war es mein Wunsch eine Olympus Pen Kamera zu haben. Vielen lieben Dank an meine Geburtstagsgäste, denn durch ihre Großzügigkeit wurde mein Traum endlich wahr!!!!! Während ich dies so schreibe, sitze ich am Compi und versuche die Software zur Bildbearbeitung zu meistern. Es ist alle so anders und erscheint auf den ersten Blick ziemlich kompliziert. Bisher ist es mir leider noch nicht gelungen, die Fotos auf Blogformat zu verkleinern..... Das muss ich unbedingt herausfinden, denn sonst laden die Seiten ewiglich. Hinzu kommt noch, dass ich einen neuen (eigentlich ist er alt - aber für mich eben doch neu) Laptop habe, da muss man erst einmal die Umlaute finden, denn ich habe schliesslich ein englisches Keyboard. Ich finde die Freiheit, die man mit einem Lapto hat, fantastisch. Er steht auf der Arbeitsplatte in Küche, so kann ich Rezepte direkt nachschauen, ich sitze am Frühstückstisch und blogge schon einmal ein wenig, oder lese die Blogs auf meiner Blogliste... ist einfach toll, diese Unabhängigkeit, derweil wundert sich Hubby, denn für ihn ist sein Laptop vorwiegend Arbeitspferd. Also, habt bitte ein wenig Geduld mit mir, denn die neuen Technologien müssen erst einmal gemeistert werden.

Dienstag, 14. Juni 2011

Marinierter Broccoli

So gerne ich Broccoli esse, machmal ist er etwas langweilig. Gestern Abend versuche ich ihn etwas 'aufzupeppen'. Den Broccoli kurz garen, er soll wirklich noch etwas Biss haben. Ich mache das in der Mikrowelle unter Klarsichtfolie, 3 Minuten - fertig.
In einer Pfanne eine kleingeschnittene Chillischote, 3 Anchovisfilets, 1 geriebene Knofizehe mit 2 EL Butter anbraten. EL eingelegte Kapern und den Saft einer halben Zitrone zugeben, gut erhitzen und zum Broccoli geben, gut vermischen, etwas stehen lassen, sollte nur noch lauwarm sein. Schmeckt gut zum gebratenen Fleisch oder Fisch.

Montag, 13. Juni 2011

Eingelegte Paprika

Obwohl ich dieses Rezept andauernd mache, habe ich es noch nie 'verbloggt'. Es ist ratsam für dieses Rezept wirklich schöne, reife, rote Paprikaschoten zu kaufen. Für eine gute Portion sind 4 Paprikaschoten richtig. Nun gibt es vielfältige Möglichkeiten die Haut von den Paprikas abzukriegen. Man kann sie - wie Jamie Oliver - showmäßig auf der Gasflamme anschwärzen, man kann ihr mit dem Sparschäler zuleibe rücken etc. Wichtig ist, die Haut muss ab, das macht dieses Gemüse zum einen bekömmlicher und natürlich auch süsser.

Ich mache es so:

Die Paprikas waschen, den Stängelansatz kreisförmig herausschneiden, die Schoten halbieren und die Kerne entfernen. Mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Alufolie großzügig ausgelegtes Backblech legen und bei 220 Grad ca. 25 Minuten im Ofen backen. Blech herausnehmen und mit Alufolien luftdicht abdecken, oder die Paprikas in einen Gefrierbeutel, oder eine Dose legen. Wichtig ist, dass der Dampf nicht entweichen kann. Abkühlen lassen. Nun lässt sich die Haut problemlos entfernen - na ja, ein bisschen klebrig und matschig ist es schon....

Die Paprikahälften teilen und noch lauwarm in eine Marinade aus Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer und Kräutern nach Geschmack (z.B. Kräuter der Provence, Oregano, Thymian etc) legen. Am besten über Nacht marinieren. Als Teil der Antipasti - oder Mezze Vorspeise servieren.

Sonntag, 12. Juni 2011

Risotto mit Möhrchen, Nordseekrabben und dicken Bohnen

Um die ersten dicken Bohnen - Broad Beans, wie sie hierzulande genannt werden - gibt es fast soviel Zauber, wie um den ersten Spargel. Ich finde die kleinen Dingelchen auch fazinierend, sie wachsen gut gepolstert heran, ich kenne wirklich keine andere Pflanze, die ihre Samen so weich einbettet. 400g ganze Bohnen ergaben dann leider nur dieses 'Händchen' voll dicke Bohnen, vielleicht sind die TK-Packungen da doch effektiver.....



