Translate

Dienstag, 5. August 2008

Nacktschnecken und anderes Getier




Heute Morgen um 6 Uhr in meinem Garten, die Vögel zwitschern, die Sonne blinzelt hinter den Dächern hervor und die Welt ist noch in Ordnung - oder etwa nicht????
Wie ich so in meinem übervoll blühenden Garten herumwandere, sehe ich die Schäden. Dahlien und Hostas voller Löcher und das trotz vermehrtem Steuen von scharfem Kies, Schneckenkorn, Kupferdraht etc. Leider bietet die dichte Bepflanzung in unserem Garten diesen kleinen Schädlingen die idealen Bedinungen um sich ungehindert fortzupflanzen.
Dabei sehen die kleinen Biester eigentlich ganz nett aus, wir haben Weinbergschnecken, dann welche mit kleinen beigen Häuschen und dann welche mit schwarz-gelb gestreiften Häuschen.
Täusche ich mich da, oder haben sich die Schnecken in den letzten 20 Jahren sogar einen Schritt auf der Evolutionsleiter nach oben geschleimt?
Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass im Garten meiner Eltern die Schnecken jemals in den Baumwipfeln geschaukelt haben. Die kleinen Viecher kommen überall hin, sie sitzen in Rosen, Dahlien auf dem Goldregenbaum, kriechen auf das Kematisspalier um von oben die besten neuen Triebe abzufressen..... ich wage gar nicht daran zu denken, was sie vielleicht in weiteren 20 Jahren alles gelernt haben werden.....
Neulich las ich in einem Magazin, dass man die Weinbergschnecken einfach sammeln sollte, und in einer Kiste 14 Tage mit Salat füttern, damit sie sauber sind, d.h. alle eventuell giftigen Blätter, die sie gefressen haben, aus ihrem System verschwunden sind, dann kann man sie, wie in Frankreich üblich in Knoblauchbutter gratinieren und mit Baguette verzehren - bisher konnte ich mich allerdings zu diesem rabiaten Schritt noch nicht entschliessen.
Let's face it, Gärten, wie wir sie kennen, sind eigentlich un-natürlich. Wenn wir es der Natur überlassen, herrschen in Kürze regenwaldähnliche Zustände - aber ich bleibe dran - und wenn gar nichts mehr hilft, greife ich eben zum Salzstreuer.

Keine Kommentare: