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Dienstag, 30. Dezember 2014

Liverpool im Dezember

Falls jemand hier auf der Insel 'mal eine 'richtige' City (ausserhalb von London) besuchen möchte: 
Ich sage nur Liverpool! Wir waren nach Weihnachten ein paar Tage dort. Soviel Historie, Architektur, Kultur und Musiktalent, unglaublich.
Aber seht einfach selbst. Was auf keinen Fall fehlen darf: Ein Tripp mit der 'Ferry cross the Mersey', selten so eine malerische Fährüberfahrt gehabt.
 
Und über die bekanntesten Söhne der Stadt 'The Fab Four' haben wir da noch gar nicht geredet. Die Fotos sieht man auf Instagram (sie leben leider bisher nur auf meinem iphone und wollten dort nicht weg!).
Shopping in der enormen, fußgängerfreundlichen Innenstadt ist für Liebhaber des Kommerz absolut fantastisch.

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Und plötzlich ist Weihnachten dann da......



Lange habe ich keinen Post mehr geschrieben und nur auf Instagram kann man sehen, dass ich nicht untergetaucht bin, sondern durchaus die weihnachtlichen 'must dos' abarbeite. Ich bin cool, kein Stress, denn meine Weihnachtspakete zu den Lieben  über den Kanal wurden schon in der ersten und zweiten Dezemberwoche verschickt und sind schon lange angekommen.
Dies ist der erste Weihnachtsbaum von Carl und Tanja in Wien


Unser Baum steht seit dem 5. Dezember und Haus und Garten sind abends festlich beleuchtet. Da hat es gestern Abend um 21 Uhr sogar die lokalen 'Carol Singers' an die Türe gebracht. Schön haben sie das Lied 'The First Noel' - eines der schönsten englischsprachigen Carols - gesungen.



