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Sonntag, 18. Oktober 2009

Aromatisierter Kaffee mit Monin Sirup - und ein paar Gedanken

Ich wollte ja eigentlich nicht, aber nun habe ich mir doch ein Probepaket der Monin Sirups gekauft. Als Kaffeetrinker war ich bisher Purist! Jawohl!
Beim Deutschlandbesuch (Mutti hat sich übrigens sehr gefreut.....) waren wir am letzten Freitag auch im Centro in Oberhausen zum Shoppi. Dort ging ich bei Tschibo rein. Tschibo hat auch auf die Insel expandiert, aber in unserer Shopping Mall hat man das Konzept von frischem Kaffee und einem wechselnden Sortiment von Kleidung und Haushaltsgegenständen offenbar nicht wirklich verstanden, daher hat die lokale Filiale wieder zugemacht.
Bei Tschibo gibt es bei mir immer Kindheitserinnerungen. Mein Oma nahm mich dorthin zum Kaffeetrinken mit - d.h. ich kriegte natürlich keinen Kaffee sondern was anderes - heisse Schokolade muss das gewesen sein? Die Mischung aus frisch gemahlenem und frisch gebrühtem Kaffee in der Nase ist in meiner Datenbank unter Wohlfühlen und Gemütlichkeit abgespeichert.
Oma war nicht sehr gut betucht, liebte aber ihre Besuche beim Konditor. Später in ihrem Leben reichte die Rente dann zum wöchentlichen Konditorn bei Heinemann oder in einem anderen Café auf der Hochstrasse in Krefeld, der Name wir mir partout nicht mehr einfallen. Als ich noch kleiner war, nahm sie ihren Kaffee hingegen, aus Kostengründen, im Stehcafé bei Tschibo ein, denn bei Tschibo gab es den besten Bohnenkaffee - davon war sie überzeugt! Beim Bäcker gegenüber wurde ein Schmalzkringel gekauft, dieser wurde dann bei Tschibo unterm Tisch heimlich zum Kaffee verzehrt.
Der Gedanke an diese Zeiten lässt mich noch heute Schmunzeln.
Also, bei Tschibo kaufte ich Kaffeebohnen und den Monin Sirup, im Versuch habe ich festgestellt, dass er sich durchaus trinken lässt, man braucht dann auch keinen Schmalzkringel, weil einem durch den Sirup gewissermassen das Stück Kuchen geschmacklich vorgegaukelt wird.

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