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Freitag, 31. Januar 2014

Eindrücke von unterwegs - Life on the go - immer überall erreichbar sein?

Wie die meisten Menschen heutzutage, so schleppe auch ich ein Mobile Phone (neudeutsch = Handy) mit mir rum. So etwas ist nix neues für mich, denn ich hatte schon vor mehr als 20 Jahren ein Autotelefon. Das war zuerst noch fest installiert und irgendwann konnte man es auf eine Box umbauen, die man dann mit sich herumschleppen konnte. Schleppen war hier übrigens das richtige Wort, denn es hatte (jedenfalls gefühlt) die Ausmaße einer kleinen Autobatterie. Nach und nach wurden die Geräte kleiner, die niedlichen kleinen Antennen verschwanden, die Abhängikeiten wuchsen und es blieben die Zauberteile, die wir heute benutzen. Was sich in den nächsten Jahren in diesem Sektor tun wird, wage ich noch nicht einmal ansatzweise anzudenken. Mein Mobile (ich kann mich nicht an das Wort 'Handy' gewöhnen, für mich klingt es sowas von un-cool!) ist kein Smart Phone, ich brauche das nicht, da ich niemals wirklich lange von einer festen Internet Station entfernt bin, und wenn doch, dann ist das gewollt, wie etwa bei Ausflügen oder im Urlaub. Dabei verspüre ich auch keinesfalls den unüberwindlichen Drang gewissermaßen 'on the hoof' 1:1 zu berichten, was ich gerade mache. Ich will den Moment genießen, was an Fotos da ist, zeige ich dann später - oder auch nicht!
Hubby ist da ganz anders, er hat von berufswegen ein Smart Phone und ist mit tausenden Menschen (so kommt es mir jedenfalls vor!) in Kontakt, die schrecken auch nicht davor zurück abends um 23.30 Uhr noch ihre Gedanken mit ihm zu teilen - strictly professionnel - versteht sich! Vielleicht ist es ein männlicher Wesenszug, aber Hubby kann das Teil nicht abschalten - ich meine, wenn ich nachts nicht gestört werden will, es gibt doch den AUSSCHALTER. Auf der anderen Seite denkt er sich nix dabei, das Mobile auf einem Urlaubstripp nicht mitzunehmen, für ihn ist es einfach ein Arbeitsmittel.
Was ich oft vergesse, mein Handy (och, jetzt habe ich es doch gesagt!) hat eine Kamera und macht ganz passable Fotos. Ab und an erinnere ich mich daran und dann knipse ich los. Die beiden oberen Fotos sind aus der Flusslandschaft, die sich nur etwa 400 Meter von unserem Haus erstreckt und langsam um unsere Stadt meandert. Die Bilder stammen aus dem Sommer, nach dem ganzen Regen ist der momentane Wasserstand deutlich höher. 
Als ich neulich am Airport darauf wartete, dass Hubby mich abholt, fand ich die Umgebung elektrisch, inspirierend. Das Foto hat die Atmosphäre dort jedenfalls gut herausgebracht. Genau wie das Foto unten, das ich neulich auf unserem Büroparkplatz gemacht hatte. Wenn ich morgens zur Arbeit fahre, fahre ich geradeaus in Richtung Osten (auf der alten Römerstraße - die die alten Römer so bestimmt kaum wiedererkennen würden), da sehe ich oft die tollsten pastellfarbigen Himmelsbilder, leider auf einer autobahnähnlichen Schnellstraße - daher kann ich nicht einfach anhalten und Fotos machen... leider.

Kommentare:

Hillside Garden hat gesagt…

Moin, über dieses Thema können wir ja endlos diskutieren. Die jüngere Generation versteht uns nicht. Ich hab kein Eiphone und ich will auch momentan keines. Ich will auch nicht erreichbar sein, niemals. Mein popeliges Zahlenhandy (in Deutschland heißt es halt so) brauche ich nur, wenn ich es anschalte, seit Oktober war dies nicht der Fall. Das war in Kent.

Es ist ein hohes Gut, nicht erreichbar zu sein, finde ich. Überall klingeln diese Dinger, mich nervt es mehr und mehr - besonders im Restaurant. Da gehen sie essen und telefonieren dann mittendrin ewig lang, manche Leute beschweren sich dann. Es wird die Zeit kommen, da das normal ist. Ich bleib dann sicher daheim, gemütlich ist das nämlich nicht.

Dass die Dinger schöne Fotos machen, weiß ich. Meine Tochter schickt sie mir immer.

Sigrun

Alex aus dem Gwundergarten hat gesagt…

Hi Du
Teile Deine Meinung über Mobiles vollkommen und ja, auch ich kenne die alten Riesenteile noch... das zeigt wohl wie alt ich bin *kicher*. Als ich noch im Spital arbeitete, schleppten die Hebammen und Laborfrauen riesige solche mobile Telefone mit sich rum, wenn sie Pikettdienst hatten und wir Frauen vom Büro staunten nicht schlecht über die Technik *lach*. Aber mein Handy ruft in den Menschen um mich herum den Instinkt nach Entwicklungshilfe wach, wenn ich es auspacke. Ich habe nämlich auch kein Smartphone sondern ein steinaltes Nokia, das aber immer noch einwandfrei funktioniert und meistens ausgeschalten ist :o). Fürs Fotografieren benutze ich ebenfalls lieber eine richtige Kamera und nicht so ein möchtegern Alleskönner Teil.
Hab ein schönes Wochenende.
En liebe Gruess
Alex

Island Girl hat gesagt…

@ Sigrun, das liegt daran, dass wir in einer Welt ohne Handy und sogar ohne Festanschluss aufgewachsen sind. Wenn wir ein Gespraech fuehren mussten, ging es zur naechsten Telefonzelle..... dafuer haben wir Briefe geschrieben. In unserer Kantine beobachte ich manchmal die Kollegen, sie sitzen zusammen beim Mittag und jeder macht mit dem Telefon rum, das ist nicht erstrebenswert, wirklich nicht! Alles Gute, Gudrun

Island Girl hat gesagt…

@ Alex, ich streite ja nicht ab, dass die Dinger auch ihren Nutzen haben, aber ich habe es lieber ohne - und diese Manie alles eins zu eins auf Facebook zu stellen, nee, wirklich nicht. Lg Gudrun