Translate

Freitag, 30. Dezember 2011

Frohes Neues Jahr 2012

Mit diesen Bildern von einer Cooking Demonstration in Charlecote Park verabschiede ich mich von Euch aus dem Jahr 2011.
Ich muss heute noch 5 Std arbeiten, dann holt Hubby mich ab, und dann geht es direkt zur Weihnachts-Nach- und Sylvesterfeier nach Deutschland. Das Auto ist bereits mit den Geschenken beladen und ich freue mich auf Good Old Germany.
Derweil ziehen Sohn und Freundin ein und hüten Haus und Katze. Sohn wartet immer noch auf sein Visum für Abu Dhabi, so etwas braucht Zeit, das darf nicht überstürzt werden :o)
Ich wünsche Euch alles Gute für das Neue Jahr, und dass Eure Träume in Erfüllung gehen. See you all in 2012!!!!

Donnerstag, 29. Dezember 2011

The Devils Horsemen


Habt Ihr Euch manchmal schon gefragt, wie die teilweise halsbrecherischen, immer rasenden und oft auch komischen Pferde/Kutschen Szenen in den großen Spielfilmen und TV Filmen zustande kommen? Es wird doch sehr oft übersehen, dass die berühmten Schauspieler zwar reiten können, aber die gewagteren Szenen dann doch von ausgebildeten Stunt-Men und Stunt-Pferden übernommen werden. An dieser Stelle kommen in den meinsten Filmen die Devils Horsemen ins Spiel. Das Gestüt 'Wychwood' liegt wenige Meilen von unserem Wohnort entfernt und als 'Special Treat' für meine Schwiegermutter zu Weihnachten ging es gestern Abend zur dortigen Weihnachts-Show. Und was für ein Klamauk das war, dort sah man in einer losen Rahmenhandlung die wunderbarsten Szenen, halsbrecherische Stunts und tolle Pferde. Wenn demnächst der Film 'War Horse' anläuft, darauf achten, die Pferde, Kutschen, Training etc wurden alle vom Devils Horsemen Team gestellt. Braveheart, Merlin, Jane Eyre, The Kings Speech, Dr Who, Ironclad, The other Boleyn Girl um nur ein paar Filme zu nennen, wurden alle mit Hilfe dieses fantastischen Teams gedreht. Wir waren, wie schon bei unserem ersten Besuch vor ein paar Jahren, total begeistert.

Samstag, 24. Dezember 2011

Frohe Weihnachten - Merry Christmas

Liebe Blogleser, liebe Feunde und liebe Familie,

Ich wünsche Euch von ganzem Herzen ein Frohes Weihnachtsfest mit genussreichem Essen, guter Gesellschaft, Spielen, Gesprächen, Besinnlichkeit, Entspannung, Erholung und natürlich - falls alle Stricke reissen - einem guten TV Programm.
Das Weihnachtsfest bringt für mich auch einen (temporären) Abschied von meinem Jüngsten, er hat einen Job in Abu Dhabi angenommen und wird Anfang Januar für mindestens ein Jahr dorthin ziehen. Wir entwickeln uns langsam zur globalen Familie (wird doch langsam Zeit, dass ich mich mit Skype anfreunde), ein Sohn lebt in den USA, ein Sohn lebt mit seiner Familie in Deutschland und nun geht einer in den mittleren Osten - aber ein Sohn bleibt uns in der Nähe noch erhalten!

Liebe Grüße von meiner Insel :o))

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Squash Risotto mit Bratwurst und Salbei

Risotto mit Bratwurst, oder für die Liebhaber fremder Sprachen 'Risotto con le Salsicce' ist ein Klassiker der italienischen Küche, und ich kann Euch verraten, auch auf der Insel schmeckt dieses Gericht exzellent. Für zwei leckere Portionen braucht man:
2 frische Bratwürstchen, gerne die italienischen - schliesslich lieben wir es authentisch, gell!
1 handvoll frischen Salbei
140g Arborio Reis (schon wieder ganz authentisch), anderer Rundkornreis geht auch
1 Schalotte, fein geschnitten
1-2 Knofizehen, durchgepresst
400ml Hühnerbrühe
1 kleines Glas Weisswein
1 kleiner Kürbis (bei mir war es ein gestreifter, keine Ahnung, wie der heisst)
Olivenöl
1 EL Creme Fraiche
Pfeffer
frisch geriebenen Parmesan
Den Kürbis schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Im Mikro Dampfgarer ca. 8 Minuten gar dämpfen - selbstverständlich kann der Kürbis auch im Backofen, so wie hier, oder im Kochtopf vorbereitet werden. Mit der Gabel zermusen. Das Risotto wie gewohnt zubereiten, wenn die Brühe aufgebraucht ist, das Kürbiskochwasser verwenden. Das Risotto sollte nicht wie ein Kloss zusammengepappt auf dem Teller liegen, sonder vielmehr all'onda auf den Teller kommen. Während man im Risotto rührt, in einer separaten Pfanne die Bratwurst (Pelle vorher entfernen) krümelig mit dem geschnittenen Salbei anbraten. Wenn der Reis fertig ist, Kürbismus und Bratwurst zum Risotto geben und gut durchwärmen. Mit Creme Fraiche, Peffer und Parmesan abschmecken.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Linguine mit Lachs und Spargel

