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Sonntag, 28. April 2013

Flammkuche

Wer sagt denn, dass man nicht schon mittags Wein trinken darf? Wein und Bier erst nach Vier? No drink before five? It's always 5 o'clock somewhere..... Sonntags erlauben wir uns das schon machmal. Nach einigen Stunden intensiver Arbeit im Vorgarten, Hubby grub die Löcher, ich setzte die Pflanzen, und wir sind immer noch nicht fertig, aber fix und fertig waren wir schon. Von dieser Aktion war noch eine Teigportion übrig, die wurde kurz zum Flammkuche für zwei Portionen gemacht. Flammkuche hatten wir in diesem Urlaub immer sehr gerne in den dortigen Staussenwirtschaften gegessen. Hier kommt nun meine Interpretation. Den Teig dünn auf ein Backblech ausrollen, den Backofen auf 220 Grad vorheizen. Eine Lauchstange in feine Scheiben schneiden und mit 75g Pancetta in einer Pfanne in etwas Rapsöl anschwitzen. Den ausgerollten Boden mit 2 -3 EL Sauerrahm bestreichen. Die Pancetta-Lauch-Mischung darauf verteilen, mit etwas Parmesan, weissem Pfeffer und geriebener Muskatnuss bestreuen. Im Backofen auf oberer Schiene ca. 15 bis 20 Minuten backen, lauwarm mit einem Glass Wein servieren. Ich hätte glatt die doppelte Menge essen können, so gut war das  na ja die doppelte Menge Wein hatte ich schon :o)

Samstag, 27. April 2013

Granola mit Datteln und Tahini


Granola ist definitiv eine Frühstückzutat, die sich mir erst spät erschlossen hat. Erfunden in den US of A - wo sonst? - erfreut sie sich hierzulande großer Beliebtheit. Die Supermarktregale sind voll - leider sind die Mischungen nicht immer so 'gesund', wie es die Packungen versprechen. Wie auch? es ist schließlich reichlich Süße und Fett als Geschmackstäger drin, das ist in meinem Rezept nicht anders, also sparsam verwenden! Ich mag Granola am liebsten über einen leckeren Bio-Joghurt gestreut, so 3,5 % Fett sollte er da bei mir schon haben. 
Dieses Rezept habe ich bei meiner Recherche im Internet gefunden. Abgemessen wir es in US Cup-Einheiten - solche Tassen haben wir doch alle mittlerweile zuhause - oder? Falls nicht, eine normale Tasse tut es auch, nur bitte immer die gleiche Tasse verwenden, damit das Verhältnis der Zutaten untereinander stimmt!
3 Tassen Haferflocken
3 EL hellbrauner Zucker
1/2 TL gemahlener Zimt
1/4 TL Salz 
1/3 Tasse Honig (der Gute aus France!!!)
1/4 Tasse neutrales Öl - oder alternativ (Salz)-Butter
1 EL Tahini - Sesampaste (aus dem türkischen Laden)
1 TL Vanille Extrakt
1/2 Tasse getrocknete Datteln, gehackt - ich hatte noch von Weihnachten Medjool Datteln
1/2 Tasse gehobelte oder fein gehackte Mandeln
1 - 2 EL Sesamsaat (optional)
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen, die trockenen Zutaten in einer Schüssel gut vermischen. In einem Topf die 'feuchten' Zutaten auf sehr kleiner Flamme vermischen (Butter ggfs schmelzen). Mit den trockenen Zutaten  vermischen bis eine grob krümelige Masse entsteht. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen und 15 Minuten backen, dabei einmal umrühren. Granola gut abkühlen lassen und in ein Glas füllen. Hält sich dicht verschlossen einige Wochen - und schmeckt soooo lecker!

