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Dienstag, 8. April 2014

Steaks - so wie wir sie gerne mögen

Ab und an gibt es bei uns Steak. Besonders ich, mit meinem chronischen Eisenmangel, habe manchmal einen richtigen 'Jeeper' darauf, da könnte ich schon beim Einkauf zubeissen... Steaks in Restaurant enttäuschen leider oft, daher macht es durchaus Sinn, sich mit der Zubereitung daheim zu beschäftigen.
Der Vorteil liegt auf der Hand, man zahlt nicht den Restaurant-Zuschlag und kann daher in ein besseres Stück Fleisch investieren. OK, man muss hinterher den Herd putzen und das Haus lüften, aber das ist, finde ich jedenfalls, ein kleiner Preis, den man für einen Hochgenuss bezahlt. Früher kaufte ich gerne Filetsteak, weil man da sicher gehen konnte, dass es zart wurde. Heute weiss ich es besser. Mein liebstes Steak-Stück ist Ribeye Steak, gefolgt von Sirloin und Rumpsteak. Diese Stücke sind vergleichsweise günstiger als Filetsteak, verfügen aber über eine Geschmackstiefe, die dem Filetsteak fern liegt. Was mir besonders wichtig ist: Abgehangen muss es sein, mindestens 21 Tage, besser sind allerdings 28 Tage, und ich kaufe nur englisches oder schottisches Beef, auf keinen Fall Beef aus Irland. Dies sind meine persönlichen Kriterien! Warum Rindfleisch abhängen? Der Zersetzungsprozess durch Enzyme macht das Fleisch unvergleichlich zart, durch den Abhängeprozess verliert das Fleisch bis zu 20% an Wasser, das konzentriert den Geschmack und verhindert, dass später beim Braten Wasser austritt (kann man im Bild oben sehen - rings ums Steak ist es trocken). Macht Sinn, oder? Abgehangenes Fleisch ist teurer, aber wirklich uneingeschräkt zu empfehlen.
Sonntag gab es jedenfalls Ribeye Steaks für uns, ich brate die Steaks auf einem gut vorgeheizten Griddle, wer so etwas nicht hat, eine Steakpfanne tut es genauso. Steaks mindestens eine Stunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen, bitte nicht würzen und ohne Fett für die gewünschte Zeit auf jeder Seite braten. Dabei nicht dauernd wenden oder hin und her bewegen - am besten gar nicht bewegen. Wenn der gewünschte Garungszustand erreicht ist, Fleisch auf vorgewärmte Teller geben und einige Minuten ruhen lassen. Falls gewünscht nun mit Salz und Pfeffer würzen, oder Kräuterbutter darauf geben. Genuss pur!
Für die Kräuterbutter:
150g Salzbutter (Zimmertemperatur) einige Blätter glatte Petersilie, Basilikum, abgeriebene Schale einer Zitrone und Schnittlauch zusammen mit zwei geriebenen Knofizehen und Salz und Pfeffer in einen Blender geben. Fertig ist eine tolle Beilage sowohl für die Ofenkartoffeln als auch das Steak.
Diesen Limousin Rindern, fotografiert im letzten France Urlaub, geht es hervorragend, sie haben ein Zimmer mit Aussicht, das beste Gras und leben ihr kurzes Leben zusammen mit ihren Kumpels.... 'in clover'.
(OK, die Tierchen im Bild sind Mädels, die werden wahrscheinlich länger leben und viele Kälbchen produzieren!)

Kommentare:

Turbohausfrau hat gesagt…

Jaaa, ab und zu geht es nicht anders, dann muss ein schönes Stück Fleisch auf den Teller. Für mich am liebsten medium-rare. Wir haben am Wochenende für uns zwei ein Porterhouse Steak gebraten. So genial! So gern ich Gemüse esse, aber manchmal liebe ich so etwas.

Hillside Garden hat gesagt…

Jetzt hab ich mit Genuss den Beitrag gelesen, obwohl ich keine Steaks esse, vermutlich weil sie mir nie einer richtig zubereitet hat.
Das ist natürlich wahr, man hat nachher gründlich zu putzen. So ist das eben beim Kochen.

Sigrun

Franzi Schädel hat gesagt…

Wenn du chronischen Eisenmangel hast, dann bau lieber - in deine alltägliche - Ernährung viele Hülsenfrüchte, Fenchel, Wirsing, rote Beete etc. pp ein. :-)

Auf Dauer wird dir das besser bekommen. :-)

Island Girl hat gesagt…

@ turbohausfrau, genauso sehe ich das auch.
@ Sigrun, vor Jahren haette ich mich auch nicht an Steaks rangetraut, hat ein bisschen gedauert, bis ich verstanden habe, was ich tun muss.
@ Franzi, das Problem ist nicht, was ich oben reintue, denn ich esse alle die Sachen, die Du aufzaehlst gerne und oft, sondern was von meinem Koerper aufgenommen wird, das ist bei mir eher weniger. Und Schmacht habe ich in dem Fall dann nicht auf Wirsing sonder auf das 'tolle Zeugs' und das erlaube ich mir dann ab und an.
LG Gudrun

Little Old Cottage hat gesagt…

Liebe Gudrun,

wir verzichten auch bewußt mehr und mehr auf Fleisch, aber ab und an darf es mal ein gutes Stück sein, welches wir dann mit Genuß esse. Und selber kochen macht Spaß und das Fleisch wird nicht totgebraten.

Nun muß ich aber mal fragen....warum kein Beef aus Irland?

Liebe Grüße
Yvette

Island Girl hat gesagt…

Hallo Yvette, ich trau den Iren einfach nicht, dort wird Massentierhaltung im grossen Stil betrieben, von dort kam auch der Pferdefleischskandal..... ist meine persoenliche Meinung, kann jeder halten wie er will. LG Gudrun