Wie schon erwähnt, wurde auch in diesem Jahr der Gravad Lax nach diesem Rezept angefertigt. Diesmal habe ich ihn allerdings vom Fischhändler filetieren lassen. Der packte mir die Reste (Kopf, Mittelgräte, Flossen etc.) freundlich ein. Mit Zwiebel, Möhre, Lorbeer und vielen Kräutern wurden diese ausgekocht, in der TK befinden sich nun ein paar Beutelchen Fish Stock, perfekt fürs nächste Seafood Risotto. Das fleischige Stück, wo all die kleinen Rücken-Grätchen sitzen habe ich nach 5 Minuten herausgefischt, verlesen und für dieses Abendessen bereits gestellt.

Für zwei Portionen braucht man:
200g Linguine, nach Packungsbeilage zubereiten
150g Creme Fraiche, oder saure Sahne
1 EL Senf
1 Scheiblette, oder eine Ecke Schmelzkäse (optional)
Prise Curry
reichlich Muskatnuss
Salz + Peffer
granulierten Knofi
frischen Zitronensaft
Die Zutaten auf kleiner Flamme sanft erwärmen. In der Zwischenzeit ein kleines Bund grünen Spargel in schräge Scheibchen schneiden und im Dampfgarer in der Mikro 3 Minuten garen. Spargelstücke und Lachsreste in die Sauce geben und gut durchwärmen. Mit Tomatenstückchen und frischer Petersilie bestreut auf den Linguine anrichten. Fertig ist ein schnelles und glücklich machendes Abendessen :o))

Sonntag, 18. Dezember 2011

Happy 4. Advent - mit Weihnachtsdessert

Hier ein Eindruck von unserem kleine Weihnachtsbaum, leider in der Sonne fotografiert. Ich hatte die kleine Blautanne im letzten Jahr gekauft, übersommert wurde sie im Topf im Vorgarten. Nun kommt sie zu neuen Ehren, das nenne ich praktisches Recycling, und das kann gerne noch viele Jahre so weiter gehen.
Neulich machte ich dieses kleine Dessert für eine vorweihnachtliche Paella-Party. Ich serviere gerne die Desserts schon fertig portioniert in Gläsern. Das sieht so hübsch aus. Für 6 Portionen haben ich folgendes gebraucht:
250ml Double Cream (ersatzweise Schlagsahne)
200ml Joghurt
2 EL Puderzucker
1/2 Glas Preiselbeersauce (ich nehme gerne die von Ikea)
ein paar Baisers, zerbröselt
1/2 Granatapfel, Beeren ausgelöst
Schokoflocken
Die Sahne steif schlagen und mit Joghurt und Puderzucker vermischen. Nun eine Lage dieser Creme in die Gläser schichten. Je 2 EL Preiselbeersauce darauf geben und mit Creme bedecken. Nun die Granatapfelbeeren in die Gläser geben und mit Baiser und Schokoflocken bestreuen. Im Kühlschrank bis zum Servieren kühlen.