Sonntag, 21. April 2013

Strozzapreti mit Lachs aus der Dose - Spinat war auch noch dabei

Mann, war das Wetter nett an diesem Wochenende! Es wurde gejätet, geschnitten, gegraben und umgetopft. Wir haben eine Markise über unserer Terrasse angbracht, dabei ist Hubby von der Leiter gefallen. Seine Beine sehen ziemlich abgeschürft und geprellt aus! Zum Trost gab es erst einmal Sekt! Durcch die Arbeit im Garten fehlte die Zeit um aufwändiger zu kochen, wie Ihr wisst, hab ich mit dem Aufwand ja sowieso meist nicht so....
Diese Pasta schmeckt hervorragend und ist so schnell gemacht, dass man in spätestens 10/12 Minuten vor einer verzehrfertigen Portion sitzt. Diesmal habe ich eine Artisan Pasta benutzt, sie heisst 'Strozzapreti'. So eine Art Macaroni aber in Kurzform, mit einer Rille, damit die Sauce besser hängen bleibt.
Pasta nach Packungsanleitung kochen. Unterdessen den Spinat, für zwei Portionen ca. 200g, waschen und in einer heissen Pfanne mit etwas Olivenöl unter rühren etwas zusammenfallen lassen. Mit frisch geriebenem Muskat würzen, 1 Tasse Nudelwasser und 4 EL Knofi-Bressot zugeben und gut durchwärmen. Eine Dose Lachs zerpflücken und mit dem Spinat erwärmen, Pasta abgiessen und unterheben. Mit Kirschtomaten, Parmesan und reichlich Pfeffer anrichten. Genau richtig um nach einem langen Tag im Garten die Kräfte wieder aufzubauen.

Freitag, 19. April 2013

Linsen-Spinat Salat mit rote Beete und Confit de Canard

Als wir Hatfield House besuchten, gab es einen französischen Markt dort. Diese haben wir hier oft, liegt wohl an der Nähe zu unseren französischen Nachbarn. Jedenfalls werden wir auf diesen Märkten mit Käse-, Wurst-, Fleisch- und Gebäckspezialitäten aus France gut versorgt - und immer' tres charmant'. Ich kaufte Rohmilchkäse (St Felicien und St Marcellin) und Hubby wollte Confit de Canard. Dieses habe ich mit einem Salat aus Puy-Linsen, frischem Spinat und gerösteten rote Beete angerichtet. Das Confit vom Schmalz befreien und im Backofen ca. 20 Minuten 'aufbacken', danach noch ein paar Minuten unter den Grill, damit die Haut wieder knusprig wird. 
Die Linsen habe ich 25 Minuten in selbstgemachtem Hühnerfond gekocht. Die rote Beete (war aus dem Vakuum Pack) wurden in Viertel geschnitten in eine feuerfeste Form gegeben, mit grobem Meersalz und Olivenöl bestreut und bei 200-220 Grad 25 Minuten geröstet. Den Salat mit den noch lauwarmen Gemüsen und dem Spinat anrichten. Das Dressing wurde aus Olivenöl, Honig, Senf, Salz und Pfeffer und etwas Sherryessig angerührt, den Entenschenkel auflegen - fertig.

Mittwoch, 17. April 2013

Frisches Brot macht Wangen rot.....

