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Sonntag, 30. Juni 2013

Hähnchen mit Cashew Nüssen

Diese Klassiker auf den Menus der Chinese Take Aways ist ein Gericht, dass man abends schnell zusammenbringen kann. Vorteil gegenüber dem Chinaman - man weiss, was drin ist, jedenfalls weitgehend. Ich habe in diesem Fall entbeinte Hähnchenoberschenkel genommen, ich finde sie oft geschmackvoller als  Hähnchenbrüste, sie enthalten allerdings auch etwas mehr Fett.
Hinein kam für vier Portionen:
4 Hähnchenoberschenkel, gehäutet und in Stücke geschnitten
2 rote Paprikaschoten, in Stücke geschnitten
10g getrocknete Champignonstreifen (China-Laden), mit etwas Wasser rehydriert
1 - 2 Knofizehen
1 Zwiebel in Scheiben geschnitten
2 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
1 handvoll geröstete Cashew Nüsse
200ml Hühnerfond
etwas Speisestärke
Sojasauce
Shaosing Wine
etwas Oyster Sauce - Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Sojasauce, Shaosing Wine und etwas Speisestärke vermischen und das Fleisch darin mindestens 30 Minuten marinieren lassen
Den Wok mit etwas Erdnussöl sehr heiss werden lassen. Paprika, Zwiebeln und Knofi ein paar Minuten unter Rühren anbraten lassen. Zur Seite stellen. Mehr Erdnussöl in den Wok geben und das Fleisch scharf anbraten. Pilze mit Einweichwasser und Hühnerfond zugeben. Aufkochen und die Gemüse zugeben. Vor dem Servieren mit Cashew Nüssen bestreuen. Mit Reis anrichten, bei mir gab es noch den Kick mit selbstgemachter Thai Sauce - Hubby braucht keine Kicks - darüber.
Heute ist hier Sommer, bereits gestern abend war es lau und wir haben mit Raclette im Garten gesessen. Heute ist der Silverstone Grand Prix, die Hubschrauber donnern bereits seit 8.00 Uhr übers Haus und wenn man die Ohren spitzt, kann man das Dröhnen der Rennmotoren hören. Ob wohl unser Home Team (Red Bull in Milton Keynes) den Tag gewinnen kann? 
Die Sonne scheint, und wir gehen gleich aufs Land einige Gärten besuchen (Hubby muss den Grand Prix später von der Konserve schauen). 
Wunschlos glücklich, könnte man so sagen!!! Happy Weekend an alle Leser :o)

Freitag, 28. Juni 2013

Salat zum Frühstück - Erdbeer-Avocado-Salat mit Limetten-Honig Dressing

 
Erdbeeren, besonders aus dem Supermarkt, haftet ja seit Jahren ein schlechter Ruf an. Gutes Aussehen und Lagerfähigkeit wurden gezüchtet, der Geschmack blieb da hintenan. Das hat sich in diesem Jahr gründlich geändert! Selbst die Supermarkt-Erdbeeren sind definitiv aromatischer und auch schmackhafter. Ich habe auch gelesen, dass der Erdbeeranbau vom kühlere Klima hier auf der Insel profitiert und die Früchtchen daher langsamer wachsen und mehr Zucker aufbauen können.
 Garten-Koch-Event Juni 2013: Erdbeere [20.06.2013]
Dieser Beitrag ist für den Blogevent Erdbeere vom Gaertnerblog. Es gibt viele Rezepte zur Erdbeerverarbeitung, unschlagbare Combos Strawberries & Cream zu Wimbledon kann man nicht mehr besser machen. So hat jeder seine bewährten Rezepte - experimentieren ist da gar nicht nötig.
Manchmal lohnt es sich allerdings schon die Erdbeere aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. So fand ich zum Beispiel diverse Rezepte für Erdbeerpizza - daran habe ich mich allerdings nicht getraut, vielleicht ein anderes Mal? Dieser Salat von Hugh Fearnley-Whittingstall erschienen im Guardian regte mich an, ihn zum Frühstück einzusetzen.
Ganz einfach ein paar Erdbeeren halbieren, oder vierteln. Eine reife Hass Avocado in Stücke schneiden. Das Dressing habe ich aus Limettensaft, Olivenöl, Honig (gut zum Frühstück!) mit Salz und Pfeffer zusammengerührt. Etwas Parmesan darüber gehobelt und schon fertig. Zwei der fünf Frucht- und Gemüseportionen waren damit gleich abgedeckt.