Die Weihnachtsplätzchen-Manie hat glücklicher traurigerweise diese Ufer bisher nicht erreicht. Es wird kaum erwartet, dass man Hausgebackenes produziert. Normalerweise backe ich Mince Pies wie hier, oder Christmas Cake so wie hier, dieses Jahr habe ich das nicht gemacht. So ganz ohne Druck backte ich doch einen relaxten Stollen. Inspiriert durch die ganzen deutschen Blogbeiträge im Net packte es mich letzte Woche wieder und ich machte (zum allerersten Mal) Pfeffernüsse.
Beide Rezepte wählte ich gedanklich für meine Familie aus. Ich bin ja das Produkt einer 'Mischehe', jedenfalls sehen meine Eltern das so. Meine Mutter, hardcore Protestantin aus Thüringen - vielleicht spukt Martin Luther sogar durch ihre Ahnengallerie, wer weiss das schon? - hat da so ihre eigenen Vorstellungen. Sagen wir es so, sie fühlt sich immer noch sehr nahe dran! Der Stollen (selbstverständlich mit Kreuzzeichen gebacken) symbolisiert im dortigen Stollenland das eingewickelte Jesuskind - klar, man kann nicht einfach einen festliches Rosinenbrot geniessen, um sich nicht schuldig zu fühlen, muss es gleich das Jesuskind symbolisieren! 
Mein Vater kommt aus der mennonitischen Freikirche, diese Ecke des protestantischen Spektrums ist auch nicht weniger davon überzeugt, den einzig richtigen Draht nach 'oben' zu haben, allerdings in der Ausübung wesentlich karger und noch weniger spaß- oder lustorientiert.... so sind sich meine Eltern dann auch meist uneins, was die Einhaltung ihrer 'Glaubensregeln' angeht. Aus meiner Sicht kann ich nur sagen, wir Kinder haben im Elternhaus die volle Gewalt des Protestantismus abgekriegt - und das obwohl (oder vielleicht gerade deswegen?) wir in einer vorwiegend katholischen Gegend aufgewachsen sind. Das war nicht so einfach und klar wird mir das erst, seit ich auf dieser 'heidnischen' Insel (Zur Erklärung: In Großbritannien gehören prozentual deutlich weniger Menschen einer Kirche an bzw. praktizieren eine Religion als z.B. in Deutschland oder Frankreich) lebe. Die Pfeffernüsse haben die besagten Mennoniten, die in den Niederlanden gegründet wurden, von dort mitgebracht und an ihren Niederlassungsorten verteilt. So findete man sie heutzutage ganz oft in den 'deutschen' Teilen der USA (Zur Erinnerung: Dreizehn mennonitische Familien aus Krefeld segelten auf der Concord in die USA und gründeten dort Germantown/Philadelphia). 
Mein Rezept geht so:
50g fein gehackte Mandeln, bei mir unabgezogen
200g Honig
100g hellbrauner Muskovadozucker
50g gesalzene Butter, ansonsten eine Prise Salz zufügen
50g Zitronat/Orangeat klein gehackt
350g Mehl, bei mir feines Dinkelmehl
2-3 EL spanischen Brandy (oder Rum)
1 TL Backpulver
Nun die Gewürze:
1 TL gemahlenen Koriander
1 TL gemahlenen Ingwer
1/2 TL gemahlenes Zimt
1/4 TL gemahlene Nelken
1/2 TL gemahlenen schwarzen Pfeffer
1/2 TL Muskatnuss
1/2 TL gemahlenes Kardamom
1/2 TL gemahlene Fenchelsamen
Die trockenen Zutaten gut vermischen. In einem Topf den Zucker, Honig mit Butter schmelzen, Brandy zugeben, mit den trockenen Zutaten vermischen. Zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie im Kühlschrank mindestens über Nacht ruhen lassen, geht auch mehrere Tage. Zum Backen den Teig in Stränge rollen und in kleine Stücke schneiden, jedes Stück zu einer walnussgroßen Kugel rollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen ca. 10 - 12 Minuten abbacken. Die Pfeffernüsse sind zuerst ziemlich hart, werden aber, in einer Dose aufbewahrt, mit der Zeit weicher. Wer mag kann sie noch mit Puderzuckerguss überziehen, oder Schoki geht auch.
Also, liebe Leser und insbesondere liebe Familie und liebe Freunde - Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr 2015.
Und wenn Ihr alles gut vorbereitet habt, dann könnt Ihr Euch jetzt zurücklehnen und entspannen! Stresst Euch nicht mehr und lasst nur die positive Gedanken rein! Ich bügle noch ein bisschen und dann geht es abends zum Thai :o))

Montag, 1. Dezember 2014

Datteln im Speckmantel - it's Party Time

Datteln im Speckmantel sind bei uns heiss-begehrt. Diese Datteln hatte uns mein Sohn bei seinem letzten Besuch (Ramadan) aus Abu Dhabi mitgebracht. Nun sollten sie endlich verwendet werden. Auf der Packung fand ich, nachdem ich die Brille aufgesetzt hatte, auch ein TÜV Zeichen. Da TÜV Technischer Überwachungsverein bedeutet, frage ich mich, was ist an Datteln technisch und was gilt es im mittleren Osten durch den deutschen TÜV bei den Datteln zu überwachen? Falls das jemand weiss, ich bin interessiert!
Die Datteln werden aufgeschlitzt und vom Stein befreit, anstelle des Steins ein Stückchen Fetakäse hineinstopfen. Nun Datteln mit dünn ausgerolltem Speck oder Pancetta umwickeln. Dies kann man gut vorbereiten.
Wenn dann der Besuch kommt, die Datteln für 10 - 15 Minuten in den auf 180 Grad vorgeheizten Backofen schieben. Gäste begrüßen und Drinks austeilen.
Etwas abkühlen lassen und eventuell halbieren, Cocktail Stick einstecken und mit dem Drink der Wahl  geniessen.Schmeckt sehr gut zum Bierchen oder auch zum Prosecco.
Und was macht der Sohn? Nach fast drei Jahren im mittleren Osten ist er seit November wieder in Europa. Ich freue mich, denn er hat seine Zelte erst einmal in Wien aufgeschlagen. Mit seiner Freundin richtet er gerade das erste Nest ein. Jobs gab es in einem der bekannten Luxushotels. Obwohl Wien nun nicht gerade im die Ecke ist, freue ich mich doch, ihn gewissermaßen wieder in der Nähe zu haben.