Samstag, 17. Dezember 2011

Gemütlicher Nachmittag - das habe ich mir verdient

Hubby hat Hexenschuss und muss gepflegt werden. Ich schlage mich derweil doppelt, damit ich auch alles geschafft bekomme. Ich war an drei aufeinanderfolgenden Tagen zum Einkaufen, nun ist es genug!!!! Alle Zutaten für unser Weihnachten sind vorhanden, der Lachs reift in seiner Dill-Zucker-Salz-Kruste heran, Getränke, Desserts, Käse wurden besorgt. Der Baum steht, die Christmas Show ist gebucht, die Gäste wurden geladen, die Geschenke sind weitgehend vorhanden, aber eingepackt wollen sie noch werden. Hoffen wir, dass es Hubby bald wieder besser geht, damit er die Festivitäten auch mit geniessen kann. In der Zwischenzeit habe ich mir einen Drink verdient. Dieser besteht aus Pommeau auf Eis, aufgegossen mit Tonic Water. Versucht es, es schmeckt vorzüglich. Ein lustiges Feuerchen habe ich mir auch dazu gemacht. Lasst es Euch gut gehen, in dieser hektischen Zeit, macht 'mal eine Pause.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Kohlrabisuppe mit Einlagen

Ein fetter Kohlrabi war in der Vegiebox. Kohlrabi kennt man hier kaum, er findet sich jedenfalls nicht standardmässig in jedem Supermarkt. Leider war er ziemlich gross, und daher nicht so zart, wie ich es mir gewünscht hätte. Daher kam er dann auch 'nur' in die Suppe.
Kleingeschnitten die Suppe hüpften:
1 grosser Kohlrabi
1 grosse Zwiebel
2 Knofizehen
3 kleine Möhrchen
500 - 700 ml Hühnerbrühe
Alle Zutaten 20 - 25 Minuten sanft kochen lassen. Mit dem Zauberstab blitzen. Kräftig abschmecken mit Muskat, Dijonsenf, weissem Pfeffer und 2 EL von der Blauschimmelcreme von gestern.
Zweimal wurde die Suppe angerichtet, einmal mit gebratener Parmaschinkenscheibe und gebratenen Champignons und einmal mit gebratenem Black Pudding. Das Foto mit Black Pudding wurde mittags aufgenommen, das Foto mit Champignons am Abend, daher ist es leicht gelbstichig.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Gurkenhäppchen mit Räucherlachscreme

Zu Weihnachten überschlagen sich die hiesigen Supermärkte förmlich mit ihrem Angebot an 'Finger Food'. Die Party Saison erfordert es, dass Gastgeber zu jeder Drinks-Party eine gute Auswahl derselben bereitstellen. Da ich diese lieber selbst mache, hier mein Vorschlag für Gurkenhäppchen mit Räucherlachscreme.
Für eine Platte braucht man:
1 Gurke, geschält und in 1cm Scheiben geschnitten. In Deutschland sind, wie ich mich erinnere, die Salatgurken furchterregend gross, hier braucht man einer eher kleine Variante
200g Philadelphia
1 EL geriebenen Meerettich
100g fein geschnittenen Räucherlachs
1 EL Double Cream
Spritzer Zitronensaft
Pfeffer
Aus allen Zutaten eine Creme rühren. Mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen (Spritzbeutel ist wegen der Räucherlachsstückchen nicht ratsam) formen und auf die Gurkenscheiben setzen. Mit Petersilie garnieren. Diese Häppchen sind etwas gesünder und vor allem glutenfrei. Happy Christmas!!!
Und als Zugabe (weil nicht fotografiert) noch die Blue-Cheese-Cream, die gab es dann auf Ritz Crackers (aber auch hier kann man, z. B. mit Selleriestangen experimentieren).
200g Philadelphia
2-3 El guten Sherry
Paprikapulver
50g Blauschimmelkäse, gekrümelt
Aus Philly, Sherry, Paprikapulver und Pfeffer eine Creme glattrühren, dann die Blauschimmelkäsestückchen untermischen. Die Creme sollte noch etwas Textur haben.

Ich muss hier doch einmal etwas zum Thema 'Fotografieren' sagen. Ich finde, was da auf vielen Blogs geboten wird ist 'Kunst', die Arrangements gleichen Stilleben. Da ich in meiner Freizeit auch gerne Künstler (Aquarelle) bin, bewundere ich diese Detailfreudigkeit und Geduld, in meinen Food Blog hat es die Kunst allerdings noch nicht geschafft.
Ich koche um zu geniessen, dazu gehört nicht, dass ich mein Essen kalt werden lasse, und es dann auf dem Fussboden ablichte. Auch mag ich nicht mit Zinnlöffeln oder aus Messingschalen essen. Ihr seht, was ich meine. Wenn ich koche, dann halte ich es mit 'What you see, is what you get!', will sagen, bei meinen Fotos wird schnell der Dampf weggepustet und dann geknipst, um Euch einen Eindruck vom Rezept zu geben. Hubby sitzt meist schon am Tisch und wartet, und ich will ihn nicht alleine essen lassen, denn Essen ist für mich vor allem Genuss und Geselligkeit!!!

