Translate

Freitag, 31. Mai 2013

Spargel mit Entenei, Speck und Haselnuss

Bevor die Spargelsaison schon wieder zuende geht (hat doch gerade erst angefangen, durch den verspäteten Frühling gibt es hiesigen Spargel noch nicht so lange), noch ein Rezept, das sich vorzüglich als Vorspeise zur Dinnerparty eignet.
Pro Person ein Entenei (die sind etwas größer als Hühnereier) ca. 6 Minuten kochen lassen, es sollte noch etwas weich in der Mitte sein (bei mir haben die Eier zu lange gekocht!). Abschrecken, pellen und halbieren. Für jede Portion 2 Scheiben Streaky Bacon unter dem Grill schön kross werden lassen. Es zahlt sich aus, wenn man eine gute (nicht zu salzige oder mit Wasser aufgespritzte) Qualität wählt. Das Dressing aus 2 EL Olivenöl (nur das Gute - versteht sich), 1 EL Haselnussöl - ich hatte Trüffelöl genommen, da ich das Haselnussöl bei dieser Aktion leider nicht gefunden hatte, 1 EL Cider-Essig, Salz und Pfeffer und 1 TL Dijon-Senf zusammenmischen. Eine handvoll Haselnüsse in einer Pfanne anrösten und im Mörser grob zerstampfen. Gewünschte Menge an Spargel, so 5 - 7 Stangen pro Person sollten es sein, vorbereiten. Spargel waschen und Enden abbrechen, es gibt eine Sollbruchstelle, der Spargel bricht genau dort, wo das holzige Ende endet. Wer grünen Spargel schält, tut ihm unrecht... er soll bitte nicht geschält werden. Die Spargelstangen in einen Topf mit leicht kochendem Wasser geben und 5 Minuten (nicht länger!) darin leise ziehen lasssen. In das Wasser kein Salz, nur einen TL oder Würfel Zucker und etwas Butter oder Olivenöl geben. Spargel mit einer Zange rausfischen und auf den Teller legen, Bacon und Ei dazu drappieren. Mit den gerösteten Haselnüssen bestreuen (die fehlen im Foto leider, da es sich um die Reste am zweiten Tag nach der Dinnerparty handelt :o) und mit dem Dressing beträufeln. Sofort servieren!


Dienstag, 28. Mai 2013

Lemon and Lime Sorbet


Jetzt, wo es vielleicht sommerlich warm wird (hier jedenfalls noch nicht - den ganzen Tag gab es nur Regen, mal heftiger, mal weniger heftig!), kommt ein Sorbet gerade recht. Was kommt hinein:
Saft von 2 - 3 Limonen
Saft von 2 - 3 Zitronen
Saft durch ein Sieb geben, denn Fruchtfleisch kommt im Sorbet nicht so gut.
250g Zucker in 750ml Wasser auflösen und kurz aufkochen.
Vom Feuer nehmen und den Fruchtsaft einrühren. In eine Gefrierdose schütten.
In den Gefrierschrank stellen. Jede Stunde, bis es fest gefroren ist,  mit einem Schneebesen gut durchrühren, je gewissenhafter man dies macht, um so feiner die Eiskristalle und umso leckerer das fertige Sorbet. Leider sind die Fotos nicht super, aber das Sorbet wurde schon mehrfach wiederholt, schmeckt. Serviert wird  mit Zitronenzeste und Minzblatt.


Sonntag, 26. Mai 2013

Hier wird es etwas stiller, denn .....

 Wir machen Urlaub auf einer Insel, wo Zitronen wachsen......
Nein, nicht dieser Insel..... obwohl, dort wäre es sicher auch toll ....(liebe Babsy!)
Wir fahren dortin, wo Dattelpalmen und Oleander blühen!
Little Germany (aka Mallorca) ruft! Bis bald auf dieser Seite....

Und weil dieser Post nicht, wie voreingestellt am 16 Mai gepostet wurde, sind wir auch schon wieder da..... gestern Abend nach Hause gekommen. Es geht also schon bald weiter hier auf meiner Insel!

