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Sonntag, 5. Dezember 2010

Sonntagsessen - Lammstelzen mit Kartoffel-Sellerie Püree

Hubby mag eigentlich immer etwas Bratenartiges zum Sonntag. Lammstelzen habe ich erst in England kennengelernt, obwohl ich sicher bin, dass man sie in Deutschland auch gerne zubereitet. Lammstelzen muss man langsam und lange garen, wenn sie fast vom Knochen abfallen sind sie richtig!
Folgende Zutaten hatte ich für zwei Personen:
2 dicke Lammstelzen, vom Metzger des Vertrauens
1 Dose gehackte Tomaten
Rotwein, ein gutes Glas
2 Zwiebeln, grob geschnitten
2 Möhren, grob geschnitten
2 Knofizehen, in Stücken
etwas getrocknete Steinpilze
4 Anchovis-Filets
Lorbeerblatt
glatte Petersilie
Thymianzweig
Meersalz und Pfeffer, nach Geschmack Fürs Kartoffel-Sellerie-Püree gleiche Menge von Kartoffeln und geputztem in Stücke geschnittenen Sellerie kochen, wie gewohnt. Mit Butter und Milch und etwas Muskat zu einem Püree vermischen.
Dazu gab es Rosenkohl, kann man den bei Euch auch so am Stiel kaufen?? Er hält sich länger und sieht auch noch schön aus!
Die Anchovis in etwas Olivenöl zerfallen lassen, die Lammstelzen von allen Seiten anbräunen, dann die restlichen Zutaten zugeben - und dann kommt's - TATATATAAAAA - den guten alten Schnellkochtopf schliessen. Nach 30 - 35 Minuten ist das Fleisch gar. Die Stelzen herausnehmen, die Sauce durch ein Sieb oder Flotte Lotte drücken, abschmecken, ein bisschen Sherry macht sich hier gut und dann geniessen.
Ich muss hier einmal eine Lanze brechen, für dieses bereits antik anmutende Teil. Ich bekam diesen Schnellkochtopf zu meiner ersten Eheschliessung (vor 25 Jahren war das schon!) geschenkt. Die ersten Jahre wurde er eifrig benutzt, dann geriet er in Vergessenheit, kam bestenfalls noch raus, wenn ein grösserer Topf benötigt wurde. Neulich habe ich ihn zum ersten Mal nach bestimmt 10 Jahren wieder benutzt - und ich muss sagen - es war wie eine Erleuchtung. Es geht schnell (selbst Ochsenschwanz oder Ähnliches ist in 35 Minuten gar), er gart schonend und das Beste, ER SPART ENERGIE - und das ist in der heutigen Zeit ein enormer Pluspunkt.
Ich habe bisher meine Casserolen im Backofen über Garzeiten von 3 - 5 Stunden gekocht, das ist Energieverschwendung. Viele Leute haben einen Slow Cooker (Crock Pot), der nimmt viel Platz weg auf der Arbeitsplatte, braucht zwar weniger Energie als der Backofen, iat aber auch 5 - 8 Std an, von schonender Garung kann man bei beiden Kocharten nicht sprechen. Also, ich denke der gute alte Schnellkochtopf sollte wieder zu neuen Ehren kommen. Schönen Sonntag wünsche ich Euch!!!!

Kommentare:

Norma hat gesagt…

Ich habe auch einen Schnellkochtopf und ihn früher gerne verwendet. Nun mag ich es aber, dem Essen beim Kochen zuzusehen und das kann man beim Schnellkochtopf nicht.

Koche ich zeitlange Schmorgerichte, Gulasch oder Rouladen, schmoren diese ja auf ganz kleiner Flamme vor sich hin. Im Prinzip arbeitet mein Herd dann fast nur auf Restwärme und schaltet nur alle paar Minuten kurz auf Heizen. Mit diesem Energieverbrauch kann ich leben und habe da auch kein schlechtes Gewissen bei.

Netty hat gesagt…

Ich habe schon immer einen Schnellkochtopf gehabt und auch immer benutzt. Meine Eltern hatten schon in den 70iger Jahren Schnellkochtöpfe und sogar eine Schnellkochpfanne.

Stew und Hotpot für meinen Mann und meine veganen Eintöpfe und Gemüsesuppen werden richtig lecker und vitaminreich darin zubereitet. :))

Auch Linsen,- Erbsen- u. Bohnensuppen brauchen nur einen Bruchteil der Zeit zum Kochen.

Habt Ihr noch Schnee? Bei uns regnet es im Moment.

lg Netty

ulla hat gesagt…

Rosenkohl am Stil, das kenne ich nur aus dem eigenen Garten. Das habe ich hier noch nie gesehen. Aber es sieht gut aus.