Samstag, 22. November 2014

Saturday in my kitchen - immer wieder samstags

Vielleicht habt Ihr Euch ja schon gefragt, wo ich geblieben bin, und ob es mir die Sprache verschlagen hat? Ich kann Euch versichern, dem ist nicht so. Ich habe sogar einiges gekocht, denn 'immer wieder samstags' laufe ich zu Höchstform auf. Der letzte Samstag war da keine Ausnahme. Abends hatten wir Gäste eingeladen. Nach dem Frühstück ging es zuerst zum Metzger, der empfahl mir ein Stück 'Brisket' für langsames Braten bei niedriger Temperatur. Dann weiter zum Markt, dort kaufte ich fantastische Kartoffeln fürs Kartoffelpüree und Brokkoli und Fenchel für die Gemüsebeilage sowie ein Kilo Schalotten für die Bratensauce. Weiter ging's ins Blumengeschäft für die Dekoration. Wäre ich mehr 'switched on', hätte ich jeden Schritt fotografiert. Bis auf ein paar Instagram Posts habe leider nichts für die Nachwelt festgehalten. Daran muss ich arbeiten, denn sonst wird das mit diesem Blog nix mehr! Schwierig, denn auch mein Einkaufs-Wägelchen musste bewegt werden und Hubby hatte ich auch untergehakt.... und Spass hatten wir reichlich....
Was gab es nun zum Abendessen? Vorspeise war eine geräucherte Knofisuppe mit Petersilienpesto - kann ich dringend empfehlen! Die geräucherten Knofizehen hatte ich bei der letzten Frankreichdurchfahrt im Oktober erstanden - sie sind offenbar eine Spezialität aus dem kühleren Norden Frankreichs -  und seither hatten sie ihr ausserordentliches Aroma in meiner Küche verströmt. Als Hauptgericht gab es einen Rinderbraten der mit Trockenpflaumen und Schalotten und etwas Rotwein sehr laaaaaage geschmort wurde, so lecker. Der Nachtisch: Blätterteigtörtchen mit Frangipane und Pflaumen - einfach, aber gut! Das Rezept für die Knofisuppe stelle ich Euch gerne vor, den Braten lieber erst, wenn ich auch schöne Fotos habe......
Also drei ganze Knofizwiebeln schälen und in feine Scheibchen schneiden. Drei große Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Knofi in reichlich Olivenöl anbraten (aufpassen, dass er nicht verbrennt), Kartoffelstücke zugeben und kurz mit anschwitzen. Mit Wasser aufgiessen und 2 EL der selbstgemachten Gemüsepaste aus dem Thermomix zugeben. Die Paste hat meine Lieblingsschwester für mich in ihrem Thermomix angefertigt, Rezepte kann man im Net finden. Eine Stunde köcheln lassen. Durch die lange Kochzeit hält sich der nachhaltige Effekt des Knofis etwas in Grenzen ;o). Mit dem Blender passieren und einen Becher Schlagsahne zugeben, abschmecken mit Salz, Pfeffer und etwas Brandy. Die Pesto aus frischer, glatter Petersilie, Pininenkernen, dem Saft einer halben Zitrone, etwas Meersalz und Rapsöl anfertigen. Die Suppe vor dem Servieren mit der Pesto beträufeln. Schade, dass es keine Fotos gibt - es sah nämlich sehr nett aus! Ich finde es so schwierig die Gäste bei einem Drink zu unterhalten, die Vorspeise anzurichten und dabei auch noch Fotos zu machen. Wem geht das genauso??
Dies  war der Samstag letzte Woche. Nun ratet was ich heute mache? Klaro, der Dinner Party zweiter Streich. Hubby und sein jüngster Sohn haben beide in der nächsten Woche Geburtstag. Da Sohn mit Freundin dann im Urlaub auf Barbados sein wird, feiern wir heute Abend ein bisschen vor. Schwiegermutter kommt noch hinzu und es gibt Schweinebraten mit Birnen in Cider-Sauce, Roast Potatoes, verschiedene Gemüse und Apple/Plum Crumble, freut Euch jetzt bloß nicht schon  auf die volle Fotostrecke..... ich tu was ich kann, versprochen!