Mittwoch, 15. Mai 2013

Lummerbraten - italienisch - Niedrigtemperatur

An manchen (eigentlich viel zu vielen!) Tagen läuft es einfach nicht so wie ich mir das vorstelle. Für Samstag hatten wir liebe Freunde, die schon lange nicht mehr bei uns waren, zum Dinner geladen. Ich hatte mir gedacht den Abend möglichst stressfrei zu gestalten. Gutes Essen (keine Experimente!), guter Wein und gute Unterhaltung. Der Plan war Osso Bucco mit Risotto Milanese zu machen. Das kann ich! Da mache ich mir keinen Stress - schön entspannt sollte der Abend werden, daher fand der  Einkauf am Freitag Nachmittag statt. Nun sind Kalbs/oder Schweinebeinscheiben hier nicht der Standard, aber ich wusste, bei Waitrose (hey, dort kaufen schliesslich Camilla, Kate und selbst die Queen ein!) da kriege ich sie bestimmt, denn bisher hatte ich sie noch bei jedem meiner Einkäufe dort in der Metzgereiabteilung liegen sehen. 
Dann kam mir noch die brilliante Idee, diesen Einkauf doch mit dem Besuch des neuen Waitrose Supermarktes ganz in der Nähe meines Büros zu verbinden - not such a good idea! - Am zweiten Öffnungstag steppte dort der Bär - es galt das Parksystem zu durchschauen, nicht so einfach, daher standen auch an jeder Reihe freundliche lächelnde Asiaten, die mich zu einer abseitig gelegenen Parkbucht weiterwinkten. Als ich nach gefühlten 20 Minuten endlich die Eingangstüre erreichte, waren meine Kumpels, die Silver Surfers, alle bereits mit Einkaufswagen bewaffnet dort! Wie 'headless chicken' rannten wir durch die Gänge, um das Notwendigste zu finden. 'Needless to say', die Metzgereiabteilung hatte natürlich an diesem Tag kein Osso Bucco, weder Kalb noch Schwein. Das Gespräch mit der freundlichen Mitarbeiterin ergab, dass sie eigentlich in der Auslage sein sollten, man könne sie mir durchaus bestellen, am nächsten Tag seien sie dann frisch zur Abholung bereit - grrrrr! Aus schierer Verzweiflung kaufte ich das nächst-schönste Stück Fleisch in der Auslage..... ein Lummerbraten, ca. 1,2 kg vom Bershire Schweinchen, frei und glücklich gelebt - so versicherte man mir! Zuhause dann der Schock! was mache ich nun mit dem Tierchen???? Bisher hatte ich um Lummerbraten einen weiten Bogen geschlagen, zu mager und daher tendenziell zu trocken fand ich das Teil. Give me pork shoulder any day! Samstag Morgen nahm ich den Braten aus dem Kühlschrank und dann rief ich erst einmal meine Cousine Brigitte an. Brigitte ist sogut wie meine ältere Schwester, was sie sagt geht. Wenn jemand weiss, wie man Gäste bestens versorgt, dann ist sie das, einfach eine Autorität am Herd! Mann, was haben wir bei ihr schon alles geschlemmt! Brigitte sagte, dass sie normalerweise auch vermeidet diesen Lummerbraten zu machen, da er doch leicht zäh herauskommen kann, aber sie hätte neulich bei ihrer Nachbarin einen wunderbar zarten derartigen Braten gegessen. Sie wolle mit der Nachbarin Rücksprache nehmen und sich wieder melden. Keine 5 Minuten später kam der Anruf. Ob ich einen Bratschlauch hätte? Natürlich nicht, ich wollte ja Osso Bucco machen, grrr..... anyway, wir diskutierten und einigten uns darauf, dass ich bei niedriger Temperatur, vielleicht mit Alufolie umwickelt? das Bratenstück nicht länger als 1,5 Std garen sollte.  Nach einer weiteren Stunde Recherche im Internet stellte ich fest, dass es offenbar doch ziemliche Lücken,  was die Rezepte für Lummerbraten angeht, gibt. Könnte es vielleicht sein, dass viel mehr Leute Probleme mit diesem Fleischstück haben???
Falls das so ist, sage ich nun, wie ich es gemacht habe:
Zuerst das Fleisch zu Raumtemperatur gebracht. Im Mörser habe ich nach Gefühl Fenchelsamen, grobes Meersalz, Pfeffer, frischen Rosmarin, etwas frischen Salbei, eine Knofizehe und frischen Thymian zermanscht, damit habe ich den Braten ringsrum eingerieben und etwas liegen lassen. Unterdessen haben ich ein Kilo Tomaten in Stücke geschnitten und die Zutaten für die Sofrito vorbereitet. Hinein kamen Seleriestange, Karotte, Poree, rote Zwiebel, Knofi, Anchovis, getrocknete Pilzstreifen, Lorbeerblatt und mehr Thymian. Backofen auf 180 Grad vorheizen, keine Umluft.
Dann wurde der Lummerbraten von allen Seiten in einer Casserole in Olivenöl angebraten. Herausnehmen und zur Seite stellen. In etwas mehr Olivenöl die vorbereiten Zutaten anschwitzen. Mit einen guten Schuss Extra Dry Martini ablöschen und die Tomaten zugeben, etwas anschwitzen und mit 250ml Hühnerfond aufgiessen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Nun den Braten auf die Tomatensauce betten, etwas eindrücken, das Fleisch sollte im Gemüse 'vergraben' sein, das Fett schaut heraus. 10 Minuten bei 180 Grad braten, dann den Ofen auf 120 Grad herunterschalten und auf keinen Fall länger als 1,5 Std garen. Ich hatte ein Fleischthermometer hineingesteckt, die Kerntemperatur sollte 70/75 Grad nicht überschreiten. Aus dem Ofen nehmen, Fleisch auf eine Platte legen und mit Alufolie abdecken. Die Casserole nochmals bei 180-200 Grad in den Ofen schieben, die Gemüse sollen karamelisieren und die Flüssigkeit reduzieren. Das dauert vielleicht 30 Minuten. Die Sauce durch ein Sieb streichen und  abschmecken.
Am Abend habe ich den Braten folgendermaßen aufgewärmt, Backofen auf 180 Grad vorheizen, Braten in die Mitte des Ofens schieben und sofort auf Oberhitze/bzw Grill umschalten, 15 Minuten und der Braten ist warm und total saftig, zart und die Kruste schön knusprig. Fotografiert habe ich den fertigen Braten nicht, die Gäste und die Zubereitung der Speisen erforderte meine volle Aufmerksamkeit. Der Braten war einfach perfekt, nicht geschrumpft, liess sich wunderbar in Scheiben schneiden. Die Kruste war knackig, aber nicht zahngefährdend hart. Alle haben geschwärmt.... es war aber auch zu gut - das musste selbst ich, die ich bis zur letzten Minute gezweifelt hatte, zugeben. Dazu gab es die ersten Jersey Royal Potatoes, ein Gedicht und diese Gemüsebeilage. A good time was had by all!