 
Mehr und mehr Leute entschließen sich dazu (wenigstens ab und an) ihr Brot selbst zu backen. Der entscheidende Vorteil: Man weiss, was drin ist! Brotautomaten sind ungeheuer populär. Sie vereinfachen den Prozess auf wenige Schritte und sind besonders für Anfänger geeignet. Ich habe meinen Brotautomaten vor ein paar Jahren verkauft, da ich die Form des Brotes  und das Loch, das durch den Propeller in der Mitte entsteht nicht mochte. Leider bin ich kein wirklicher Brotbackexperte! 
Seit ein paar Wochen habe ich jeden Samstag dieses Brot gebacken. Es gibt mir die ganze Woche meinen Toast zum Frühstück und selbst Hubby greift manchmal zu. Das Brot backe ich in einer Brotkastenform (leider habe ich kein Foto gemacht - doof), die ist etwas größer als eine Kuchenkastenform. Das Rezept habe ich im Buch 'Dough' von Richard Bertinet gefunden. Bei ihm wird dieser Ansatz als Grundlage für verschiedene Roggenbrotrezepte genommen, ich backe ihn einfach als Roggenbrot wie folgt:
400g weißes Brotmehl (strong white bread flour)
100g Roggenvollkornmehl 
10g Salz
1 Pk Trockenhefe, die schnelle
350ml Wasser, ich habe das durch Buttermilch ausgetauscht
zusätzlich habe ich noch etwas gemahlenen Koriander zugegeben
Alle Zutaten ca 5 - 10 Minuten zu einem Hefeteig verkneten (das hat Mr Ken Wood gemacht), mindestens 1 Stunde gehen lassen, eher länger und langsam, daher auch kein warmes Wasser. Kurz durchkneten und nochmals 1 Stunde gehen lassen. Mit einem Teigschaber in die Brotform geben, der Teig ist ziemlich feucht. Mit Mehl bestreut unter einem Tuch nochmals 1 Stunde gehen lassen, in der Zeit den Backofen auf die höchste Stufe vorheizen, dabei eine kleine Schüssel mit Wasser auf den Boden des Backofens stellen. Brot einstellen und ca. 10 Min auf dieser Temperatur backen, dann auf 200 Grad schalten und weitere 30 Minuten backen. Aus der Form stürzen und nochmals 10 Minuten auf dem Gitter im Ofen backen, damit ein guter Bräunungsgrad erreicht wird, das Brot ist gut, wenn es hohl klingt. Variationen sind möglich, so habe ich beim letzten Mal noch einige EL Haferflocken zugegeben und auch einen Teil des Weißmehls durch Vollkornmehl ersetzt. Besonders als Toast zum Frühstück sehr zu empfehlen.

Sonntag, 14. April 2013

Pizza: Teig nach Donna Hay --- Belag: Wie es Euch gefällt!

Pizza, der aktuelle Event bei 1 x umrühren bitte ausgerichtet diesmal von Luna. Da bin ich doch sofort dabei! Ich liebe sie alle, die TK (nein, ich schäm mich nicht!) - sie wird allerdings schon etwas aufgepeppt, Fertigböden (die mag ich wirklich nicht so), Teig-Fertigmischung (auch nicht wirklich mein Ding). Wenn die Seele gestreichelt werden will, wenn wirklich gar nix anderes geht, dann hilft ein Tortilla-Fladen,  Fertigblätterteig oder Yufka-Teig - und im Handumdrehn ist eine Pizza fertig und damit der Abend gerettet. Und wenn alle Stricke reissen, dann gibt es den Pizza-Service.... der ist bei uns in der Stadt fest in indischer Hand, entsprechend ist die Pizza, die man bestellt dann auch eher am US-Vorbild orientiert, aber auch für Chicken-Tikka-Masala - Pizza gibt es offenbar Abnehmer?? Diese Pizza hat mit der italienischen Pizza, die ich aus Italien und natürlich auch aus den Pizzerien in Deutschland kenne, nicht mehr viel gemein - schmecken tut sie trotzdem!
 