Dienstag, 25. Juni 2013

Spare Ribs aus dem Ofen - inspiriert von Bitchin Kitchen - für die Freunde der amerikanischen Esskultur

Neulich, ich zappte lustlos durch die Kanäle, traf ich bei Foodnetwork auf Nadia G. und ich war 'hooked', so eine Kochshow, wie diese Serie aus Canada, hatte ich bisher noch nicht gesehen. Eine Combo aus Kochen und Comedy, ein bisschen (oder sogar sehr) verrückt, also genau das richtige Programm für mich! Zum Valentinstag kochte sie Rippchen aus dem Ofen, das Originalrezept findet man hier, und ihre Show hat mich zu meinem heutigen Blog Post inspiriert.
Das Rezept ist für zwei Personen und man braucht zwei Seiten Baby-Rippen, je 400 - 500g schwer. Einige Stunden vor der Zubereitung werden die Rippen mit der Gewürzmischung eingerieben.
Die Gewürzmischung habe ich wie folgt zusammengestellt:
1 EL brauner Zucker
1 TL Salz
1/2 EL Oregano
1 1/2 EL geräuchertes Paprikapulver (aus Spanien)
1/2 EL granulierten Knofi, geriebene Knofizehe geht auch, ich wollte eine trockene Mischung
1/4 EL gemahlenes Kumin (Kreuzkümmel)
1/2 EL türkische Chiliflocken
reichlich Pfeffer und geriebenes Muskat
Die Rippenseiten einige Stunden mit Gewürzeinreibung ziehen lassen.
Den Backofen auf 160 Grad vorheizen und die Rippenseiten mit etwas Olivenöl beträufelt, einzeln in Alufolie einwickeln. Auf ein Blech setzen und 1,5 - 2 Stunden backen. In der Zwischenzeit die BBQ Sauce zusammenrühren. Hierbei habe ich mich dann allerdings total von Nadia's Vorschlag entfernt. 4 EL Tomatenketchup, 3 EL Ahornsirup, 1 EL Senf - der aus dem blau-gelben Möbelhaus ist gut, 2 EL Oyster Sauce, 1 EL Soja Sauce, einige Spritzer Tabasco, alle Zutaten vermischen.
Nach der Garzeit die Pakete aufmachen und die Rippen dick mit der BBQ Sauce bestreichen. Den Ofen auf 200 Grad stellen und die Rippen 10 Minuten überbacken, ggfs den Grill zuschalten. Die Rippen in Segmente auf teilen und mit Coleslaw oder Baked Beans und Pommes servieren.
Finger Licking Good!

Sonntag, 23. Juni 2013

Ham Hock Terrine - Schweinshaxen-Sülze


Ich liebe Sülze - vielleicht noch mit Bratkartoffeln - ein Genuss! Leider findet man diese hier im Supermarkt oder beim Metzger nicht. Dennoch ist Ham Hock Terrine ein heutzutage etwas in Vergessenheit geratener Britischer Klassiker.

Wenn man Sülze also nicht kaufen kann, muss man sie wohl (oder übel!) selbst machen. Der Prozess ist etwas langwierig, aber das Resultat kann sich durchaus sehen lassen. Zuerst der Besuch beim Metzger, dort kaufte ich eine gepökelte Schweinshaxe, einen Schweinefuss und eine zweite Haxe au naturel. Zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht ganz klar, welche Teile ihren Weg in die  Ham Hock Terrine finden würden. Im Bild ein Blick auf die Schwarten - mmmmmh!
Die Fleischteile wurden im großen Topf mit ca. 2,5 Litern Wasser, 250ml Weisswein und Zwiebeln, Knofi, Gartenkräutern, Lorbeer, Wacholder und Piment sowie 1 TL Salz (eventuell später nachwürzen - kommt auf den Salzgehalt des gepökelten Fleisches an) aufgesetzt. Ungefähr zwei Stunden leise köcheln lassen, bis das Fleisch mit einer Gabel vom Knochen gelöst werden kann.
Den Schweinefuss wegwerfen, oder dem Hund geben, wenn man einen hat! Die naturel Schweinehaxe für ein anderes Projekt (Pork Sandwiches - Hubby) zur Seite stellen. Die gepökelte Haxe  abkühlen lassen. Die Brühe durch ein feines Sieb geben und auf großer Flamme um die Hälfte einkochen. 500ml abnehmen (der Rest macht sich gut als Grundlage für eine Sauce oder ein Risotto) und etwas Essig zugeben, je nach Geschmack, ich habe milden Reisessig genommen, da wir es nicht gerne so sauer haben. Zum Schluss noch ein Paket Gelatinepulver in der Brühe auflösen (sicher ist sicher!!!). Das Fleisch der Haxe in kleine Stückchen schneiden, kleine, eingelegte Silberzwiebeln vierteln, eingelegte Kapern bereitstellen. Nun das Fleisch abwechselnd mit Zwiebeln und Kapern in eine Terrinenform schichten. Vorsichtig mit der Brühe aufgießen, abkühlen und im Kühlschrank fest werden lassen. Sooo lecker!


Donnerstag, 20. Juni 2013

Sommer-Samstag in Norfolk

 
Am vergangenen Samstag waren wir wieder an der Küste in Norfolk.
 Charmante Badehütten, die alles enthalten, was man für einen erfolgreichen Strandtag braucht.
 Zwischen den Regenschauern hatten wir diesen absolut sauberen Blue Flag Strand fast ganz für uns alleine.
Die Nordsee muss in East Anglia stets gebändigt werden, noch frisch ist die Erinnerung an die zerstörerischen Fluten, die im Jahr 1953 in einer Februarnacht zahlreiche Menschenleben forderten.
Dies scheint eine Lupinenpflanze zu sein, aber mehr ein Strauch, weiss jemand etwas Genaueres dazu?
 Sieht dieser Leuchtturm nicht aus, wie aus einem Bilderbuch?
Im Vordergrund kann man einen kleinen Versuch sehen, die unaufhalsame Aushöhlung der Felsen an diesem Strand zu verhindern. Hier hat die Nordsee in den letzten 20 Jahren eine ganze Häuserreihe inklusive Gärten verschluckt. Und die Regierung kürzt Jahr für Jahr die Ausgaben für die Küstenbefestigungen......

Und was gehört zum Ausflug nach Norfolk unbedingt dazu? Fish 'n Chips - fangfrisch. Ganz besonders gut fanden wir sie im Ship Inn in Mundesley, perfekt mit unverbautem Nordseeblick.

Dienstag, 18. Juni 2013

Gala Picnic Pie & The Famous Five - Fünf Freunde brauchen dringend eine Stärkung

Also den Bogevent Lesehunger von Shermin beim Magischer Kessel finde ich einfach klasse, gelesen habe ich zuerst davon bei Jutta, ihr Bericht zum Räuber Hotzenplotz - wie konnte es passieren, dass ich diesen Räuber solange vergessen hatte? - einfach köstlich....
 

Klar habe ich auch etwas zu diesem Thema beizutragen. Wenn ich so an die Zeit denke in der ich ernsthaft mit dem Lesen von Büchern angefangen habe, da fallen mir immer die Bücher von Enid Blyton ein. Die einzigen, die ich davon im Regal stehen hatte, war die Internatsserie Dolly (im Original Malory Towers. Bücher wurden in meiner Familie als kostbar angesehen, und so musste ich geduldig auf Weihnachten oder Geburtstage warten bis ich endlich wieder ein neues Buch bekam. Die Internatsserie schenkte mir dann auch Tante Gerda, ich glaube meinen Eltern erschienen diese Bücher eher als 'Trivial-Literatur', ich hingegen war absolut fasziniert von der, mir so unbekannten, englischen Internatsumgebung und habe sie richtiggehend verschlungen. Allein der Gedanke in einer Schule mit allen Freunden Vollzeit zu leben - total interessant, zum damaligen Zeitpunkt konnte ich dieses Konzept nur schwer verstehen. Was allerdings auch mir sofort auffiel: Diese Kinder lebten völlig selbstbestimmt - Eltern- bzw. Erwachseneneinmischung gab es kaum, das war in meiner Realität natürlich wieder ganz anders.