Sonntag, 9. November 2014

Mexican Chicken with Mole - Mexikanisches Hühnchen mit Mole


Das Foto gibt wieder nicht viel her, daher zum Trost im Anhang noch ein paar Herbstimpressionen. Von diesem Gericht hatte ich vor einiger Zeit auf verschiedenen Blogs und auch im 'Good Food' Magazine der BBC gelesen. Es gibt verschiedene Versionen und ich habe mir nach Durchsicht der einzelnen Rezepte meine eigene zusammengekocht.Vier gute Portionen ergibt dieses Rezept und schmecken tut es vorzüglich:
6 ausgelöste Hähnchenoberschenkel, ohne Haut in mundgerechte Stücke geschnitten
500ml Passata, bei mir selbstgemacht
2 Dosen eingemachte Bohnen, bei mir Cannellini
1 große rote Zwiebel, in feine Stückchen geschnitten
4 Knofizehen, durchgepresst
1 rote Paprika, in kleine Stücke geschnitten
1 TL smoked Paprikapulver
1 TL Paprikapulver
1 Msp gemahlenes Zimt
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL gemahlener Koriander
2 EL Chipotle Sauce (bei mir von Heinz)
1 Stückchen dunkle Schokolade
2 EL Erdnussbutter, gerne auch Crunchy
Salz, Pfeffer
Olivenöl
geriebenen Cheddarkäse und Saure Sahne zum Bestreuen
Zuerst die Zwiebel mit dem Knofi anschwitzen, die Hähnchenstücke und Paprikastücke zufügen. Gewürze nach und nach zugeben und mit anschwitzen. Abgespülte Bohnen zufügen und mit Passata aufgiessen. Mit Salz und mit Pfeffer würzen und ca. 45 Minuten leise simmern lassen. Mit Schoki und Erdnussbutter andicken. Kann in Tortilla Wraps serviert werden, wir haben Reis dazu gegessen.



Mittwoch, 5. November 2014

TV Dinners - was bringt der Herbst Neues

Wie schon im vorherigen Post erwähnt, mache ich es mir in der dunklen Jahreszeit auch gerne vor dem TV gemütlich. Essen gibt es dann auf dem Schoß ich habe schließlich keine kleinen Kinder mehr, denen ich ein gutes Vorbild sein muss auf einem nett angerichteten Tablett. Es hat sowieso  Vorteile, wenn man
a) nicht mehr bei Muttern lebt - ich zitiere: 'Beim Essen liest man nicht!' 'Sitz gerade!' - bei dieser Bemerkung boxte mein Vater mir auch gerne kräftig in den Rücken!', 'Ellbogen vom Tisch!', 'Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt', 'Schmatz nicht!' usw usw.
b) keine Kinder mehr im Haus hat - ich zitiere mich: 'Mit vollem Mund spricht man nicht!', 'Wie heisst das Zauberwort?', 'Nimm auch das Messer hinzu....', 'Probier bitte auch das Gemüse', 'Beide Hände auf den Tisch'
Man darf endlich das tun, was man will. Computer (oder Tablet oder Kindle oder Smart Phone oder Magazine oder Tageszeitung) am Frühstückstisch, nur mit einer Gabel essen und eine Hand dabei auf dem Schoß legen, die Suppe vom Löffel schlürfen und eben auch vor dem TV essen. Wie sagt Hubby immer: 'This is a free country, you can do what you like!' - Danke Hubby!
Bei diesem TV Dinner gab es zwei 'Spreads' - Aufstriche sagt man wohl. Zum einen den bereits hier vorgestellten Hühnchen-Walnuss-Aufstrich aus der Türkei (boa, der ist so lecker, ich könnte mich da reinlegen!) und zum anderen einen Kürbis-Hummus inspiriert durch diesen Beitrag von Ilse. In Deutschland hatte ich einen Hokkaido Kürbis gekauft, die sind hier nicht 'main stream' - ich verwende normalerweise Butternut Squash. Den Hokkaido habe ich geschält (ich weiss, das muss man nicht!) und in Spalten geschnitten mit Knofiöl und Salz im Backofen geröstet und dann mit Tahini-Paste und dem Saft einer Mandarine und reichlich Pfeffer vermischt. Sehr lecker war das.  Dazu gab es etwas Salat und einige Mandelkerne von den Bäumen auf Mallorca. Ein Stück Käse durfte auch nicht fehlen, dazu knuspriges Baguette, was will man mehr? Ein Glas Rotwein natürlich, aber sorgt Euch nicht, auch das gab es.
Was schaue ich nun zu dieser Jahreszeit:
Die 5. Staffel von Downton Abbey - ich frage mich, wie weit kann Julian Fellowes diese Story noch spinnen? Sie ist so gut gemacht, da bleibt selbst Hubby manchmal sitzen und schaut mit mir, allerdings wirklich nur manchmal!