Ich mag die Magazine und Kochbücher von Donna Hay, sie ist die australische Autorität für Stil und guten Geschmack in Essensfragen schlechthin. Ihre Art Lebensmittel zu stylen ist unverkennbar. Was wir heutzutage in der Foodblogger/Food Magazine Szene sehen, ist maßgeblich auf ihre Innovationen im Food Styling zurückzuführen. Klar gibt es viele Rezepte für Pizzateig, ich habe das auch im letzten Waitrose 'Kitchen' Magazine wieder vorgestellte von Donna Hay genommen:
375g Mehl (00), das ist das italienische Pastamehl
1 TL Trockenhefe, die schnelle (obwohl ich glaube in Deutschland gibt es nur eine Sorte Trockenhefe, hier auf der Insel gibt es zwei verschiedene Sorten - eine schnelle und eine, die erst aktiviert werden muss!!!)- es ist wichtig, dass nicht zuviel Hefe hineinkommt - die Pizza soll nicht hoch aufgehen
1 TL feiner Zucker (ich habe eher weniger genommen)
1 TL Meersalz
1 EL Olivenöl
250ml lauwarmes Wasser
Teig wie gewohnt zu einem Hefeteig zubereiten, in die gewünschte Anzahl von Portionen aufteilen und zu einer Kugel formen. Auf einer gemehlten Fläche unter einem feuchten Tuch mindestens 30 Minuten gehen lassen. Bei mir ergab die Menge drei Portionen, eine wurde eingefroren, die anderen weiter verarbeitet.
Dies ist meine Pizza, bevor sie in den Pizza Maker transferriert wurde. Belegt wurde mit frischer enthäuteter Tomate, etwas verlängert mit Passata. Darauf kamen Chorizoscheiben, Zwiebelringe, rote Chili, rote Paprika, Oliven, Anchovis und natürlich frischer Mozzarella.
Bei Hubby waren Paprika, Zwiebelringe, Thunfisch, Cheddar und Mozzarella drauf. Was für mich nie fehlen darf ist reichlich getrockneter Oregano. Das kennt man hier in UK nun wieder gar nicht. Der Geruch von Pizza und damit das Aroma von Oregano ist eng mit den zahlreichen Pizzeria-Besuchen meiner Jugend verbunden. In den 60er geboren, aß ich meine erste (eigene) Pizza im Alter von 16 Jahren, mein damaliger Boyfriend überzeugte mich, sie doch auch einmal zu probieren. Zuvor hatte ich beim Italiener allenfalls 'Nudeln mit Tomatensauce' gegessen, das war noch gerade innerhalb meiner 'Comfort Zone', das kannte ich von Muttern daheim. Geschmolzener Käse hingegen, das kam bei Mutti nicht auf den Tisch. Das kann man sich heutzutage gar nicht mehr vorstellen... einmal, das muss Anfang der 70er gewesen sei, brachte eine Nachbarin eine Kostprobe ihrer selbstgemachten Pizza, wir (Mutti, Schwester und ich - Papa traute schon allein dem Anblick nicht!) schnüffelten daran, roch wie 'eingeschlafene Füße', wir probierten ein kleines Stückchen - verzogen das Gesicht und der Rest wanderte in die Mülltonne - ja so war das damals bei uns. Heute bestellen meine Eltern wie selbstverständlich beim Pizza Service, so ändern sich die Zeiten!
Hier im Bild sieht man meine fertige Pizza. Ich merke gerade, dass ich karierte Tuch auch 'mal austauschen könnte, denn es kommt auf vielen Fotos im Blog vor - Sorry, ich mag es halt sehr! Schönen Sonntag wünsche ich Euch. Hier ist es sonnig, aber stürmisch. Ich war gestern im Gartencenter, heute soolte eigentlich 'mal etwas im Garten geschehen???!!!!

Freitag, 12. April 2013

Orzotto (Pastasotto) mit Samphire (Queller) Minzpesto und Krebsfleisch

Neulich hatte ich mich bereits an einem Pastasotto nach dem Buch von Nigella Lawson versucht. Das hatte schon gut geschmeckt. Damals hatte ich einfach kleine Pasta benutzt. Beim letzten Einkauf fand ich auch endlich die erforderliche Orzo-Pasta. Sieht sie nicht schön aus?
Ich dachte, ich könnte es diesmal mit einer Eigenkreation versuchen. Folgende Zutaten kamen rein, die Menge reicht für zwei Portionen:
1 Tasse Orzo Pasta, ich denke das sind so in etwa 250g
selbstgekochten Fischfond
3 Frühlingszwiebeln, fein geschnitten
1 Dose Krebsfleisch
Samphire, dieses britische Marschland-Gemüse hatte ich schon hier vorgestellt
Cocktail Tomaten
selbstgemachte Pesto, bei mir war diese aus Mangel an genug Basilikumblättchen mit frischen Minzblättchen aufgepeppt, ich kann das nur jedem empfehlen, dies auch einmal zu versuchen, die schmeckte sowas von saulecker!!
Das Gute am Pastasotto ist, man braucht es nicht dauernd umzurühren, und es ist mit einer Garzeit von 10 Minuten gewissermaßen schon ein Fertiggericht. Also Zwiebeln in etwa Olivenöl etwas andünsten, Pasta dazu, etwas anbraten, mit Fischfond aufgiessen und köcheln lassen, ab und zu durchrühren.
In der Zwischenzeit den Samphire mit kochendem Wasser aufgiessen und ein paar Minuten ziehen lassen, abgiessen. Tomaten halbieren. Zum Ende der Garzeit des Orzottos das Krebsfleisch und den Queller einfach unterheben und gut durchwärmen. Mit Tomaten, Pesto, Pfeffer und etwas Zitronensaft anrichten. 

