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Mittwoch, 10. Juli 2013

Tomaten - Pfirsich - Salat und Blick in Nachbars Garten

Dieser Salat wurde inspiriert vom Salzkorn und etwas vereinfacht für Hubby. Leider habe ich nur einen kleinen Stadtgarten, da ist für Gemüse kaum Platz. In diesem Jahr habe ich, nach den Pleiten der letzten Jahre, auch darauf verzichtet Tomaten anzubauen, denn ohne Gewächshaus wird das hier nix. Ich hatte zwei verschiedene Sorten Tomaten auf dem Markt gekauft, kleine ovale und große Tomaten. Dazu gesellten sich die flachen Pfirsiche, hier liebevoll 'Doughnut Peaches' genannt. Diese hatten gerade den perfekten Zustand der Ruzeligkeit erreicht, bei dem sie auf dem Höhepunkt ihrer Saftigkeit sind, und man die Haut ganz einfach abziehen kann, so süß waren die. Der Salat ist schnell zusammengebastelt, vier Pfirsiche, eine große Tomate, viele kleine Tomaten, einen zerpflückten Mozzarella, Mallorca-Salz mit Hibiskusaroma, Pfeffer und ein guter Schuss Olivenöl. Mit Basilikum statt Pfefferminze, die hatte ich irgendwie vergessen - denn im Garten hat es genug davon - beim nächsten Mal dann! Wir haben den Salat als Beilage zum Gegrillten gegessen. Saulecker!
Und hier noch ein paar Fotos aus dem Garten unserer Nachbarn Joe und Mary habe ich sie genannt (die Namen sind natürlich geändert, eigentlich heissen sie Brian und Rose).
Brian ist ein Horder (Messie in Neudeutsch!), er sammelt alles, was er irgendwo aufgabeln kann. Was wir vor 10 Jahren rausgeschmissen haben, kann noch heute in seiner Garage gesichtet werden. So muss man sich das vorstellen. Garage und Schuppen sowie Schrebergarten sind mit anderer Leute Abfall geflutet, ins Haus darf er damit nicht, da passt Rose schon auf, bei ihr geht da es eher minimalistisch zu.Wir lieben Brian, denn er versorgt uns (machmal zu sehr unpassenden Zeiten) doch mit Unmengen von kostenlosem Holz, das wir im Winter in unserem Holzofen verbrennen können.
Überflüssige Pflanzen und Kübel finden bei ihm ein Zuhause. Gartenbänke hat er reichlich. Sein Garten hat eine Nord-Ost Ausrichtung, während unserer eine Süd-West Ausrichtung hat, jedenfalls hinter dem Haus, also die Lichtverhältnisse, die wir vor dem Haus haben, hat er hinten, und umgekehrt. Die Atmosphäre unserer Gärten könnte verschiedener nicht sein. Bei ihm gibt es ausgewachsene Bäume, auch in den Nachbargärten, das schützt vor den stürmischen Westwinden, die mein Gärtnerleben so schwer machen.
Wie man sehen kann, wird die Gartenschere hier nicht so oft eingesetzt, alles darf wachsen, wie es mag. Das ist gut für die Tiere, er hat Frösche, Kröten und auch eine Ringelnatter wurde schon gesichtet. Die Vögel füttert er sowieso, sie sind daher sehr zahm, zeigen sich völlig unbeeindruckt vom schwarzen Hauskater und fressen machmal sogar aus der Hand.
Leider zeigt sein Garten zwei Seiten der Medaile, vorne der dekorative Teil in welchen die Fundstücke mit Effekt angeordnet wurden, und dann der hintere mehr oder weniger unzugängliche, wilde Teil des Gartens. Da wird, wie man im Foto unten sehen kann, munter weiter gehordet. Vielleicht kann man die Teile nochmals brauchen, weiss man's?
Ich finde Brian und Rose' Garten sehr charmant, obwohl er nur teilweise als Garten in meinem Sinne genutzt wird, er hat eine absolut verträumte Atmosphäre und ich freue mich immer, wenn ich einen Blick in diese so andere Welt hinein werfen darf.

Kommentare:

Turbohausfrau hat gesagt…

Darf ich gestehen, dass ich solche Gärten sehr mag? Danke für die Einblicke.

Woolly Bits hat gesagt…

boah, da stehen die belfast sinks aufgereiht - nach denen sich hier scheinbar jeder (ausser mir:) die finger schleckt! ich finds auf beiden seiten ganz anziehend, aber wenn ich all die kuebel sehe, denke ich daran, dass die alle gegossen werden muessen - wie bei mir gleich auch:) und das nicht prunen wollen hat dein nachbar mit meinem gatten gemeinsam, wenn ich hier nicht die schere ab und an zueckte, waere alles nur noch fuer voegel benutzbar!
und danke fuer das salatrezept! sieht lecker aus, wird ausprobiert...
Bettina (von der gruenen insel, wo mir die hitzewelle langsam auf den keks geht:()