Montag, 12. Dezember 2011

(Key)-Lime-Pie


Schon lange wollte ich einmal eine Key-Lime-Pie zubereiten. Limes (Limetten) haben mich immer schon fasziniert. Die kleinen, grünen Verwandten der Zitronen sehen so perfekt - so wunderbar grün - aus. Leider sind sie um einiges schwerer auszupressen. Ihr Geschmack ist weniger 'harsh', sie sind etwas süsser und milder als ihre gelben Cousins. Aus der von mir so geliebten Thai Küche sind sie nicht wegzudenken. In Florida werden die Key-Limes angebaut, sie sind kleiner und etwas gelblicher als die uns bekannten Limetten. Diese habe ich leider hier nicht bekommen, daher ist diese Pie genaugenommen keine Key-Lime-Pie, sondern nur eine Lime-Pie.
Für eine mittlere Tarte-Form mit losem Boden braucht man folgende Zutaten:
250g Digestive Biscuits (ich weiss nicht, ob es die in Deutschland gibt - grobe Vollkornkekse könnten ein Ersatz sein)
100g Butter, geschmolzen
Die Kekse im Food Processor fein zerkleinern und mit der geschmolzenen Butter vermischen. In eine Tarteform drücken und bei 180 Grad 10 Minuten backen.
In der Zwischenzeit die Füllung aus diesen Zutaten vorbereiten:
Saft aus 5 - 7 Limetten (wenn sie etwas älter sind - wie meine -, sehen sie zwar nicht mehr so gut aus, sie geben aber mehr Saft), es sollten etwa 180 - 200ml sein.
4 Eigelb
1 Dose Kondensmilch (400ml)
4 EL Puderzucker
Die Zutaten vermischen, die dickliche Creme auf den vorgebackenen Boden geben und nochmals 15 Minuten backen. Gut auskühlen lassen.200g Double Cream aufschlagen und die Pie damit gleichmässig bestreichen. Mit Schokoflocken bestreuen. Gut gekühlt servieren.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Happy 3. Advent - mit Käseschnecken (Cheese Swirls)

Einen Schönen 3. Advent wünsche ich Euch, leicht verkatert, von der Insel. Gestern Abend hatten wir unsere alljährliche Nachbarschafts(besäufnis)party. Es war sehr, sehr nett. Der heutige Morgen startete für mich mit zwei Aspirin und reichlich Wasser, jetzt geht es aber wieder :o))Diese Schnecken sind schnell gemacht und waren schlicht der Renner. Man nehme einen schon fertig ausgerollten Blätterteig aus dem Kühlregal.
Diesen zuerst mit mit Milch verschlagenem Eigelb bestreichen. Dann darauf geriebenen Cheddar (oder anderern pikanten Käse verteilen. Den oberen Rand dabei etwas frei lassen. Darüber einige kleingeschnittene Frühlingszwiebeln, geriebenen Muskat und ordentlich Paprikapulver streuen.
Nun so eng wie möglich aufrollen und in 1cm grosse Stücke schneiden. Mit Eigelb bepinseln und bei 180 - 200 Grad ungefähr 12 Minuten backen. Noch lauwarm zum Wein servieren.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Thai Entencurry inspiriert durch Blue Elephant Cook Book