Mittwoch, 10. April 2013

Spaghetti / Linguini Fritata


Diese einfachen und wohlschmeckenden Gerichte geraten bei mir machnmal in Vergessenheit. Meist am Wochenende fragt Hubby 'What are we having for lunch?', da ich oft nix vorbereitet habe, will ich dann noch schnell etwas aus dem Ärmel schütteln. Dabei kommen Quiches, Tortillas oder eben diese Fritata immer gut. Meist hat man noch ein paar Reste von gekochten Kartoffeln, oder gekochten Nudeln, etwas fertig gegartes Gemüse im Kühlschrank. Hineintun kann man eigentlich fast alles, diese Combo aus frischer Tomate, Broccoli und Pancetta hat sich bewährt. Wie es geht steht hier. Diesmal habe ich noch etwas Milch zur Eiermischung gegeben. Es wurde mit frisch geriebenem Cheddar überbacken. Für mich gehört auch unbedingt ein Klecks Ketchup, gerne mit Chili, dazu!


Dienstag, 9. April 2013

Hatfield House - und Buch einer Blogger-Kollegin

In der näheren Umgebung unseres Wohnortes findet sich so maches historische 'Schätzchen'. Zu Ostern besuchten wir Hatfield House. Den wunderschönen Garten hat Sigrid bereits hier ausführlich beschrieben. Wir waren im vorfrühlingshaften Garten dort, da liess sich die spätere Pracht leider nur erahnen. Aber, wie in allen guten Gärten, gibt es - wie man im untersten Bild sehen kann, reichlich Struktur, und die macht einen Garten in wirklich jeder Jahreszeit attraktiv.
Ein Teil des dortigen Gebäude-Ensembles ist der alte Palast, 'The Old Palace' (unteres Bild). Dieser gehörte dem berühmt/berüchtigten König Henry VIII und wurde von ihm als 'Kinderstube' für seine Kinder Mary, Elisabeth und Edward genutzt. Im Jahr 1558 erfuhr die junge Elisabeth dort unter einem Baum stehend, dass sie nach dem Tod ihrer Halbschwester Mary nun Königin geworden war.
Und wo wir gerade über englische Kinderstuben reden, möchte ich Euch an dieser Stelle Julia's Blog ans Herz legen. Sie beschreibt das Leben mit Ihren kleinen Kindern als Teil einer deutsch/britischen Familie. Mit viel Humor berichtet sie über das Landleben - immer innerhalb der M25 (Londoner Ringautobahn) - versteht sich. Sie hat auch ein sehr lesenswertes eBuch zu ihren Erlebnissen und Frustrationen auf dieser Insel veröffentlicht. Also - Reinschauen lohnt sich!
Als ich um die Ecke kam, habe ich mich dann aber doch erschreckt, nicht etwa das Schlossgespenst erwartete uns, sondern die gegen den eisigen Winter verpackten Skulpturen des Gartens.... War ich froh, dass Hubby dabei war, der hätte mich hoffentlich heldenhaft beschützt!

