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Samstag, 16. August 2008

Mystische Plätze - Avalon


Jetzt muss ich mal was schreiben, was man sich vielleicht in Deutschland nicht so wirklich vorstellen kann. Hier auf der Insel ist der Paganism (der Glaube an die alten Religionen) noch sehr verbreitet. Zuerst einmal sind hier alle Religionen darauf angewiesen, dass Leute in ihre Kirchen, bzw Versammlungsorte kommen, sonst gibt es nicht, wie in Deutschland automatisch, Geld. Das macht die Sache viel einfacher und in meinen Augen auch gerechter. Die Kirchen leben nicht einfach davon, dass das Geld vom Staat einfach eingesammelt wird, nein, sie müssen schon kräftig die Werbetrommel rühren, bzw. was bieten für den Beitrag. Alle Religionen, auch der Paganism, sind im vereinigten Königreich gleichgestellt.

Ein Hauptzentrum der alten Religionen ist Avalon - die Apfelinsel.
Avalon ist dieser mystische Ort irgendwo, vom Wasser umschlossen, auf den der tote König Artus von Morgaine - le Faye - mit einer Barke gerudert wurde und dann in der dortigen Abtei ins Grab gelegt wurde. Keiner weiss, wo dieser Ort ist, so meint man weithin - der Engländer sieht das natürlich ganz anders, denn es ist klar, dass sich dieser Ort in Glastonbury- Somerset befindet.
Glastonbury ist weit über die UK-Grenzen bekannt für das alljährliche, meist im Schlamm, stattfindende Pop-Konzert, aber dass es ist auch der magische Ort Avalon - die Apfelinsel - ist, ist nicht jedermann bekannt.
In den Ruinen der Glastonbury Abbey kann man neben einem Dornbusch, den Jesus dort gepflanzt hat, als er mit seinem Onkel Joseph von Armitrea in seiner Kindheit dort war, auch ganz klar, und ohne jeglichen Zweifel, das Grab des Königs Artus besichtigen.
Es sieht nicht wirklich glamourös aus, aber es ist doch unschwer als das Grab von Artus und seiner holden Queen, Guinevere zu erkennen. Die Abteil liegt heute in Ruinen und ist sehr meditativer Ort.
Es mag verwundern, dass Avalon heute offenbar keine Insel ist - die Erklärung dafür einfach, die Mönche der Glastonbury Abbey haben das Gebiet um den Berg - gennant Tor - trockengelegt, um es landwirtschaflich nutzen zu können. Wenn man den Berg ersteigt, und den Blick weit ins umherliegende Land schweifen lässt, fällt es einem nicht mehr schwer, die Insellage von Glastonbury zu erkennen.

Tief im Berg soll dann auch der heilige Gral vergraben sein.
Glaubt man der Legende, so werden einem gar wundersame Dinge geschehen, wenn man den Berg auf den serpentinenartigen Wegen, dem heiligen Labyrinth bei Sonnenaufgang zur Mitsommerwende ersteigt.
Persönlich war ich sehr beeindruckt von Glastonbury und der dort angesiedelten gemischeten Schar von Wahrsagern, Wunderheilern und Non-Konformisten jeglicher Art.

Äpfel gibt es in der Umgebung immer noch reichlich. Wir besuchten eine Cider -Farm und probierten die verschiedenen Cider-Sorten und kauften einen 5L-Kanister mit Scrumpy Cider - yummy!!!!
Leider hatte ich zu diesem Zeitpunkt die Kamera nicht mehr dabei - Cheers!

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