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Dienstag, 9. Dezember 2008

Von der Insel zum Kontinent

Die Lage der britischen Inseln als Vorhut im Atlantik hat über die Jahrhunderte zu einer insularen Denkweise geführt und auch heute noch haben viele Briten keine Reisepass und sind der Ansicht, dass man sehr gut auch ohne die anderen Staaten auf dem Kontinent könne..... "The Continent", so nennt der Engländer dann auch das Land jenseits des Kanals. 36 Meilen oder ungefähr 50 Kilometer trennen die Insel vom Festland.




Im Bild zu sehen, die Küste bei Dunquerke und den Anleger der Norfolk Line im dortigen Hafen.

Die Insel zu verlassen ist immer mit Zusatzaufwand verbunden, man kann nicht so einfach mal eben in ein anderes Land (von Wales und Schottland einmal abgesehen) fahren, da gilt es immer zuerst eine Überfahrt (Crossing) zu buchen.
Der Transfer mit dem Eurotunnel ist schnell und effizient, dieses Privileg kann man sich mit hohen Preisen erwerben. Seafrance, P&O und in den letzten Jahren auch Norfolk Line bieten da eine preisgünstigere Alternative an.
Interessant ist, dass die französischen Städte Calais und auch Boulogne in vergangenen Jahrhunderten fest in englischer Hand waren und so ein sicheres Verlassen der Insel, zum Beispiel zur Teilnahme an einem Kreuzzug, gewährleisteten.
Auch heute noch könnte man den Eindruck haben, dass Calais und Boulogne fest in englischer Hand sind, ist doch das Warenangebot in den dortigen Geschäften direkt auf den englischen Touristen zugeschnitten. Vor allem Wein und Bier werden in den verschiedensten Outlets angeboten und die riesige Shopping Mall "Centre d'Europe" in Calais wurde eigens für den britischen Konsumenten geschaffen.
Kehrt der Engländer dann mit voll beladenem Wagen auf seine geliebte Insel zurück, seufzt er schon auf See, beim Ausblick auf die "White Cliffs of Dover", verzückt - "Good old Blighty"!!! Bei all den Urlaubszielen auf dem Kontinent, ist für ihn doch das Leben in England, mit all seinen Unzulänglichkeiten, als Einziges wirklich lebenswert!!

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