Samstag, 6. April 2013

Hat was von Schwarzwälder - aber mehr so für Faule

Ich merke wieder einmal, ein Thema zieht sich wie ein roter Faden durch meinen Blog, ich esse total gerne, aber mag meist keinen Riesenaufwand betreiben. Damit liege ich auf der Insel voll im Trend - unterscheide mich kaum mehr von der durchschnittlichen englischen Hausfrau!
Schwarzwälder Kirschtorte - die Combo von Schoki, Kirschen und Sahne wird bei uns geliebt, das kann man auch hier und hier gut sehen.
Diesen Kuchen habe ich in einer 23cm Springform nach diesem Rezept (doppelte Menge) gebacken. Zwischen der weissen und der Schokoladenschicht habe ich noch ein halbes Glas Preiselbeeren verteilt, schließlich wird es langsam Zeit die Reste von Weihnachten aufzubrauchen :o)). Zum Schluss ein Glas eingemachte Sauerkirschen (abgetropft) auf die Schokoschicht geben und ca. 45 Minuten backen. Obwohl der Kuchen durchgebacken war, gab es in der Mitte einen Krater - lag wohl mit daran, dass etwas Teig aus der Springform gelaufen war. 
Weiss eigentlich jemand, wann das angefangen hat, dass Springformen nicht mehr dicht halten??? Oder liegt es vielleicht daran, dass meine Springform in England hergestellt wurde, und dort ist man ja bekanntlich sowieso 'nicht ganz dicht'? Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass bei den Springformen meiner Mutter oder Oma jemals etwas rausgelaufen wäre, vielleicht haben die beiden mir ihre Niederlagen auch einfach nur verschwiegen, um mich nicht zu enttäuschen??? Falls jemand Licht in das Dunkel dieser 'undichten Springformen' bringen kann, ich wäre an einer glaubwürdigen Erklärung sehr interessiert.
Jedenfalls war trotz 'Leck' noch genug Kuchen vorhanden. Den Krater habe ich einfach mit steif geschlagener Double Cream zugeschmiert, mit dunklen Schokistückchen bestreut. Lecker war es dann schon!

Freitag, 5. April 2013

Kedgeree - immer wieder gerne

Dieses Gericht wird bei uns immer wieder gerne gegessen, ich hatte es auch schon hier, hier und auch hier verbloggt. Da es viele neue Leser gibt, will ich deren Appetit auf dieses exotisch anmutende, aber so einfach herzustellende Gericht unbedingt erwecken. Ein Frühstücksgericht für viktorianische Gentlemen (vielleicht nach einer durchgemachten Nacht?), think Mrs Patmore in Downton Abbey, essen wir es heute eher zum Dinner.
Ich kann jedem empfehlen, es auch einmal zu probieren, einfach gut! Bei uns wurden die Reste der Osterfestivitäten verwertet.
vorgekochter und abgekühlter Basmati Reis
1 rote Zwiebel, feingehackt
1 Knofizehe (Knofi ist immer gut!)
neutrales Öl
2 TL Madras Curry Pulver, andere Currymischung oder Curry Paste geht auch
1 TL Turmeric (Kurkuma), und bitte nicht zimperlich sein mit den Gewürzen! - wir kochen indisch hier!
Fisch, traditionell ist smoked Haddock, aber es gab noch Reste von der  Räucherforelle und vom geräuchterten Lachs, zusätzlich noch ein paar TK Krabben
normalerweise kommen Milch bzw Sahne rein, ich hatte noch den Rest einer Dose Kokosmilch, die wurde verwertet (sie gab dem Gericht geschmackliche Finesse), etwas Milch habe ich auch noch gebraucht
wer mag, etwas Fischfond, hier aus dem Würfel hineingekrümelt
1 Tasse TK Erbsen
1 halbe Gurke (englisches Format, nicht diese dicken Dinger, die von den Gurkenliefernaten aus Holland kennt), entkernt und in kleine Stücke geschnitten, Gurke in diesem Gericht ist nicht unbedingt traditionell, ich finde aber, dass sie eine frühlingshafte Leichtigkeit hineinbringt...
Zum Servieren, hart gekochte Eier (Ostern), Cocktail Tomaten und gehackte Petersilie - auch Zitrone zum Beträufeln sollte nicht fehlen. Frischer Dill, wer ihn hat - schmeckt auch toll!
Die Zwiebel zuerst allein, später unter Zugabe von Knofi und Gewürzen langsam anschwitzen, die Zwiebel sollte auf keinen Fall braun werden. Gurke, Erbsen und Kokosmilch zugeben, etwas köcheln lassen, eventuell Milch zufügen, um die Sauce etwas aufzulockern. Reis zugeben und gut vermischen, erwärmen. Zum Schluss den Fisch hinzufügen. Auf einer Platte mit Eiern, Cocktailtomaten und Petersilie angerichtet beindruckt dieses Gericht auf jedem Brunch Buffet.

