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Montag, 12. August 2013

Vive La France - Entenschenkel mit Pilz-Orangen Sauce und Sautierten Kartoffeln

Zum Blog-Geburtstag läuft bei Magentrazerl der Blog-Event Urlaub auf dem Teller - herzlichen Glückwunsch Susanne - ich lese gerne bei Dir! Da unser Urlaub erst im September sein wird (und ich mir die Zeit bis dahin irgendwie verschönen will), habe ich ein paar Fotos vom letzten Urlaub rausgekramt, gewissermaßen als kleinen Vorgeschmack auf das, was uns erwartet. Raymond Blanc strahlt derzeit auf der BBC und zeigt uns, wie man besser (und vor allem mit französischem Touch) kocht. Diesem Mann könnte ich stundenlang zuhören, der französische Akzent, gepaart mit englischem Humor eine einfach unwiderstehliche Combo. Neulich sautierte er Kartoffeln und bereitete Duck Confit zu. Zum Confit reichte es bei mir leider nicht, da ich die Entenschenkel noch am selben Tag zubereiten wollte und auch bei der Sauce musste ich improvisieren.
Die Entenschenkel in einer Casserole von allen Seiten in Entenschmalz scharf anbraten, zur Seite stellen. Den Bodensatz mit etwas Rotwein und einen EL getrocknete, eingeweichte Champignons mit Einweichwasser ablöschen. 2 - 3 EL Orangenmarmalade auflösen und etwas Hühnerfond zugeben. Die Schenkel auf die Sauce legen und im Backofen bei 180 Grad eine Stunde garen lassen. Fett in eine Bratpfanne abschöpfen. Sauce ggfs noch etwas mit Stärke anbinden. Kleine Kartoffeln soweit es geht in Würfel schneiden, ich habe sie nicht geschält, denn das Gute sitzt doch direkt unter der Schale - so heisst es wenigsten hier auf der Insel. Diese in kochendem, gesalzenem Wasser ca. 3 Minuten blanchieren, abgiessen. Die Kartoffeln im heissen Entenfett langsam von allen Seiten ausbraten. Entenschenkel mit Sauce, Kartoffeln und französischen Bohnen (so heissen die Buschbohnen hier) anrichten. Herausgekommen ist sehr leckeres Abendessen, das die Sehnsucht nach Frankreich bei uns noch intensiviert hat. 
Meine Leidenschaft für unser Nachbarland (hier wie auch in Deutschland ist unser nächster Nachbar Frankreich) dauert nun schon 30 Jahre an. Als ich das erste Mal in den frühen Morgenstunden die Grenze überquerte, war es um mich geschehen - coup de foudre - aber voll, ich weiss nicht warum?  Das war der Beginn einer ganz großen Liebe, daran konnte auch meine unmittelbare Bekanntschaft mit den französischen Toiletten nichts ändern.
Zum Glück teilt Hubby diese Leidenschaft uneingeschränkt! What is there not to like? Viel Landschaft, in der man sich verlieren kann, Kultur - und davon reichlich. Märkte, Menschen und immer wieder diese Landschaften, Wälder, Felder, Berge, Seen und La Mer - wie hier so intensiv besungen von Kevin Kline - it almost makes my eyes water!

Was würde ich drum geben nochmals in das Frankreich vor 30 Jahren zu reisen, als wir nie genug Geld für die Autobahnen hatten und daher die Landstraßen benutzen mussten, als französische Autos noch einzigartig waren, die Beschilderung im ländlichen Bereich mehr als vage und die Umgehungsstraßen nicht gebaut waren. Das war ABENTEUER pur!
 Heute sieht man diese wunderbaren Fahrzeuge, ins Abseits gedrängt - zu nichts mehr zu gebrauchen!
 Die farbenfrohen Märkte, die sich - wenn möglich - gerne der EU Legislation entziehen......


 ..... isch kauf mirr ein Baguette.......
 Lokale Produkte in Reih und Glied angeordnet.........
Stille und einsame Korkeichenwälder im Süden, Natur-Korken werden - dank der hygienischen Schraubverschlüsse - nun auch beim französischen Wein nicht mehr gebraucht
Und hier noch ein Clip, der, wie kein zweiter, unsere kollektive Liebe zu diesem fantastischen Nachbarland verdeutlicht. Die Black Fööss - und hoch lebe das Klischee!
Nur noch 2,5 Wochen, dann geht es es endlich wieder dorthin - wir können es beide kaum erwarten!!!!

Kommentare:

magentratzerl hat gesagt…

Das sieht ja so aus, als ob wir nicht nur die Leidenschaft für gutes Essen teilen würden. Auch ich hatte beim ersten Überqueren der Grenze nach Frankreich den "Coup de Foudre" und muss seither regelmäßig hin....
Vielen Dank!

Woolly Bits hat gesagt…

das ist lustig, mir fallen bei frankreich auch sofort "la mer" und "fronkreisch, fronkreisch" ein:) aber hinfahren darf ich nicht, ich wuerde mit sicherheit den ganzen tag nur futtern:)
viel spass im urlaub - und viel vorfreude sowieso!
Bettina (die auf der gruenen insel angeblich immer im urlaub ist...)

Island Girl hat gesagt…

@ Susanne, genauso, das Frankreich-Feeling faengt bei mir schon ganz im Norden an...
@ Bettina, Danke fuer die Wuensche. In Irland war ich noch nie... hat hier den Ruf sehr teuer zu sein...
LG Gudrun