Donnerstag, 9. Mai 2013

Shahi Paneer

Dieses Gericht hatte ich mit meiner indischen Freundin Rani bei diesem Ausflug im Restaurant Rita's in London gegessen.  Es hatte so wunderbar geschmeckt, dass ich es unbedingt zuhause kochen wollte. Unerlässliche Zutat: Paneer Cheese. Paneer Käse ist ein indischer Hartkäse aus dem Punjab, der beim Erwärmen nicht schmilzt. Da er ziemlich salzlos ist, schmeckt er 'au nature' nicht wirklich. Er eignet sich, genau wie Tofu auch, dazu verschiedene Geschmacksrichtungen aufzunehmen und den Gerichten Textur - also etwas zum draufrumbeissen - zu geben. Der Käse wird vorbereitet indem man ihn in Würfel schneidet und in warmem Salzwasser ca. 15 Minuten ziehen lässt. Das Rezept habe ich nach Anregungen aus den Gesprächen mit Freundin Rani und verschiedenen Webesiten - und natürlich dem Inhalt meines Gewürzschrankes - zusammengebastelt. Es schmeckte wirklich lecker, wennauch nicht ganz so wie bei Rita's. Es er gibt 3 - 4 Portionen.
1 Paket Paneer Cheese, in Würfel geschnitten und wie oben vorbereitet
1 Dose Tomatenstücke
2 mittlere Zwiebeln, in Stücke geschnitten
2 Knofizehen, fein geschnitten
1 grüne Chilischote, fein geschnitten
1 Stk frischen Ingwer, gerieben
120g Vollmilchjoghurt
etwas Milch
1/2 TL Salz
1 EL gemahlener Koriander
4 - 6 Kardamonkapseln, ohne Hülse, im Mörser feingemahlen
1 EL Garam Malasala Curry Pulver
1 EL Chilipulver (vielleicht auch weniger, je nach Geschmack)
1 EL Paprikapulver
1 EL Tomatenmark
1 EL Cashewkerne, gehackt
2 EL gelbe Sultanienen
Zuerst (reichlich!) neutrales Öl mit etwas Butter (besser ist Ghee - das hatte ich nicht) in einem Topf warm werden lassen, die Zwiebeln mit Ingwer und Knofi anschwitzen, nach 5 Minuten die Gewürze zugeben, die Zwiebeln sollen nicht braun werden. Tomaten und Tomatenmark zugeben und 20 Minuten leise einköcheln lassen, die letzten paar Minuten die Cashewkerne zugeben. Nun mit dem Stabmixer alles fein pürieren. Es entsteht eine Paste, die man nun mit Milch und Joghurt zu einer cremigen Sauce auflockert. Den abgetropften Paneerkäse und die Sultaninen zugeben, alles gut durchwärmen und mit Koriander (mag ich nicht) oder frischer Petersilie bestreut servieren. Als Beilage ist traditionell Chapati Brot vorgesehen, ich wollte lieber Reis, unbedingt dazu gehört ein frischer Salat (gerne auch mit roter Zwiebel - das geht leider bei Hubby gar nicht!).
Picture from Clawson website


