Translate

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Rabbit Stew - Wildkaninchen Casserole

Bei uns in der Familie wird traditionell Stallkaninchen gegessen. Meine Oma, Mutter und Tante haben die besten Rezepte, da leckt man sich die Finger. Hier auf der Insel ist man sich da nicht so sicher. In früheren Zeiten war man abenteuerlicher und hat Kaninchen gegessen, gezüchtet zur Privatschlachtung werden sie hier meines wissens nicht.
In den letzten Jahren tauchen sie, bedingt durch die Promotion der Promi-Köche, auch wieder bei den Metzgern auf. Es handelt sich um Wildkaninchen, die entweder geschossen oder in Fallen gefangen werden.
Hubby war skeptisch, Bunny Rabbit essen - das darf er seiner Mutter nicht erzählen..... aber er hat sich breitschlagen lassen und wollte auf jeden Fall probieren. Ich konferrierte mit meiner Mutti, die mir ihr Rezept für Kaninchenbraten verriet. Hugh Fearnley-Whittingstall vom River Cottage hatte im TV auch einige Vorschläge gebracht, u.A. das Kaninchen doch mit Cider zu kochen. Ich habe im Rezept nun eine Mischung von Mutti's und Hugh's Vorschlägen angewendet.
Für 3 Personen (vielleicht auch 4, wenn sie nicht so gierig sind!)
1 Stallkaninchen, küchenertig in Stücken
200g Schalotten, geviertelt
250g Speck, in Stücke geschnitten
3 kleine Möhren, geschält und in Stücke geschnitten
6 Pfefferkörner
4 Wachholderkörner
die Körner im Mörser etwas anknacken
2 Lorbeerblätter
1/2 Becher Saure Sahne
und the magic ingredient 300ml Somerset Cider - medium dry
Olivenöl
Kaninchenteile in etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne runherum anbräunen. In einer Gusseisen-Casserole Olivenöl, Speck, Schalotten und Möhrchen anschwitzen, Kaninchenteile zugeben und Sahne darübergiessen. Gut verteilen und aufpassen, dass nichts anbrennt. Gewürze zugeben und mit Cider aufgiessen.
Backofen auf 180Grad vorheizen und Casserole 1 - 1,5 Std offen darin garen lassen. Herausnehmen und ggfs mit etwas Wasser aufgiessen, damit genug Sauce vorhanden ist. Abschmecken, ich brauchte kein Salz mehr, da der Speck salzig genug war. Falls gewünscht mit etwas Speisestärke andicken. Bandnudeln, Gnocchi oder Klösse schmecken gut dazu.
Das Foto zeigt leider nur noch die Vorderbeine, der Rest war schon verspeist :o)))
Ich muss sagen, mit Cider kochen war fast eine Offenbarung, der Geschmack ist feiner, als beim Kochen mit Wein und gibt eine unterschwellige Süsse. Das funktioniert bestimmt auch mit Hähnchen oder Putenfleisch, das werde ich demnächst probieren.

1 Kommentar:

AceitesVizcantar.de hat gesagt…

Kaninchen gab es bei uns früher auch immer frisch. Buttermilch und so. Aber so, schön mit Olivenöl finde ich es auch ganz spannend.