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Montag, 6. Mai 2013

Franzbrötchen und Frühlingsgarten

 
Bei uns ist heute May-Bankholiday - habe ich bestimmt schon 'mal erwähnt, auf der Insel geht es fair zu - jedenfalls was Bankholdidays angeht! So wird der Tag, der in ganz Europa und auch auf der Insel 'Tag der Arbeit' oder 'Labour Day' heisst, hier immer am ersten Montag im Mai gefeiert, das hat den Vorteil, dass man immer ein langes Wochenende hat. Am 1. Mai wurde dann allerdings (leider) gearbeitet. Nicht, dass wir heute nicht arbeiten würden - denn im Garten gibt es reichlich zu tun. Hubby repariert gerade unser Gartentor (einige Latten sind im Winter verrottet) und ich will mich gleich der Pflege unserer Gartenmöbel widmen. Zuerst stelle ich Euch aber unser heutiges Frühstück vor, den Teig hatte ich bereits gestern Abend gemacht und dann im Kühlschrank übernachtet. Das Rezept hatte ich vor einiger Zeit bei Claudia gesehen, und es hatte mich sofort fasziniert. Ich komme von Niederrhein und dort hatte ich noch nie etwas von Franzbrötchen gehört. Da ich aber die Geschichten, die sich um die französisch besetzte Zeit in Deutschland ranken sehr interessant finde (ich kann nur empfehlen unbedingt die Bücher des Teams Michael Gregorio zu lesen!), war ich diesem Rezept gegenüber sofort aufgeschlossen.
 Bei mir kamen folgende Zutaten in den Teig:
400g weisses Brotmehl (strong Breadflour)
40g feiner Zucker
Prise Salz
1/2 Pkt Trockenhefe
160ml lauwarme Milch 
50g Salzbutter, in der Milch aufgelöst
1 Ei
Zuerst die trockenen Zutaten gut vermischen, dann die Milch-Butter-Ei-Mischung zugeben. Aufpassen, dass diese Mischung nicht mehr als 35 Grad hat, da die Hefe sonst nicht reagiert. Alle Zutaten zu einem Teig vermischen und 5 - 8 Minuten verkneten, das hat Mr Ken Wood sehr gut gemacht. Eine Stunde gehen lassen. Nochmals kurz durchkneten und weitere 45 Min gehen lassen. Zugedeckt ab in den Kühlschrank.
Heute Morgen dann den Ofen auf 200 Grad vorheizen und den Teig auf einer bemehlten Fläche ca. 1 cm dick ausrollen. Mit Butterflocken besetzen und mit einer Zimt-Zuckermischung bestreuen. Eng zur Rolle formen und ca. 4 cm Breite Stücke daraus schneiden.
Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit einem Löffel in der Mitte eindrücken, so dass die Seiten leicht herausgedrückt werden (ich habe da nicht beherzt genug zugedrückt, daher sind meine nicht so auseinandergegangen - war schließlich das Erste Mal!!!). Mit Eigelb bestreichen und ggfs noch mit weiterem Zucker bestreuen, ca. 20 Minuten backen. Ein wunderbarer Duft wird Eure Küche durchziehen, Kaffee aufsetzen und genießen, mmmmmhhhhhh!
Und weil heute so ein schöner Frühlingstag ist, hier noch ein Gruss aus meinem kleinen Stadtgarten.

 

Kommentare:

corazon hat gesagt…

Hallo Gudrun,
ich liebe Hamburg und ich liebe Franzbrötchen. Hier kannst du sehen, wie man die Schnecke in der Mitte mit einem Kochlöffel eindrückt um die originale Franzbrötchenform zu erhalten:
http://www.nonolulu.de/?p=122
Ich wünsche euch einen schönen Tag.
LG Petra

Island Girl hat gesagt…

Hallo Petra, genauso habe ich es gemacht, aber ich habe nicht fest genug gedrueckt... aber geschmeckt haben sie trotzdem, lg gudrun

356 Tage hat gesagt…

Du bist ja eine Talent in Küche und Garten! Die sehen echt zum Reinbeissen aus.
Und dass die Engländer keine kirchlichen Feiertage feiern, finde ich zwar sehr gut, aber hier in Bayern bin ich doch über jede Himmelfahrt und jeden Fronleichnam dankbar!

Frauke hat gesagt…

Deine Frühlingsblüten sind ja auch eine Pracht,
und Franzbrötchen sind eine Spezialität im Norden, wir sagen auch manchmal Butterfranz;
eine Variante sind Dänische Brötchen mit weißem Sesam , ich kenne es auch unter dem Begriff "Pluderteig", da wird erst ein Hefeteig zubereitet und dieser wie beim Blätterteig noch mit Butter getourt

diese Jahreszeit mit dem leichten Landregen erinnert mich an meine Aupair Zeit nahe Birmingham auf dem Land bei Reddich . WUnderschöne Landschft, eine Cottage auf Hügeln , im Tal auch mal Fuchsjgd, nur ziemlich einsam für ein aupair, das nur mit dem Rad einmal in der Woche zum Unterricht kam, vor lauter Heimweh nahm ich da 10 kg zu mit dem leckerern cadburry!!
Grüße aus dem Frühling im Norden von Frauke