Mittwoch, 3. April 2013

Amaretti Cheese Cake - Käsekuchen mit Amaretti Keksen

Dieses Rezept ist angelehnt an ein Rezept, das ich in der 'Good Food' vom März war das glaube ich, gefunden habe. Änderungen gibt es meistens, manchmal sind sie gewollt, oder auch aus der Not geboren.
Hier die Zutaten für eine 23cm Springform:
100g Sultanien (die hatte ich nicht, daher habe ich die plumpen gelben Rosinen genommen)
3 EL Amaretto Likör (den hatte ich auch nicht, daher habe ich Cointreau genommen - den hatte Hubby von der Werksbegehung in Angers mitgebracht!)
50g Butter
6 Digestive Biscuits (dies ist ein spezieller, sehr britischer, Keks) - ersatzweise kann man vielleicht einen Vollkornkeks oder Zwieback nehmen
8 Amaretti Biscuits, ich hatte nur die ganz kleinen, daher habe ich entsprechend die doppelte Menge genommen - ein paar Amaretti Biscuits zur Deko zurückhalten
600g Philadelphia, Vollfettfrischkäse (das erschien mir zu fettig, daher habe ich 500g Magerquark plus 100g Philadelphia genommen)
3 Eier
175g Saure Sahne
3 EL Mehl (mit Backpulver - selfraising), ich habe feines Maismehl genommen
1 TL Vanille Extrakt
175g feiner Zucker
Puderzucker zum Bestäuben
Die Rosinen mit dem Likör vermischen und zur Seite stellen. Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Sprinform leicht ausbuttern. Die Kekse in einem Blender fein zerkrümeln, in einem Topf die Butter schmelzen und die Kekskrümel unterrühren. In die Form drücken und 5 Minuten backen. Zur Seite stellen. Nun die Zutaten für den Belag mischen und zum Schluss die eingeweichten Rosinen mit Einweichflüssigkeit zugeben. Masse auf den abgekühlten Boden geben und 30 Minuten backen, der Kuchen sollte in der Mitte noch etwas wackeln, ich habe ihn dennoch mindestens 45 Minuten gebacken - das lag vielleicht am Magerquark? Gut auskühlen lassen (für Parties kann er bis zu zwei Tagen im voraus zubereitet werden). Vor dem Servieren mit Amaretti Biscuits belegen und mit Puderzucker bestreut servieren. Die Rosinen sinken im Backvorgang nach unten, das sieht beim Anschnitte gut aus. Den Kuchen gab es bei unserem verspäteten Muttertags-/vorgezogenen Osterfamiliendinner als Dessert - noch ein Schlag Clotted Cream dazu, leckerchen!

Montag, 1. April 2013

Torta Pasquale - Frohe Ostern und The Shard

Frohe Ostern wünsche ich allen Lesern mit diesen Bildern. Wir hatten Besuch von meiner Schwester und Schwager aus Good Old Germany, die sind leider momentan bereits auf dem Rückweg. Natürlich durfte der Besuch auf der neuesten London Attraktion The Shard nicht fehlen, absolut zu empfehlen, eine tolle Erfahrung. Wirklich gut gemacht, ohne Einschränkung.
Als Vorspeise zum Osteressen gab es die Torta Pasquale, nach Gennaro Contaldo, kleine Änderungen inbegriffen.
Gebacken habe ich sie in einer rechteckigen Form, das passte einfach besser zu dem bereits rechteckig ausgerollten Blätterteig.
1 Paket (375g) fertig ausgerollten Blätterteig
3 Eier, hartgekocht, geviertelt
200g frischen Babyspinat, zusammenfallen lassen und gehackt
2-3 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten und in Butter angeschwitzt
250g Magerquark (Ricotta ist im Rezept vorgesehen)
100g italienischer Käse - gewürfelt, den hatte ich nicht, daher kam Cheddar hinein
50g geriebenen Parmesan
geriebene Muskatnuss, Pfeffer, Salz
1 Ei
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen, rechteckige, ofenfeste Form ausbuttern und mit Blätterteig auslegen. Die Zutaten für die Füllung zusammen mischen und die Hälfte auf den Teigboden streichen, die Eierviertel in die Mischung drücken und die restliche Füllung darüber streichen. Mit Blätterteig abdecken und mit verschlagenem Ei bestreichen. Backzeit ist ca. 35 - 40 Minuten. Wir haben die Torta Pasquale lauwarm mit Raukesalat  gegessen.