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Freitag, 11. Oktober 2013

Ox Cheek Stew with fluffy Dumplings - Eintopf aus Ochsenbäckchen mit Klößchen



Neulich hatte ich von meinem 'Grand Malheur' berichtet. Beim Frankreichurlaub hielt ich feste Ausschau nach einer passenden neuen Guss-Casserole. Gar nicht so einfach: Im Supermarkt gab es die kleinen nur 'Made in China', das wollte ich nicht und eine große Casserole hatte ich ja bereits. Haushaltsgeschäfte, die wir sahen, führten nur große Größen.... ich hatte es schon fast aufgegeben, je den passenden Topf zu finden. Es sah so aus, als ob das Problem nur durch ein Besuch im nahegelegenen  Bicester  gelöst werden könnte - na ja, es gibt wirklich Schlimmeres ;o)). Bei einem unserer (vergeblichen, weil es war Montag) Besuchsversuche in diesem Garten hielten wir im in einem kleinen Spar-Supermarkt an, um dort Milch zu kaufen. Und dort fand ich sie, die passende Casserole, total eingestaubt auf dem untersten Regal stehend. Ich denke, dass sie locker 10 Jahre (wennicht noch länger) in diesem Supermarkt auf mich gewartet hatte..... für 68 Euro durfte sie mit in den Einkaufskorb. Das ist echtes Schicksal, 'we were just meant to be together'!!!!
Ich war zuerst von der Farbe nicht so überzeugt, aber Hubby meinte das sie 'classic' wäre und sehr gut unserem Rangemaster passen würde.
Sie ist innen emailliert und hat, clevere Idee, im Deckel eine Kerbe für den Kochlöffel - 'the height of sophistication' - Die Form des Deckels ist die eines 'Dutch Ovens', sie erlaubt es, dass sich das verdampfende Wasser sammelt und wieder in den Topf tropft.
Hergestellt wurde sie von Menastyl. Offenbar eine Firma, die vor langer Zeit (wenn man den noch im Net vorhandenen Werbespots glauben darf) in Frankreich aktiv war. Das mir so wichtige 'Made in France' ist jedenfalls im Boden zu sehen.
Als wir unseren Schatz zum Auto trugen meinte Hubby, wenn wir die Casserole zum ersten Mal benutzen sollte etwas Besonderes darin gekocht werden, ein Beef Stew so mit Dumpling, wie sie seine Mutter früher immer gemacht hätte. Ich versprach, mich in die Kunst der englischen Dumplings einzuarbeiten - nicht verzagen Google fragen! Dieses Rezept ist 'Comfort Food' in Reinkultur und darf desshalb am Blogevent 'Seelenfutter' von Sabine teilnehmen.
http://blog.punktkommatext.de/wp-content/uploads/2013/09/Seelenfutter_Banner_quer.jpg
Für die Casserole kaufte ich das momentan in aller Munde vorhandene Ochsenbäckchen mit ca. 500g - ich wurde nicht enttäuscht, die lange Garzeit wird durch die unvergleichliche Tiefe des Geschmacks wettgemacht. Dazu gesellten sich Karotten, Schalotten, Selleriestange, Knofi, Speckwürfelchen, kleine Champignons, getrocknete Steinpilze, Thymian, Rosmarin, Rotwein, eine Dose Butterbohnen (sehr wichtig für eine richtiges englisches Stew) und Fond. Zubereitet wie schon so oft und hier bereits vorgestellt.
Nun zu den Dumplings - den Klößchen, die sich mein Hubby so sehr wünschte, werden ganz einfach hergestellt. Alles was es braucht ist 'Self Raising Flour', das ist Mehl mit Backpulver schon drin, Butter, Salz und ggfs noch Gewürze. Für acht Dumplings nahm ich:
120g Self Raising Flour
60g Salzbutter (kalt)
Prise Salz
Prise englisches Senfpulver
etwas Milch
Alles vorsichtig zu einem Teig zusammenbringen, nicht wirklich kneten, sonst gehen sie nicht auf. Die Dumplings etwas ruhen lassen.
Eine halbe Stunde vor dem Essen die Klößchen in das heisse Stew setzen, sie sollten halb in der Sauce sitzen. Deckel drauf und im Ofen 20 Minuten garen lassen. Dann den Deckel abnehmen und weitere 10 Minuten anbräunen lassen. Die Dumplings saugen etwas Sauce auf und es gibt die unwiderstehliche Combo von weich/knusprig.

Für einen ersten Versuch, sind sie super gelungen. Das werden wir bestimmt wieder machen!

Kommentare:

Hillside Garden hat gesagt…

Glückwunsch! Und dann auch noch Ochsenbäckchen, wie oberlecker. Mein blauer Topf hat oben auch diese Dunstrille. Ich gestehe allerdings, dass ich ihn schon lange nicht benutzt habe. Deine Dumplings gibt es auch in Deutschland, nur heißen sie da anders. Ich glaube, Mehlklöße. In einer Landkochsendung hab ich die Zubereitung gesehen.

Ich würde ehrlich gerne mitessen.

Sigrun

Ilse X hat gesagt…

Das sieht ja oberköstlich aus! was für ein Glück mit deiner casserole...ich brauch auch eine, und bin sogar bereit das Geld für eine Le Creuset anzulegen.
Ich habe bemerkt dass entweder im Guardian oder im Observer am Sonntag oft ein Angebot für günstige Le Creuset gibt - leider für mich ein Ding der Unmöglichkeit, die von London heimzuschleppen...

Island Girl hat gesagt…

Hallo Sigrun, stimmt, meine ostpreussische Oma hat manchmal von Mehlkloesschen gesprochen, aber gegessen hatte ich sie noch nicht.
Hallo Ilse, ach so ein kleines Casseroelchen, das passt doch ins Handgepaeck.....
LG Gudrun