Die kleine Stadt, in der ich auffwuchs hatte zu diesem Zeitpunkt keine Bücherei - vielmehr gab es einen Bücherbus, der kam einmal im Monat auf unsere Straße und blieb dort für zwei Stündchen. Lange bevor er kam standen wir Kinder schon Schlange, denn es galt die besten Bücher zu ergattern. Allerdings war das erste Hindernis die Ausstellung der Ausleihkarte. Der Bus kam immer donnerstags um 14 Uhr, zu dieser Zeit arbeitete meine Mutti und konnte daher nicht den Antrag unterschreiben. Meine Freundin Dani teilte anfangs ihre ausgeliehenen Bücher schwesterlich mit mir, aber bald war mir das nicht mehr genug und so besorgte ich den Antrag, radelte zu Mutti ins Büro zur Unterschrift, zurück die Ausleihkarte ausgestellt, und endlich konnte ich selbst Bücher ausleihen. Das hatte den Vorteil, dass Dani und ich nun unsere Ausleihen gezielter maximieren konnten, denn wir tauschten innerhalb des Ausleihmonats selbstverständlich die Bücher noch untereinander aus. Was haben wir uns durch die Regale dieses Bücherbusses gefressen!!! An erster Stelle der Beliebtheisskala standen definitiv die 'Fünf Freunde' Bücher von Enid Blyton. Da gab es Ferien, Kammeradschaft und Abenteuer - selbstverständlich immer mit Happy End! 
Ein kleiner Rundgang letzte Woche in den Charity Shops im Städtchen, und schon waren sechs dieser in meiner Kindheit mir so teuren Bücher für 25p das Stück mein Eigentum. Dünn kommen sie mir heutzutage vor, und doch stellt sich beim Lesen sofort wieder die damalige Vertrautheit mit den Freunden, Justin, Dick, George und Anne, die ja eigentlich Cousins und damit Verwandte sind,  und nicht zuletzt dem zotteligen Hund Timmy ein.
Wer diese 'Famous Five' Bücher - wie sie im Original heissen -  kennt, erinnert sich bestimmt daran, wie gerne die fünf Freunde essen. Zur Mahlzeit trifft man nach den Abenteuern des Tages wieder auf die Erziehungsberechtigten. "A large ham sat on the table, and there were crusty loaves of new bread. Crisp lettuces, dewy and cool, and red radishes were side by side in a big glass dish, great slabs of butter and jugs of creamy milk"  Die Köchin Joan oder Aunt Fanny haben die besten Leckerbissen vorbereitet. Da wird reingehauen, denn es gibt es Scones, Ingwer Bier, Limonade und Tee, Gewürzkuchen, vorbereitete Sandwiches, Salate, reife Pflaumen und Äpfel, gefüllte Tomaten, kalten Braten, Käse, Eier mit Speck, Marmeladen-Toasts und natürlich die überaus beliebten Picknicks. Da lief mir schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammen. Kein Wunder eigentlich bei diesem 'Lesefutter', dass ich früher oder später auf dieser Insel landete.  Wenn man die Bücher in den zeitlichen Kontext bringt, zumindest die ersten wurden während des Krieges und der in England noch bis 1953 existierenden Lebensmittelrationierung geschrieben, wird das erzählerische Talent von Enid Blyton deutlich. Einfache, ehrliche Gerichte werden genossen, die Mahlzeiten als intellektueller Austausch zelebriert.
Zum englischen Picknick gehören - heute so wie damals - die Meat-Pies einfach dazu. Diese Gala Pie kann auch länglich - frei als Laib geformt, gemacht werden. Ich habe mich für eine Pie-Form entschieden. Dieses Rezept ergibt eine große Pie - ausreichend für 8 Portionen. Der Teig besteht aus einer sogenannten Hot Water Crust Pastry. Dies ist ein spezieller Teig, der auf der Insel für handgefertigte Pies verwendet wird. 
450g Mehl
150g Schweineschmalz, kalt
50g Butter, kalt
1 TL Salz
8 EL Wasser
Mehl mit 50g Schweineschmalz, Salz und der Butter im Food Processor zu 'Sand' vermischen. Das Wasser mit 100g Schmalz heiss werden lassen und mit der Mehlmischen zu einem Teigklumpen vermischen. Den Teig etwas ruhen (abkühlen) lassen. Backofen auf 200 Grad vorheizen.
Unterdessen die Füllung wie folgt vorbereiten:
4 Eier 8 Minuten hart kochen und pellen
900g Schweinehack
2 Schweinebratwürste, aus der Pelle schälen
3 Scheiben Bacon, Speck - in kleine Stücke schneiden
1 kleine Zwiebel, gerieben
2 Knofizehen, gerieben
1 TL Salz (je nach Würze des Bacon anpassen)
1 TL gemahlenen Ingwer
1 TL gemahlenen Macisblüte
1 TL gemahlenen Senf
alle Zutaten gut vermischen, das geht am besten mit den Händen
Nun zwei Drittel des Teigs zu einem Kreis ausrollen und in die Form geben, die Hälft der Füllung darübergeben und die vier Eier gleichmäßig verteilen. Die restliche Füllung darüber geben und gut um die gekochten Eier verteilen, es sollen möglichst keine Zwischenräume entstehen. Das restliche Drittel des Teigs rund ausrollen und auf die Pie geben, die Ränder gut mit dem Teigboden verbinden und etwas einknicken, das gibt ein schönes Muster, allerdings sollte der Look nicht zu perfekt sein, je rustikaler, je besser, es soll schliesslich 'homemade' aussehen. In die Mitte ein Loch machen und einen 'Pie Funnel' aus Alufolie falten und ins Loch stecken, so kann der Dampf besser entweichen. Mit verschlagenem Ei bepinseln und für 45 Minuten in den Backofen stellen. Nach den 45 Minuten nochmals mit Ei bepinseln um eventuelle Risse im Teig zu kitten. Weitere 20 - 30 Minuten backen. Gut auskühlen lassen, am besten über Nacht und dann mit reichlich Salat beim Picknick genießen. Hält sich im Kühlschrank einige Tage.