Weiterhin geben sich Rom und Italien in verschiedenen Programmen die Ehre. Ich bin ja auch begeisterter 'Armchair Traveller' und genieße es daher im Winter die Urlaubsmöglichkeiten fürs kommende Jahr im Kopf schon einmal durchzuspielen, und ein bisschen Geschichte kommt bei mir auch immer an. Derweil begeisters sich Hubby für alle möglichen Sportarten. So ist für jeden etwas dabei.

Montag, 3. November 2014

Hallo November

Nun ist der November da und es gibt wirklich kein Zurück in die Leichtigkeit des Sommers mehr. Der Gedanke an 5 - 6 Monate ohne Blätter an den Bäumen stimmt mich nicht wirklich heiter, leider!
Ich tröste mich mit Gedanken an wärmende Feuer, Parties mit Freunden mit Genuss von alkoholischen Getränken als Beilage zum schmackhaften Essen. Gute Bücher, romantische Filme, warme Socken, Spaziergänge in knackig kalter Luft um die wenigen sonnigen Stunden auszunutzen. Was hilft Euch über die dunkle Zeit hinweg?

Freitag, 31. Oktober 2014

Gefüllte Puten-Hackbällchen und Süßkartoffelschnitzel mit Patatas Bravas Gewürzmischung



Jetzt fängt sie wieder an, die blöde Zeit, in der man bei Kunstlicht kocht (ich koche abends) und irgendwie keine gescheiten Fotos hinkriegt....   Die einzige Lösung: So viel wie möglich am Wochenende kochen und unter der Woche posten - dazu gehört eine straffe Organisation, soweit bin ich leider noch nicht, da gibt es also noch 'opportunity' wie man so schön sagt.
Neulich brachte uns meine Cousine diese Gewürzmischung 'Patatas Bravas' als Gastgeschenk mit. Eigentlich zum Anrühren von Dips gedacht, habe ich damit die Süßkartoffelschnitzel gewürzt. Dazu die Süßkartoffeln schälen und in pommesartige Schnitzel schneiden. Ich habe pro Person eine dicke Süßkartoffel genommen. Diese mit etwas Olivenöl, dem Saft einer Limette und einem EL der Gewürzmischung vermischen (geht am besten mit den Händen). Kurz stehen lassen und den Backofen auf 200 Grad vorheizen, die Süßkartoffelschnitzel auf einem Blech in einer Lage verteilen und für 15 Minuten backen, herausnehmen und umdrehen und weitere 15 Minuten backen. Sie werden nicht so kross wie Pommes, also nicht diese Erwartung haben. Sie schmecken wunderbar zu Fleischgerichten und diese Gewürzmischung verleiht ihnen ein bisschen 'Bums'. Dazu noch eine Dip (nicht im Bild) aus Joghurt mit saurer Sahne und Salz und Pfeffer reichen.
Kommen wir zu den gefüllten Puten-Hackbällchen. Für zwei Personen ca 250g Putenhackfleisch mit einem Ei, Semmelbröseln, einer fein gehackten Schalotte, einem TL Senf, einer geriebenen Knofizehe und Salz und Pfeffer gut vermischen. In sechs Portionen teilen. Nun in jede Portion einen Würfel Cheddarkäse mittig einarbeiten. In eine gefettete, feuerfeste Form legen und mit den Süßkartoffelschnitzeln 9insgesamt 30 Minuten) in den Ofen schieben. Mit Gemüse nach Wahl dazu  servieren.

