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Montag, 17. September 2012

Globales Fruchttartchen mit Feigen und Pfirsichen

Ich lebe in einem Land mit hoher Bevölkerungsdichte (besonders hier im Süden) mit vergleichsweise wenig Landmasse (weniger als halb so groß wie Frankreich mit 10 Mio mehr Bewohnern). Ein großer Teil des Agrarlandes liegt als Grasland, das ist für den Farmer irgendwie lukrativer (wie habe ich auch noch nicht so ganz verstanden). Anyway, je nach dem welcher Statistik man glauben schenkt produzieren wir hier um die 60% der Nahrungsmittel des täglichen Bedarfs selbst. Der Rest wird importiert - das ist nicht gut so und könnte besser sein - in den 80ger Jahren waren es noch 80%. Es gibt vielfach Bestrebungen diese Zahl zu erhöhen und seit einigen Jahren gibt es Zuwachsraten.
Was der Verbraucher hier kauft, kommt dann auch aus aller Herren Länder. Mein kleines Tartchen bestand aus einem Mürbeteig wie folgt:
100g Weizenmehl (wahrscheinlich aus kanadischem Weizen - den Weizenfelder wie in der Bourgogne oder Champagne gibt es hier nicht)
50g Butter, die war englisch
1 TL Zucker (Rohzucker aus Jamaica?)
alle Zutaten mit etwas französischem Mineralwasser gemischt und in eine kleine Form gedrückt, diesmal wurde nicht vorgebacken.
Belegt wurde mit frischen türkischen Feigenspalten und italienischen Pfirsichen. Der Guss bestand aus 2 UK-Eiern, 100g dänischem Frischkäse und wieder Rohrzucker aus Jamaika. Gebacken wurde 30 Minuten bei 180 Grad, dann mit einer handvoll Mandelblättchen aus USA bestreut und weitere 15 Minuten backen. Geschmeckt hat mein globales Fruchttarchen sehr lecker, the best of the world.

Kommentare:

grain de sel hat gesagt…

WoW, wie kosmopolitisches es bei dir in der Küche zugeht: da treffen sich alle Herrenländer in einer Tarte :)

auchwas hat gesagt…

Köstlich das "Tartchen"!! Ich liebe Tartes erst diese Kombi, toll und dann das Internationale, wie bei mir, vieles aus Gegend nehmen aber an manchem kommt man nicht vorbei, wenn's der Rohrzucker aus Jamaika ist.LG Ingrid

stadtgarten hat gesagt…

Dein Tartchen sieht lecker aus!
Und ich musste eben schmuzeln, man macht sich ja meistens gar keine Gedanken darum wie international so ein selbstgekochetes oder gebackenes Essen ist. Einserseits interessant, aber auch ganz schön schade, denn die lokalen Produkte schmecken meistens doch am besten. Das genieße ich in der Provence immer und ich liebe es, samstags auf den Markt zu gehen und nach Angebot zu entscheiden, was es zu essen gibt.
Liebe Grüße, Monika

Island Girl hat gesagt…

@ grain de sel, ja in meiner Kueche ist richtig was los....
@ Ingrid, leider gibt es diese Situation, nicht wirklich ideal
@ Monika, ich liebe die Maerkte auch, mehr als alles andere, sind es die Maerkte, die mich unwiderstehlich anziehen.
LG Gudrun