Dass auch bei Enid Blyton nicht immer alles so rosig zuging, wie in ihren Büchern, weiss man spätestens seit der eindrucksvollen Darstellung von Enid Blyton durch Helen Bonham Carter in dem Film Enid von 2009. Sie selbst hat einmal gesagt, dass sie sich am ehesten mit dem Charakter von 'George', dem Mädchen, dass doch soviel lieber ein Junge gewesen wäre, aus den 'Famous Five' identifizieren wollte. Ich denke, ihr wahrer Charakter kommt wahrscheinlich eher dem des unnahbaren und stets abgelenkten Wissenschaftler 'Uncle Quentin' nahe.

Donnerstag, 13. Juni 2013

Risotto mit gebackenem Spargel, Bratwurst und Rauke

Ich mag Risottos! Ich denke 'mal italienisch korrekt wäre es 'Risotti' zu sagen,  aber ich finde, dass in Neu-Deutschland, wo die englische Sprache beherzt zu Worten wie 'fluffig' verstümmelt wird, oder wo einfach englischen Worten irgendwie eine verdeutschte Bedeutung zugeschrieben wird, so wie bei 'Handy', 'Flatrate' und 'Messies', man da auch sehr gut mit dem Plural von Risotto zu 'Risottos' klarkommen sollte! Dies aber nur nebenbei, wenn man wie ich, im Ausland lebt, ist man sensibilisiert. Ich sorge mich um die deutsche Sprache, denn derzeit krankt sie etwas - dabei gibt es so schöne deutsche Worte wie z. B. 'Wahnsinnsangebot', 'Achtsamkeit', 'Veränderung', 'Lebensqualität' und natürlich so ein Wort wie: 'Frikadellen'. Ich meine, das sind Worte, um die man uns im Ausland wirklich beneiden würde!
Für dieses Risotto habe ich zwei kleine Bratwürste aus der Pelle genommen und zu kleinen (wirklich kleinen) Kugeln gerollt, diese mit einem Bund grünem Spargel auf ein Blech geschichtet, mit etwas Olivenöl und Salz bestreut und ca. 20 Minuten bei 180-200 Grad im Ofen gebacken. Gleichzeitig wurde das Risotto wie gewohnt hergestellt. Dazu eine fein geschnittene Zwiebel glasig dünsten, durchgepressten Knofi und 150g Risottoreis zugeben und noch ein paar Minütchen schwitzen. Mit einem guten Schuss Martini Extra Dry (der Grüne ist das) ablöschen und nach und nach unter Rühren die heisse Hühnerbrühe zugeben.

In diesem Foto kann man die Cremigkeit des Risottos wunderbar erkennen. Kurz vor Schluss die Hackbällchen, den kleingeschnittenen Spargel und etwas geriebenen Parmesan unterrühren. Vor dem Servieren einen Bund kleingeschnittener Rauke untermischen und mit einem TL Creme Fraiche oder einem TL Butter abrunden. Wer mag streut noch mehr Parmesan darüber.