Montag, 27. Oktober 2014

Tartiflette mit Cheddar

Tartiflette gehört zu meinen Lieblingsgerichten für die kalte Jahreszeit. Wenn wenn der Wind ums Haus heult und der Regen auf die Dächer hämmert, dann schmeckt dieses Gericht am besten.
Zuerst einige Schalotten mit dem kleingeschittenen Bacon in einer Pfanne sanft anschwitzen, etwas geriebenen Knofi zufügen. Zur Seite stellen. Einige getrocknete Steinpilze in etwas warmen Wasser rehydrieren. Nun in der gleichen Pfanne die in Scheiben geschnittenen Champignons anbraten, die eingeweichten Steinpilze mit Einweichwasser zugeben mit Salz und Pfeffer würzen.
Eine feuerfeste Form ausbuttern. Einige kalte Pellkartoffeln in feine Scheiben schneiden und im Wechsel mit Pilzen, Bacon-Zwiebelmischung in die Form schichten, auf jede Schicht eine handvoll geriebenen Cheddar streuen. Zum Schluss einen Becher Sahne darüber gießen und mit noch mehr Cheddar bestreuen. Bei 200 Grad um die 30 Minuten (oder auch etwas mehr) backen. Schmeckt gut mit einem kleinen grünen Salat.
Hier noch ein Bild von Mutti's  80. Geburtstag. Im Bild zusammen mit geschenkten Hennen, Schwiegersohn (Hubby) und Ur-Enkelin Lara (auch im Bild Steckenpferd Nena).

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Risotto mit Gurke und Flusskrebsen und Gespenst Hochmoselbrücke

Nach einer eher schnitzel- und pizzalastigen Woche (Hubby hatte nach letzter Zählung viermal Schnitzel) und ich habe die Pizza beim 'richtigen' Italiener genossen. Dazu kamen noch mehrfach Spaghetti Eis .... man kann es sicher vorstellen, und als krönender Abschluss dann Mutti's Party zum 80sten im Forsthaus, wo auch sonst. Jedenfalls fühlen wir uns einigermaßen kugelrund.
Risotto fühlt sich dagegen schön leicht und frisch an. Zuerst eine kleingeschnittene Lauchstange in Olivenöl und etwas Butter anschwitzen, Knofi und Reis zugeben (bei mir war es Camargue Reis - ja es gibt immer noch welchen im Vorratsschrank). Wenn die Zutaten schön angeschwitzt sind, mit Wein ablöschen und nach und nach Fond zugeben. Rühren, rühren, rühren, der Camargue Reis braucht ein bisschen länger. Nach 10 Minuten eine halbe, kleingeschnittene Salatgurke zugeben. Wenn alles gar und schlotzig ist mit etwas Butter abrühren die Fluskrebse zugeben und mit Pfeffer würzen. Bestreut habe ich es mit japanischen Nori Flakes, die riechen und schmecken sowas von nach Meer.....




Hier noch ein paar Bilder aus dem verschlafenen idyllischen Weinort Ürzig. Leider haben die Bürger dort vor vielen Jahren verschlafen sich gegen dieses Projekt richtig zu wehren - ja und jetzt findet die  Hochmoselbrücke halt statt, was für eine Schande!!!! Wenn man wenigstens Norman Foster bemüht hätte, dann könnte man vielleicht auf ein Kunstwerk, so wie hier schauen. So eine einmalige Gelegenheit wurde leider verpasst.
Derweil wachsen die Trauben zu süßen Früchtchen heran, die Winzer haben alle Hände voll zu tun diese rechtzeitig in die Fässer zu bekommen, die Steillagen - fast vertikal - ermöglichen kaum eine rationalisierte Arbeitsweise, das ist Knochenarbeit. Unglaublich, dass der Wein trotzdem noch zu machbaren Preisen abgegeben werden kann. Das geht auch nur in der Direktvermarktung und im Kleinbetrieb.