Meine neueste Food-Obsession ist Thai. Thai ist total schmackhaft, frisch, farbig und relativ kalorienarm (- oder eher kontrolliert). Hier gibt es in jedem Städtchen ein local Thai Restaurant. What's there not to love? Bei uns entwickelt sich der Besuch 'unseres' Thai am Heiligabend gerade zur Tradtition. Wenn man sich an die englische Aussprache dort gewöhnt hat (Melly Klickma - richtig - bedeutet Merry Christmas), kann man sich der Charmeoffensive und Herzlichkeit des dortigen Personals kaum mehr verschliessen. Schnell gekocht ist es im Zweifelsfalle auch, besonders, wenn man auf bereits vorbereitete Curry Paste zurückgreifen kann, bei mir lebt diese im TK in Portionen eingefroren. Ich habe das Blue Elephant Cookbook, dort finden sich immer wieder Anregungen für schmackhafte Gerichte, dieses Rezept beruht auf dem dort vorgestellten 'Grilled Duck Curry' .
2 - 3 Portionen wurden wie folgt gemacht:
1 grosse Entenbrust, salzen, pfeffern, Haut kreuzweise einritzen und für 5 - 10 Minuten unter den heissen Grill, dann im Backofen bei 180 Grad ca. 20 Minuten fertiggaren. Fleisch soll noch rosa sein. In mundgerechte Stücke schneiden
Ins Stirfry kamen (alles in Stückchen geschnitten):
1/4 frische Ananas
1 kleine rote Paprika
Stangenbohnen, aus dem TK Vorrat
1 rote Chilischote
1 Knofizehe, gerieben
1 Stück Ingwer, gerieben
2 EL rote Thai Curry Paste
1 Prise gemahlenen Cumin
1 Prise gemahlenen Coriander
1 - 2 EL Thai Fischsauce
Saft einer Limone
Gemüse und Ananas nacheinander in den heissen Wok geben und kurz anbraten, Ingwer, Knofi und Gewürze zugeben und mit 1 Dose Kokosmilch aufgiessen. Das Entenfleisch zugeben und gut durchwärmen. Mit Fischsauce und Limone abschmecken. Zum Anrichten noch Tomatenscheiben zugeben. Thai Basilikum wäre auch gut.
Mit Jasminreis servieren. Für die Zwiebel-Deko: 3-4 Bananenschalotten in feine Ringe schneiden und ca. 10 - 15 Minuten in einer separaten Pfanne in etwas neutralem Öl anbraten, sie sollen eher trocknen.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Schöner 2. Advent - Weihnachtsbäckerei mit Thorner Kathrinchen

Gestern war es soweit, wir trafen uns mit vier deutschen und einer schweizer Kollegin um Weihnachtsplätzchen zu backen. Jeder hatte einen Teig vorbereitet und unter viel Geschwätz und Lachen wurden die Plätzchen ausgestochen, verziert und bezuckert.
Vanillekipferl, Schwarz-Weiss-Gebäck, Gelee-Ringe - bald schon zog der Duft verführerisch durch Susanne's Haus.
Und das Beste: Jeder konnte eine Dose mit den verschiedenen Gebäcken mit nach Hause nehmen.
Mein Beitrag zu diesem Event waren Oma's Thorner Kathrinchen. Dieses Gebäck wurde von meiner Oma, die aus Ostpreußen stammte, nach Lust und Laune - oft mitten im Sommer gebacken. Meine Oma ist schon lange tot, aber meine Mutti ist der Hüter ihrer Rezepte und hat mir dieses gerne verraten. Es ist mein erster Versuch und wirklich überraschend gut gelungen.
Und so geht's:
1 kg bestes Weizenmehl
250g Butter, ich habe gesalzene genommen (eine Prise Salz tut fast jeder Süssspeise gut)
500g Honig
100g hellen Zuckerrübensirup (hier Teacle genannt), wenn nicht erhältlich, Rübenkraut tut es sicher auch, der Teig wird dann wohl dunkler
4 Eier, verschlagen
2 TL Natron
abgeriebene Schale einer Zitrone
4 TL Lebkuchengewürz (Oma nahm nur 2 TL, aber ich fand da zu wenig), man kann die Gewürze auch einzeln zugeben (Muskat, Zimt, gemahlene Nelken und gemahlenen Kardamom - etwas Ingwer)
Die trockenen Zutaten zusammen sieben. Die Butter mit Honig und Treacle bei milder Hitze schmelzen, die verschlagenen Eier zugeben und die Flüssigkeit mit der Mehlmischung mit einem Holzlöffel gut vermischen. Den Teig mindestens 2 Tage, besser 4 Tage an einem kühlen Ort (nicht im Kühlschrank), zugedeckt durchziehen lassen. Nun den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 4mm dick ausrollen und ausstechen. Die traditionelle Form besteht aus sechs in zwei Reihen angeordneten und sich überlappenden Kreisen (wenn ihr versteht, was ich meine - häh???? und soll an die wallenden Gewänder der Nonnen im dortigen Kloster erinnern). Bei uns galt, any shape will do. Vor dem Backen die Lebkuchen mit Milch bepinseln und mit halbierten Mandeln verzieren. Bei 180 Grad ca. 10 - 12 Minuten backen. Schokoglasur wäre auch denkbar.
Einen wunderschönen ersten Advent wünsche ich Euch!