Samstag, 8. Juni 2013

'Jammin it' Rhabarber-Erdbeer-Melonen Marmelade aromatisiert mit Mallorca Zitrone

Gestern stand mir der Sinn nach einem bisschen 'Jam Making'. Zuerst einmal mit Bob Marley etwas in Stimmung gebracht, dann in der Küche die Zutaten in den ensprechenden Reggae Farben zusammengestellt.....
 
Es brauchte noch einem besonderen Verwendungszweck für die herrlichen Mallorca-Zitronen, die auf wundersame Weise einen Platz in meinem Koffer gefunden hatten. 
Beim Einkauf konnte ich frische, hiesige Erdbeeren und hiesigen Rhabarber erstehen, dazu gesellte sich eine Cantaloup Melone, die war allerdings nicht britisch :o(
Das Jam-Rezept, oder Marmelade, wie man in Deutschland sagt, nicht zu verwechseln mit der britischen Marmalade, die sich als Bezeichnung nur auf das aus Orangen bzw. aus Zitrusfrüchten hergestellte Produkt bezieht, fand ich diesem Blog.
Die Zutaten ergeben vier Gläser:
300g Rhabarber, geputzt und in kleine Stücke geschnitten
300g Melonenfleisch, in kleine Würfel geschnitten
300g Erdbeeren, in kleine Stücke geschnitten
Saft von je einer Mallorca-Zitrone und einer Limette
Schale von Mallorca-Zitrone, dünn abschneiden (das Weiße muss ab, ich habe noch nachgeschabt!), die Schale dann in feine Streifen schneiden
1 kg feiner Zucker (ich bin nicht so scharf auf Gelierzucker und schon gar nicht 3:1 oder 2:1, den gibt es hier auch gar nicht, dieser Jam wird nach alt-hergebrachter Art gekocht, man isst ihn doch auch nur in kleinen Mengen!)
Zur Aromatisierung gab es Ingwerpulver und einen guten Schuss spanischen Brandy (Osborne 103)
Zuerst das vorbereitete Obst mit der Zitronenschale und dem Zucker vermischen, das sieht aus wie eine Schneelandschaft. Einige Stunden stehen lassen.
Nach dem Marinieren die Mischung in einen großen Topf geben und unter Rühren zum Kochen bringen. Ingwerpulver zugeben und gut vermischen und 20 - 30 Minuten sanft köcheln lassen, immer wieder umrühren, bis die Marmelade geliert, Brandy zugeben und kurz verkochen lassen, oder auch nicht, wie man das lieber hat. Gelierprobe machen auf Porzellanteller machen. Noch heiss in die vorbereiteten Gläser füllen und sofort verschliessen.
Dieser Jam schmeckt so aromatisch und ziemlich einzigartig. Wenn man die Augen schliesst kann man die einzelnen Komponenten herausschmecken.... YUMMY!
Und weil es Samstag ist, hier noch ein paar Fotos aus meinem Vorgarten, er wurde, wie schon im letzten Jahr, zu den Golden Garden Awards in unserem Städtchen angemeldet. Die Juroren kommen am 27. Juni zur Bewertung, bis dahin muss noch ein bisschen 'was getan werden.
Schwierig ist es, die Hostas vor dem Schneckenfraß zu beschützen. In diesem Jahr habe ich erstmalig Nematoden eingesetzt, Schneckenkorn aber auch noch - viel hilft (hoffentlich) viel! Ich weiss nicht, ob ich es dem guten Wetter zu verdanken haben, oder ob die Nematoden gewirkt haben? Bisher ist noch alles gut, ich schaue aber auch jeden Tag....
 Hier die Columbine, von meiner Schwiegermutter Doris, ist sie nicht toll????

Und dann noch Hubby's liebste Vorgartenpflanze, eine Art des Wiesenknöterich, gedeiht hervorragend im Vorgarten. Im Vordergrund kann man auch den einen Hunde-Pipi-Buchsstrauch sehen, der muss noch in Form geschnitten werden, aus verständlichem Grund kann ich da nur mit Gummihandschuhen dran arbeiten. Ich dachte, diese Buchssträucher am Eingangsweg (es gibt zwei davon) versuche ich in diesem Sommer einmal kegelartig zu schneiden, bisher waren sie immer Quader gewesen. Im letzten Jahr habe ich sie daher gar nicht geschitten, damit sie nun einen neuen Formschnitt bekommen können. Es gibt viel zu tun an diesem Wochenende - PACKEN WIR ES AN! In diesem Sinne wünsche ich allen geneigten Lesern ein HAPPY WEEKEND :o)