Dienstag, 14. Oktober 2014

An der Mosel zur Weinlese

Wir sind ein paar Tage an der Mosel - gerade richtig zur Weinlese. Tag und Nacht wird - teils auch mit Maschinen - gepflückt was das Zeugs hält, denn durch das relativ feuchte Wetter ist Eile geboten, so erklärte man uns. Oben im Bild der Ausblick aus den Panoramafenstern unserer Ferienwohnung - netter geht es kaum, finden wir jedenfalls!
Ausserhalb des Wochenendes ist es ruhig hier, nicht mehr so viele Touris. Mann nimmt sich Zeit. Das Wetter ist tagsüber noch recht warm. Am Morgen mit dem Kaffee in der Hand sehen wir die Nebelschwaden langsam über die Mosel wabbern. Es verspricht wieder ein guter Tag zu werden.
Die Urlaubssaison ist zwar vorbei, aber dennoch gibt es das ein oder andere Weinfest zu besuchen.

Und natürlich überall Weinproben, so viele Fragen werden von den Winzern geduldig beantwortet. Der wohl temperierte Wein in die Gäser gefüllt. Riesling ist wirklich die Königin der Weinreben und unser Kofferraum füllt sich langsam (den Roten haben wir bereits in France gekauft).
Wenn der Nebel sich hebt, werden wir zu einer Wanderung aufbrechen. Bis bald!



Mittwoch, 8. Oktober 2014

Blenheim Palace und Ai Weiwei Ausstellung

Hier wird weiterhin wenig neues gekocht. 'Old Trusted Friends' wie Shepherds Pie und Pasta in allen Variationen - alles schon tausendmal gemacht - sind keine Blog-Posts wert. Wir sind beschäftigt mit Haus, Garten - Jobs und auch manchmal Besuch. Am Tag der Deutschen Einheit kam meine Cousine Brigitte aus Deutschland auf einen (sehr) kurzen Besuch. Ich habe mich sehr gefreut und wir haben ein umfangreiches Tagesprogramm absolviert. Zuerst ging es nach Blenheim Palace - dies ist definitiv die englische Antwort auf Versailles. Gebaut um einen vernichtenden Sieg der Engländer gegen die französische Armee (übrigens auf deutschem Boden) darzustellen. Nun war es Zeit diese Großtat entsprechend in Szene zu setzen. Dazu wurden die bekanntesten Architekten und Künstler der Zeit (gerne auch aus Frankreich) bemüht. Was herausgekommen ist beeindruckt!
Blenheim Palace ist auch der Geburtsort eines ziemlich bekannten Staatsmannes, Sir Winston Churchill. Was vielleicht nicht jedem bekannt ist, Churchill entstammte dem Adelsgeschlecht der Dukes of Malborough (diese sind eng mit den Spencers und damit auch mit Lady Diana Spencer verwandt) und wurde auf dem Familiensitz geboren. Seine Grabstätte befindet sich unweit von Blenheim auf dem kleinen Friedhof in Bladon. 
Interessant ist momentan die Ausstellung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei, die in allen Räumen und auch im Aussenbereich aufgebaut ist. Spannend der Kontrast zwischen der Oppulenz des Palaces und der symbolträchtigen Kunst von Ai Weiwei.
Die Gartenanlage wurde von Capability Brown entworfen. Seine bekannteste Gartenkreation dürfte wohl Stowe bei Buckingham sein. Leider hatten wir nicht genug Zeit das volle Ausmaß der Gärten zu erwandern.
Und wenn alles Stricke reissen, es gibt (wie meist) einen tollen Gift-Shop und verschiedene Restaurants/Cafes.