Hier übrigens meine neue Küchenwaage. Ich war es leid nach mindestens 3 Digitalwaagen - die ausser Sprechen so ziemlich alles konnten, und weitschweifig versprachen mich nie zu enttäuschen und sehr vielen (und teuren) Batteriekäufen später .... grrrrr, immer wenn es drauf an kam, gingen sie jedenfalls nicht. Meinen letzten Kuchen konnte ich nur durch Abschätzen der Mengen backen..... Daher machte ich nun den Schritt zurück in die Zukunft und kaufte mir eine - hoffentlich immer funktionierende - analoge Küchenwaage. Sie war günstig, nur 7 Pfund und kommt mit keinerlei Folgekosten daher - auf eine lange und glückliche Zusammenarbeit :o)))



In mein Risotto kamen diesmal auch diese Nordseekrabben. Nachdem ich neulich ein TV Programm über die Zucht von Tigerprawns etc. in Thailand sah, denke ich, man sollte versuchen möglichst lokale Zutaten zu verwenden - diese Krabben sind klein, aber dafür umso geschmackvoller und auch gar nicht teuer.

Da die dicken Bohnen eher sparsam vorhanden waren, wurden als Gemüseeinlage geriebene Möhrchen verwendet, diese mit dem Reis unter rühren garen. Sehr lecker war es!!!

Samstag, 11. Juni 2011

Wieso war ich nicht schon früher einmal an der Mosel???

Nach einer ziemlich langen Blogpause melde ich mich heute zurück. Aus dem Urlaub kamen wir bereits am letzten Samstag, aber in der ersten Woche forderten andere Aktivitäten unsere Aufmerksamkeit. Jetzt ist mehr Zeit und es wird wieder regelmässiger gebloggt - grosses Indianerehrenwort :o))) Nach einer wunderschönen Geburtstagsparty mit Familie und alten und neuen Freunden ging es an dem nachfolgenden Sonntag zuerst zum Ladies Day auf der Krefelder Rennbahn (wir hatten aufs richtige Pferd gesetzt :o)) und dann in genau 2 Stunden und 10 Minuten zu unserem Feriendomizil an der Mittelmosel.

Ich muss sagen, warum ich erst das 5. Jahrzehnt erreichen mußte, um dorthin in den Urlaub zu fahren, ist mir schleierhaft. Na ja, ganz so schleierhaft wohl nicht, denn in meiner Jugend fand ich die allerseits stattfindenen Kegelclubausflüge 'nar die Mosel' so etwas von uncool. Ich habe mir auch sagen lassen, dass damals der Moselwein eher süß und vielleicht auch 'mal gepanscht (?) war. Vielleicht muss man auch, wie guter Riesling, etwas reifen, damit man die Vorzüge des Gebietes zu schätzen lernt???


Hier im Bild Bernkastel-Kues, dort ist schon etwas mehr los. Wir hatten uns allerdings in Minheim, einem kleinen Weinörtchen (vom Massentourismus unbeleckt) eingecheckt. Dort probierten wir uns jeden Abend in den Straußwirtschaften durch die örtliche Weinlagen.

Ansonsten wurde geradelt, denn wider Erwarten sind die Radwege, weil direkt am Wasser, alle flach, da kann man radeln, bis der Arzt kommt, ab und zu eine Pause mit Weinschorle und dann geht es weiter - einfach wunderbar.

Auch zu empfehlen ist der Mo-Secco, dieser soll an den Prosecco erinnern und ist sehr trinkbar. Weiterhin verköstigten (und kauften selbstverständlich) Rieslingsekt, der nach der Champagnermethode hergestellt wird. Das ist ein echter Geheimtipp!!! Wir brachten reichlich Wein mit, die Produktion dort findet in Mini-Weingütern statt, wir haben uns mit vielen Winzern unterhalten und so hat jedes Fläschchen nun eine besondere Bedeutung. Dort fahren wir bestimmt wieder hin - vielleicht hat dieses Gebiet sogar 'Retirement Potential'.