Freitag, 7. Juni 2013

Geburtstagsschmankerl - Ratatouille Quiche - Blueberry Muffins und eine unbekannte Torte

Wenn man so die ersten zwei/drei Jahrzehnte auf diesem Planeten hinter sich gebracht hat, werden Geburtstage eigentlich immer weniger wichtig. Es sind halt Zahlen, die manchmal abgefragt werden. Tief drinnen fühlt man sich sowieso immer wie 21, das sagt selbst meine Mutti (sie geht stramm auf die acht Jahrzehnte zu...). Die Überraschung - oder sollte ich lieber sagen 'Der Schock' kommt dann, wenn man sich dem Spiegel nähert... aber auch da ist die liebe Natur gnädig, denn sie stattet uns mit Altersfehlsichtigkeit aus, da sieht man nicht mehr alles so genau - hat auch den Vorteil, dass man den Dreck und Staub in der Wohnung nicht mehr so deutlich erkennen kann - und 'wo man nichts sieht, da ist fühlen keine Schande' - das findet auch mein Hubby!
Also alles noch im grünen Bereich. Die Tradition gebietet es, dass man zum Geburtstag einen oder auch zwei ausgibt, besonders in unserem Büro-Team ist das sehr beliebt (wird eigentlich dringend erwartet!). Da traf es sich gut, dass dieser Anlass mit unserer Abreise in den Urlaub zusammenfiel - will sagen, der Kühlschrank musste geleert werden. Was drin war erschien zunächst eher chaotisch, aber nach einer durch(w)dachten Nacht standen die Rezepte vor meinem geistigen Auge. Ratatouille Quiche in einer vegetarischen Version und auch mit Chorizo sollte es geben. Weiterhin wurden die verbleibenden Eier und auch frische Blaubeeren mit Lemon Curd zu diesem Blueberry Muffin Rezept verarbeitet. 
Die Ratatouille habe ich so wie hier vorbereitet, schön langsam 'trocken' schmoren ist das Geheimnis. Statt der Dosentomaten wurden die noch vorhandenen frischen Tomaten verwendet, gehäutet versteht sich. Zur weiteren Verwendung gut abkühlen lassen.
So sah die fertige Quiche  beim Anschnitt aus, den Mürbeteig habe ich nach der bewährten Methode  vorbereitet. Die Teigmenge verdoppelt, da ich zwei rechteckige Bleche vorbereitet hatte. Den Boden ca. 12 Minuten vorbacken, mit etwas Dijon-Senf bestreichen und die eingekochte Ratatouille Mischung daraufgeben. Eine Quiche noch mit Chorizo-Stückchen versehen und beide mit geriebenem Käse bestreuen. Guss aus verschlagenen Eiern,  einem Töpfchen Bressot Käse, einem halben Becher saurer Sahne Muskat, Salz und Pfeffer vorbereiten. Alles gut vermischen und die Quiche damit übergießen. Bei 200 Grad ungefähr 30 - 35 Minuten backen.
So sah der Ab-Transport ins Büro dann am nächsten Morgen aus. Karotten und Gurke wollten auch noch aufgebraucht werden, das machte sich wirklich gut bei den Kollegen. Tja, das Team war so überrascht, dass mein Geschenk noch gar nicht vorbereitet war - das bekam ich erst am Arbeitstag nach unserem Urlaub - da war ich dann  überrascht, denn ich dachte, man hätte mich total vergessen!
Ja und dann gab es noch diese (mir unbekannte) Geburtstagstorte, die hatte meine Mutti vorbereitet - Rezept im Internet gefunden (scary - meine Mutti sucht Rezepte im Internet??? - sie schreibt mir neuerdings auch emails - Das ist der Beweis, 'You can teach an old dog new tricks!!!) um sie an meinem Geburtstag (zufällig auch Pfingsten) in good old Germany mit meiner Schwester und meinem Schwager auf deren Terasse zu verputzen.... kein Fitzelchen davon habe ich gesehen, nur virtuell schmecke ich sie noch heute ganz deutlich.... cremig, sahnig, fruchtig zergeht sie auf der Zunge!
Ich habe meinen Geburtstag mit einem Tässchen Kaffee, einer Vanille-Creme- Empanada und meinen Kindle gefeiert, Hubby hatte sich zur Siesta zurückgezogen - when in Spain, do as the Spanish - so sein Motto. Zum Foto war er aber schon parat. Happy Birthday, 21 again!