Montag, 6. Mai 2013

Franzbrötchen und Frühlingsgarten

 
Bei uns ist heute May-Bankholiday - habe ich bestimmt schon 'mal erwähnt, auf der Insel geht es fair zu - jedenfalls was Bankholdidays angeht! So wird der Tag, der in ganz Europa und auch auf der Insel 'Tag der Arbeit' oder 'Labour Day' heisst, hier immer am ersten Montag im Mai gefeiert, das hat den Vorteil, dass man immer ein langes Wochenende hat. Am 1. Mai wurde dann allerdings (leider) gearbeitet. Nicht, dass wir heute nicht arbeiten würden - denn im Garten gibt es reichlich zu tun. Hubby repariert gerade unser Gartentor (einige Latten sind im Winter verrottet) und ich will mich gleich der Pflege unserer Gartenmöbel widmen. Zuerst stelle ich Euch aber unser heutiges Frühstück vor, den Teig hatte ich bereits gestern Abend gemacht und dann im Kühlschrank übernachtet. Das Rezept hatte ich vor einiger Zeit bei Claudia gesehen, und es hatte mich sofort fasziniert. Ich komme von Niederrhein und dort hatte ich noch nie etwas von Franzbrötchen gehört. Da ich aber die Geschichten, die sich um die französisch besetzte Zeit in Deutschland ranken sehr interessant finde (ich kann nur empfehlen unbedingt die Bücher des Teams Michael Gregorio zu lesen!), war ich diesem Rezept gegenüber sofort aufgeschlossen.
 Bei mir kamen folgende Zutaten in den Teig:
400g weisses Brotmehl (strong Breadflour)
40g feiner Zucker
Prise Salz
1/2 Pkt Trockenhefe
160ml lauwarme Milch 
50g Salzbutter, in der Milch aufgelöst
1 Ei
Zuerst die trockenen Zutaten gut vermischen, dann die Milch-Butter-Ei-Mischung zugeben. Aufpassen, dass diese Mischung nicht mehr als 35 Grad hat, da die Hefe sonst nicht reagiert. Alle Zutaten zu einem Teig vermischen und 5 - 8 Minuten verkneten, das hat Mr Ken Wood sehr gut gemacht. Eine Stunde gehen lassen. Nochmals kurz durchkneten und weitere 45 Min gehen lassen. Zugedeckt ab in den Kühlschrank.
Heute Morgen dann den Ofen auf 200 Grad vorheizen und den Teig auf einer bemehlten Fläche ca. 1 cm dick ausrollen. Mit Butterflocken besetzen und mit einer Zimt-Zuckermischung bestreuen. Eng zur Rolle formen und ca. 4 cm Breite Stücke daraus schneiden.
Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit einem Löffel in der Mitte eindrücken, so dass die Seiten leicht herausgedrückt werden (ich habe da nicht beherzt genug zugedrückt, daher sind meine nicht so auseinandergegangen - war schließlich das Erste Mal!!!). Mit Eigelb bestreichen und ggfs noch mit weiterem Zucker bestreuen, ca. 20 Minuten backen. Ein wunderbarer Duft wird Eure Küche durchziehen, Kaffee aufsetzen und genießen, mmmmmhhhhhh!
Und weil heute so ein schöner Frühlingstag ist, hier noch ein Gruss aus meinem kleinen Stadtgarten.

 

Sonntag, 5. Mai 2013

Ich nehm' Euch mit nach Norfolk - dort, wo der Himmel weit ist


Ich habe schon oft von meinem liebsten County in England berichtet: Norfolk. Seit ich Norfolk durch den Studienort meines Sohnes (Norwich) kennengelernt habe, kommen ich und auch Hubby immer wieder zurück.

Hier sind die Kirchen allgegenwärtig und aus Flintstone (Feuerstein) gebaut.
 Die eichenbestandenen Alleen sind einsam und umhüllen uns mit ihren beschützenden Armen.

 Die Bauern bearbeiten riesige Felder und wohnen in hübschen Häusern versteckt im weiten Land.
 Die Marktstädtchen bieten alles, was zum Leben gehört, die Menschen sind ursprünglich, offen und freundlich.
Unabhängige Geschäfte bieten alle erdenklichen Waren feil.
 Die Stände sind sandig und einsam - na ja, nicht immer!
 Aber der Himmel dort .......
 ..... der Himmel ist weit!!!

Das Seefutter ist unglaublich frisch und unwiderstehlich. Hier die Braunkrabbe 'Dressed Crab', die muss bei einem Besuch immer sein. Leider war es nur eine Tagestour, aber wir kommen wieder, immer wieder nach Norfolk, weil hier unsere Seelen frei fliegen!